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Gold ist wieder in der Nähe seiner Allzeit-Hochs. Doch wo andere feiern, bilden sich bei mir so langsam die Sorgenfalten. Warum dem so ist, kläre ich jetzt auf.
Hallo, liebe Herrenvestierten, schön, dass ihr wieder dabei seid bei einem neuen Video. Und ich habe es gerade im Intro gesagt: Gold steht wieder in der Nähe seiner Allzeit-Hochs. Vielleicht gebe ich euch mal einen Zeitstempel dazu. Es ist Mittwoch, Mittag, wo ich dieses Video für euch aufnehme. Sehr früh für meine Zeit. Normalerweise nehme ich die Sonntagsvideos am Donnerstag oder sogar am Freitag auf, damit sie ganz aktuell sind. Das geht diese Woche nicht, denn ich bin zwei volle Tage auf der Invest, das heißt, ich muss ein bisschen vorplanen. Aber der Inhalt, das, was ich jetzt im Video gleich sagen werde, ist unabhängig davon, ob der Goldpreis am Sonntag ein neues Allzeit-Hoch erreicht hat oder ob er ein bisschen zurückkam, weil, sagen wir so, die unterschwelligen Dynamiken bleiben weiterhin bestehen. Und auch warum momentan bei mir sich ein paar Sorgenfalten bilden, denn Gold steht zumindest jetzt in der Nähe des Allzeit-Hochs. Das sollte ja für jemanden wie mich, der 20 % seines angelegten Geldes in Gold investiert hat – mittlerweile sogar mehr als 20 %, weil der Goldpreis sich so brutal entwickelt hat in den letzten Jahren – zu Freude führen. Aber ich versuche, meine Geldanlage, auch Geldanlage-Themen oder Anlagen, die ich selbst im Depot habe, möglichst objektiv anzuschauen. Also, ich bin nicht der, der sagt: „Boah, super, ich habe Gold und noch mehr, noch mehr, noch mehr.“ Sondern ich schaue mir natürlich auch kritisch an, was könnten denn die Risiken sein, die jetzt zu einem Rücksetzer führen könnten, und wo steige ich dann wieder ein bzw. wo baue ich eine Position wieder aus? Und deswegen gucke ich mir natürlich immer ganz gerne die Risiken an.
Ich weiß aber auch, dass viele von euch gerade überlegen, in Gold zu investieren oder zumindest die Goldposition auszubauen. Und ihr wisst, ich bin ein Fan von physischem Gold. Viele kaufen allerdings eher Gold-ETCs, also beispielsweise Euwax Gold oder Xetra Gold und wie sie alle heißen. Das Problem ist: Wenn man physisches Gold beim Händler kauft, ist es definitiv nach 12 Monaten steuerfrei. Wenn man Gold-ETCs kauft, sind die nur unter bestimmten Bedingungen nach 12 Monaten steuerfrei. Diese Bedingungen sind daran geknüpft, was im Kleingedruckten steht. Das heißt, hier muss eine gewisse Auslieferbarkeit bestehen. Und genau dieses Thema und die Gold-ETCs, die es bei uns am Markt gibt, welche steuerfrei sind und welche nicht, werde ich in der nächsten Ausgabe meines Reports – ich blende euch einen Link unten drunter ein – mal thematisieren. Ihr bekommt von mir eine größere Übersicht. Da könnt ihr mal sehen, welche Gold-ETCs am Markt in Deutschland sind, was ihr also kaufen könnt und welche steuerfrei sind und welche eben nicht, weil es wäre ja wirklich dramatisch, wenn man in Gold-ETCs investiert, denkt, man hätte eine Steuerfreiheit – wo hat man das in Deutschland heutzutage noch – und dann nach 5 Jahren feststellt mit einem schönen Gewinn: Ja, war doch nicht steuerfrei. Die Abgeltungssteuer schlägt beispielsweise voll zu, weil das Produkt falsch konstruiert war. Also, um diesen Fehler nicht zu machen, gibt es bei mir die große Gold-ETCs-Liste. Deswegen unbedingt da eintragen.
Schauen wir uns mal als erstes allerdings den Goldpreis in seinem Verlauf an. Erste Einblendung: Die zeigt euch mal die Entwicklung von Gold auf US-Dollar-Basis pro Unze aus meiner Chartplattform TradingView. Ihr seht, Gold hatte so einen kleinen Einbruch gegen Mitte/Ende April. Dann allerdings wieder eine steile Aufholjagd. Das heißt, wir stehen aktuell wieder in der Nähe der Allzeit-Hochs, die jüngst erreicht wurden. Charttechnisch könnte man da ein Doppeltop noch reinzeichnen. Man kann auch sagen – das seht ihr unterhalb anhand dieser, da seht ihr diese, ja, diese diese halbierte Fläche, zum Teil in rot schraffiert, zum Teil in grün und eine blaue Linie, die misst den Abstand des Goldpreises zu seiner 200-Tage-Linie. Das ist eine relativ einfache, aber gute Methode, um Übertreibungen erkennen zu können. Und aktuell steht der Goldpreis in Dollar gemessen etwa 22 % oberhalb seiner 200-Tage-Linie. Als wir zuletzt so eine Situation hatten, das war im August 2020, hatten wir danach eine Korrektur. Das ist also mal charttechnisch zumindest – ja, die Ampel ist jetzt nicht auf rot, aber irgendwo so orange Richtung rot werdend, nennen wir es mal so.
Das ist aber nicht das, was mir jetzt wirklich Sorgen macht, sondern der Goldpreis wird ja fundamental angetrieben von verschiedenen Treibern, und es gibt einen großen übergeordneten Treiber, den der Goldpreis oder der Gold derzeit anschiebt. Mal abgesehen von allem, was sonst passiert – da kommen wir noch drauf – gibt es einen großen Grund, warum Gold steigt. Das ist der Grund, dass die globale Verschuldung sich einfach immer weiter ausweitet, dass die Schulden außer Rand und Band sind. Und das ist auch ein Aspekt, weswegen immer mehr Länder, Zentralbanken, institutionelle Investoren, Privatinvestoren, auch Unternehmen in Gold reingehen. Nächste Einblendung: Die zeigt euch mal eine Übersicht der Entwicklung der globalen Verschuldung. Das ist also die gesamten Schulden, die auf der Erde aktuell bestehen. Ihr seht mal anhand der blauen Säulen – das ist also der absolute Wert – da stehen wir aktuell bei 318 Billionen Dollar. Das also die Gesamtverschuldung, die die Welt aktuell hat, sowohl was die Haushalte angeht, was die Unternehmen angeht und was auch die Staaten angeht. Nur mal zum Vergleich: Das deutsche BIP ist so bei 4,5 Billionen. Also das 70-fache, mehr als das 70-fache der deutschen Wirtschaftsleistung pro Jahr ist der Stand der globalen Verschuldung. Was aber auch spannend ist, ist die rote Linie. Die rote Linie setzt mal diesen gigantischen Schuldenberg ins Verhältnis zur Weltwirtschaftsleistung. Und da sehen wir aktuell einen Stand von 330. Ihr erinnert euch vielleicht an die Debatten innerhalb Europas, wenn dann Länder kommen, die mit 150 % verschuldet sind oder 200 % oder auch Japan mit 300 %. Nimmt man mal die Schulden der ganzen Welt zusammen, sind mehr als das Dreifache der jährlichen Wirtschaftsleistung auf dieser Erde in Form von Schulden vorhanden. Und diese Tendenz, ihr erkennt das, ist auch steigend. Also, wir sehen hier an der absoluten Entwicklung als auch an der relativen Entwicklung zum BIP. Da hatten wir mal einen Sprung nach oben natürlich während der Coronazeit. Da hatten wir jetzt ein bisschen Beruhigung, aber auch da sehen wir einen klaren Trend nach oben. Also, die globalen Schuldenberge steigen einfach immer weiter an. Und das hat in den letzten Jahren auch dazu geführt, dass immer mehr Investoren gesagt haben: Na ja, wir wissen nicht, wohin das geht. Wie können diese Schulden abgebaut werden? Werden die überhaupt jemals zurückgezahlt? Wahrscheinlich eher weniger, sondern die Schulden werden inflationiert. Das heißt, die Inflation wird auf dem höheren Niveau laufen gelassen, als eigentlich gut wäre. Damit können die Schulden inflationiert werden, und das ist ein Punkt, wo viele sagen: Ich gehe mal lieber in Sachwerte rein. Das ist also der ganz große übergeordnete Treiber, der Gold antreibt. Da auch mal wichtig für euch zu wissen: Macht euch mal keine Sorgen, wenn es charttechnisch mal ein bisschen dunkler aussieht oder wenn jetzt der Grund, auf den ich gleich eingehe, wenn es da ein bisschen dunkler aussieht. Solange wir wissen, dass übergeordnet der Goldpreis angetrieben wird, sind diese kurzfristigen Treiber, die dann mal positiv oder negativ sind, einfach nur ein Grund, wenn man Gold ausbauen will, dass man dann in guten Situationen auch mal nachkauft. Aber fundamental gesehen ist Gold in einem absoluten Aufwärtstrend.
Wo will ich jetzt allerdings raus? Was mir aktuell Sorgen macht – ich würde es mal als so eine Art mittleren Treiber bezeichnen – sind die Zentralbanken. Die Zentralbanken haben bis 2022 beständig Gold gekauft seit der großen Finanzkrise, um sich auch unabhängiger zu machen, um ihre Reserven, ihre Währungsreserven einfach breiter zu streuen. Seit 2022 – in dem Jahr wurden Sanktionen gegen die russische Zentralbank erhoben seitens der USA und auch Europas und anderer Länder – das heißt, über 300 Milliarden US-Dollar an Vermögen der russischen Zentralbank wurden eingefroren. Und das hat natürlich bei vielen anderen Zentralbanken, gerade aus den Schwellenländern, zu einem Umdenken geführt, weil man gesagt hat: Was ist, wenn auch unsere Gelder eingefroren werden? Was ist, wenn man in Zukunft Sanktionen gegen uns erhebt? Gerade auch was China angeht. Vielleicht sollten wir unsere Währungsreserven breiter aufstellen und viel mehr Gold kaufen. Und das zeigt sich ganz klar in den aktuellen Kaufstatistiken der Zentralbanken. Nächste Einblendung: Die stammt vom World Gold Council und zeigt euch mal so die Nettokäufe oder Verkäufe der globalen Zentralbanken. Diese Werte hier sind positiv, weil seit der großen Finanzkrise ein Umdenken stattgefunden hat. Das heißt, es wurde immer dazu gekauft. Ihr seht, 2010 gab es niedrige Zukäufe von vielleicht 80 Tonnen. Dann hatten wir meistens so Käufe von teilweise bis zu 600 Tonnen im Jahr, und dann ging es ein bisschen weniger oder ein bisschen runter, bisschen rauf, und ihr seht ganz klar: 2022 haben in den letzten drei Jahren die Nettokäufe immer die Marke von 1000 Tonnen übertroffen. Also, da wurde massiv nachgekauft, um zu streuen, um zu diversifizieren. Und diese Käufer aus dem Zentralbankensektor heraus, die auch relativ preisunsensibel sind, das heißt, die haben trotz der deutlichen Anstiege bei Gold weiterhin zugekauft. Das zeigt, dass hier natürlich eine gewisse Nachfrage da ist. Und diese Nachfrage war getrieben vor allem dadurch, dass man nicht wusste, ob auch Sanktionen seitens Europas oder der USA oder, nennen wir es mal, dem Westen gegenüber südlicheren, östlicheren Zentralbanken erhoben werden könnten, also hat man massiv in Gold investiert. Das war ein Treiber.
Was wir jetzt aktuell sehen, ist, würde ich mal sagen, je nachdem, wie man es beurteilt, Tauwetter zwischen den USA und Russland. Also, Donald Trump ist ja aktuell wieder – ja, nicht so amused, sage ich jetzt mal – über das, was Putin tut, aber man hat davor schon gesehen, dass es eine Art Annäherung gibt. Es gibt jetzt auch beispielsweise diesen Rohstoffdeal zwischen den USA und der Ukraine, was auch wieder Bewegung reinbringen könnte. Im Übrigen auch noch eine Einblendung hier aus Reuters – verlinke ich euch unten drunter. Das ist also dieser berühmte Rohstoffdeal, der jetzt unterschrieben wurde, was seltene Erden angeht. Die Frage ist: Was ist in diesem Deal also wirklich drin? Aber sind die seltenen Erden in der Ukraine überhaupt vorhanden? Ich bin da sehr skeptisch, dass da wirklich die großen seltenen Erden sind, aber zumindest findet man ein paar kritische Rohstoffe, und das soll auch einen gewissen Druck aufbauen, der dann aber auch wieder zu Entspannung und hoffentlich auch einer Lösung führen kann, dass es also wieder Frieden innerhalb der Ukraine kommt. Und in Anbetracht dieses möglichen Deals oder Friedensvertrags oder vielleicht auch erstmal eines Waffenstillstands, was da so kommt, wurde auch ganz offiziell von Scott Besson, dem US-Finanzminister, schon gesagt, dass man dann ja auch entweder vorab oder im Rahmen von Gesprächen auch Sanktionen gegenüber russischen Banken aufheben sollte. Also, da weitere Einblendung von Ukraine Business US Überschrift: „The US and sanctions against Russia, Russian Banks may be reconnected to Swift.“ Da war der Stand zwar Ende März, aber ihr seht schon, man hat relativ früh schon, wo man sich den Russen angelähert hat von amerikanischer Seite aus, darüber gesprochen, die Sanktionen zurückzufahren, vor allem gegenüber russischen Banken. Das würde auch wahrscheinlich bedeuten, dass auch Sanktionen zurückgefahren werden gegenüber der russischen Zentralbank, dass diese Gelder, die eingefroren sind, wahrscheinlich dann zu Teilen wieder frei werden oder vielleicht auch gesamt, oder wahrscheinlich auch im Rahmen eines Waffenstillstands oder weiteren Deals wird dieses Geld wieder frei für die russische Zentralbank. Das würde die ganze Situation entspannen. Das heißt, das könnte dazu führen, dass Banken, Zentralbanken aus den Schwellenländern zwar sagen: Na ja, das, was da passiert ist, das war schon heftig gegenüber einer Zentralbank. Wir kaufen trotzdem weiterhin Gold, aber nicht mehr in dem Ausmaß, weil wir ja eine Art geopolitisches Tauwetter sehen, weil wir Frieden bekommen und weil diese Sanktionen zurückgefahren werden. Und das ist natürlich ein wichtiger Grund für Gold, denn es ist erstmal natürlich wichtig, dass wir Frieden bekommen auch in der Ukraine, dass sich da – ja, dass sich da irgendeine Art von Einigung auf jeden Fall vorhersieht, aber gleichzeitig bedeutet das natürlich für alle, die in Gold investiert sind aus geopolitischen Gründen, dass jetzt eine wichtige Risikoprämie aus dem Markt ausgepreist wird. Und da hat das World Gold Council mal reingeschaut und eine Statistik erhoben: Was funktioniert denn besonders gut, wenn es zu geopolitischen Risiken kommt? Nächste Einblendung: Ihr seht hier links Gold – Gold ist da dargestellt als ein ganz großer Profiteur von globalen geopolitischen Risiken. Andere Anlagen, beispielsweise australische Anleihen, globale Anleihen, auch der australische Index – wissen viele nicht – der profitiert beispielsweise auch aufgrund seiner Rohstofflastigkeit relativ gut von geopolitischen Risiken. Was nicht gut funktioniert, seht ihr ganz rechts: Global Equities, das heißt, die globalen Aktienmärkte reagieren natürlich extrem sensibel auf globale Schwankungen. Oder wenn ihr jetzt diese Grafik umdreht: Wenn wir natürlich eine globale Entspannung sehen und nicht eine weitere Verspannung oder eine weitere Zuspitzung von Situationen, dann bedeutet es natürlich, dass der Goldpreis entsprechend leidet, weil diese geopolitische Risikoprämie ausgepreist wird, aber gleichzeitig Aktien davon profitieren.
Und das ist zumindest momentan etwas, wo ich sage: Wo so relativ viel Euphorie im Markt derzeit vorhanden ist, und diese Euphorie momentan sich einfach nur darauf stützt, dass Gold ein Allzeit-Hoch hat, dann muss man sagen: Wir haben momentan – wir wünschen es uns hoffentlich mal, vielleicht bald – ein Tauwetter. Wir haben vielleicht bald mehrere geopolitische Krisen, die sich entspannen können. Der Iran beispielsweise ist auch deutlich schwächer, will mit den USA verhandeln. Die Huthi-Rebellen haben jetzt auch diese Woche zu Beginn der Woche kapituliert gegenüber den USA. Auch da kann eine Entspannung reinkommen. Wie gesagt, USA und Russland verhandeln zusammen mit der Ukraine, dass da eine Lösung reinkommt. Was geopolitisch ein bisschen auf dem Risikofaktor ist, natürlich auch Indien, Pakistan, das müssen wir beobachten, aber so das große Thema ist wirklich Russland, Ukraine und damit auch die USA verbunden. Und wenn wir da eine Entspannung reinbekommen, bedeutet das natürlich, dass eine Menge Risikoprämie aus dem Goldpreis erstmal ausgepreist wird. Das heißt nicht – und deswegen war es mir wichtig vorhin zu betonen – dass ja der übergeordnete Treiber ist, in Gold als Sachwert reinzugehen, weil die globale Verschuldung außer Rand und Band ist und immer weiter steigt. Aber wenn jetzt so ein mittlerer Treiber wie die starken Käufe der Zentralbanken zumindest mal zurückgefahren wird – ich bin auch überzeugt, dass die Zentralbanken weiterhin in Gold investieren werden, aber vielleicht nicht mehr in so einem Ausmaß wie in den letzten drei Jahren – dann nimmt das schon eine gewisse Kaufbereitschaft raus, und durch das Auspreisen auch einer geopolitischen Risikoprämie drückt das auf den Goldpreis.
Was ich euch damit sagen will, ist: Ich sehe durchaus bei Gold aktuell Korrekturpotenzial, und dazu auch die letzte Einblendung, und die zeigt euch jetzt mal den Chart aus meiner Plattform TradingView. Ich habe euch mal – ja – eingeblendet bzw. eher eingezeichnet, was ich mir vorstellen könnte. Wenn ihr mal den aktuellen Kursverlauf nehmt, dann kann ich mir gut vorstellen, so eine Marke bei 180 – das heißt, das Aufsetzen auf der Oberkante des Aufwärtstrends könnte ein erster Stopp sein, wenn wir eine Korrektur sehen. Ich kann mir aber gut – auch gut – vorstellen – und das ist ja der grüne Kreis – dass wir auch in dem Bereich um 1700 $ sogar zurückgehen könnten, also vom aktuellen Niveau auch mal 15 % nach unten, weil einfach aufgrund eines geopolitischen Tauwetters Risikoprämien rausgehen. Das wären für mich höchst interessante Nachkaufkurse, wenn diese Kurse wirklich erreicht werden sollten. Ihr wisst, ich bin sehr selektiv beim Nachkauf von Gold, weil ich schon genug im Depot habe. Ich will auch nicht überinvestiert sein. Das heißt, ich will größere Rücksetzer erleben, um dann wirklich noch mal ein bisschen nachlegen zu können. Das könnte so ein Rücksetzer sein, wenn geopolitische Risikoprämien in Verbindung mit einer nachlassenden Zentralbanknachfrage auf den Goldpreis drücken. Ob wir es bekommen, wir werden es sehen. Aber es ist zumindest momentan schon etwas, was mir Sorgen bereitet, weil alle so positiv sind, alles so euphorisch teilweise sind – nicht sonderlich überschwänglich, aber wir haben schon eine gewisse Euphorie. Wir haben auch bei den Vormager-Umfragen Daten, dass Long Gold einer der überlaufensten Trades von den großen Formachern ist. Also, ihr seht schon, da sind einige investiert. Wenn es da jetzt ein bisschen negative Nachrichten gibt, dann kann es schnell bei Gold nach unten gehen. Ich bin mir sicher, der Abverkauf wird relativ schnell vonstatten gehen und relativ heftig werden. Aber da sollte man dann den Mut haben, wenn man eh Goldfan ist und sagt: Die Verschuldung steigt sowieso, da wieder ein paar Goldstücke aufzusammeln.
Gut, jetzt bin ich mal gespannt, was ihr von meiner Analyse, von der Lage haltet, und dann darf ich mich von euch verabschieden. Ich bin Sebastian Hell. Ihr seht – wie ihr seht – mich wieder im nächsten Video und bis dann.