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Trump SCHOCKT Märkte – so handeln Anleger jetzt RICHTIG! // Christian Fuchs im Interview

Mario Lochner47:09

Transcription

Das Beste, was uns eigentlich passieren kann, ist, dass der Markt jetzt abbricht. Trenn dich von der Vorstellung, dass du jedes Quartal oder bei jeder Investition versuchen musst, die beste Rendite zu erzielen. Du wirst es nicht schaffen. Auch wieder die These: Du brauchst EUR, USA, Emerging Markets sind unsinnig, schwierig, aber alles ist besser als der MSCI World. Ich kann dir schon eine Prognose geben. Ich kann dir sagen, ich kann dir genau sagen, was Trump machen wird. Ja, dann kaufe ich nach. Servus Leute!

Es geht sofort los mit dem Interview, aber vorher eine tolle Nachricht, denn es wird ein Highlight geben mit Christian Fuchs und zwar ein Live-Webinar am 5.5. um 17 Uhr, 5. Mai um 17 Uhr. Und das Tolle: Ihr könnt alle gratis dabei sein! Den Link dazu findet ihr unten in der Beschreibung. Ihr könnt dem Experten dann natürlich auch eure Fragen live stellen. Und jetzt viel Spaß mit dem Interview!

Servus Leute und herzlich willkommen in einem brandneuen Video auf meinem Kanal! Mein Name ist Mario Lochner und ich bin heute zurück mit einem hochkarätigen Gast. Ihr habt ihn richtig gefeiert bei seinem Jubiläum, das ist noch gar nicht so lange her, wenige Monate. Und seitdem hat sich einiges getan an der Börse, hat sich auch ein bisschen die Temperatur verändert. Christian Fuchs ist zurück, er ist Finanzexperte und hat ein Multifamily Office. Herzlich willkommen, Christian!

Danke dir, Mario, dass ich noch mal da sein darf. Sehr, sehr gerne! Und ich glaube, das ist selbsterklärend, denn Leute, ihr habt das richtig gefeiert, und das hat mich sehr, sehr gefreut. Und wenn ihr es feiert, dass Christian zurück ist, lasst gerne mal einen Daumen nach oben da! Und wenn euch die Videos gefallen, gerne den Kanal natürlich abonnieren, um nichts mehr zu verpassen.

Christian, wir sind reingestartet ins Jahr 2025 am 1. Januar, und da haben wir viel drüber gesprochen, natürlich über Ängste und jetzt Gewinne mitnehmen und Ruhe, Bewertungen. Jetzt ist tatsächlich das erste Quartal echt heftig ausgefallen. Es ist gefühlt alles schneller geworden, natürlich vor allem Trump, USA – da wollen wir drüber sprechen. Viele machen sich Sorgen, viele haben vielleicht sogar Angst wegen der Politik, auch natürlich in Deutschland – war ja noch eine Wahl. Also, es ist wirklich vieles eingeprasselt auf die Anleger. Mal drüber sprechen, wie man da rational investiert, vielleicht mal das erste Quartal: Wie ordnest du das ein? Also, es gibt ja sogar bis hin zu Angst vor echtem Krieg mittlerweile in Deutschland. Die Schlagzahlen sind furchtbar, die da auf einen einprasseln. Dann natürlich die USA im Umbruch, die explodierenden Staatsschulden, der Handelskrieg – man könnte noch lange weitermachen. Ja, wie hast du das erste Quartal bisher bestanden? Viele Fragen auf einmal.

Genau. Also ehrlich gesagt: Was ist eigentlich passiert? Ich meine, die wichtigsten Dinge kann man mal zusammenfassen: Inauguration von Trump, ähm dann Regierungswechsel in Deutschland, das heißt, wir haben die Wahl, wir haben eben das neue Schuldenpaket oder Sondervermögen, wie auch immer man es nennen will, und wir haben wahnsinnig viel Unsicherheiten erlebt. Ja, und ich fand es eigentlich ein ganz spannendes Quartal, weil für mich ist die Quintessenz daraus, dass ich sag: Es ist wirklich absehbar auch im ersten Quartal wieder gewesen: Bitte investiert prognosefrei! Ich habe ja auch viele Videos mir angeschaut, was ich von Vermögensverwaltern und und und und was weiß ich von Leuten, die halt auftreten und dann letztlich ihre Zukunftsprognosen abgeben, im letzten Jahr auch jetzt im ersten Quartal. Und wie oft habe ich gesehen: Na ja, das habe ich aber anders gesehen, dafür muss ich mich vielleicht entschuldigen, oder es konnte ja auch niemand wissen, dass jetzt so ein Sondervermögen kommt, dass jetzt die deutschen Staatsanleihen dann höher rentieren. Und dann denke ich mir immer: Ey, wieso gibst du denn Prognosen ab, wenn du weißt, dass sie die Zukunft betreffen, dass du die Zukunft nicht wissen kannst und dich danach dafür entschuldigen musst? Ich glaube, es geht halt eben auch anders. Und wenn ich es eben anders mache und wenn ich dann eben nicht aus dieser Emotion heraus dann letztlich agiere, dann habe ich auch diese Probleme nicht. Weil dann kann ich sagen: Hey, okay, erstes Quartal gut war, jetzt ein an den Kapitalmärkten nicht so, aber ich glaube, dass es wichtig ist, sich dann wieder auf die Grundlagen zu berufen und zu sagen: Worum geht's eigentlich in der Vermögenssteuerung? Was sind so die Basics? Und habe ich eigentlich ein Problem oder nicht? Sorgen sind sowieso meistens unbegründet. Ja, und wenn man – ich glaube, auch schon in der Bibel, Matthäus 6, Vers 27: „Ja, du wirst durch deine Sorgen deinem Leben keine einzige Stunde hinzufügen können.“ Es bringt nichts. Es geht darum, mit den Sachen rational umzugehen, zu gucken: Was ist eigentlich passiert? Ähm, hat es auf mein Leben und meine Situation irgendeine Auswirkung? Und wenn man sein Vermögen richtig aufbaut, das Portfolio richtig aufbaut, dann in aller Regel nicht.

Und ich find es aber auch super, dass wir noch mal zusammensitzen, weil wir hatten ja auch ein paar Rückmeldungen bei dem Video mit so ein paar Hinweisen: Ja, das und das wurde nicht gesagt, oder wie muss man jetzt so und so verstehen mit der regionalen Aufteilung. Ja, genau, da wollen wir auch noch – und genau – und da können wir vielleicht auch noch mal einfach in die Tiefe gehen, so ein bisschen, und können einfach mal vollkommen rational anschauen: Was bedeutet das eigentlich? Und das Investieren in unsicheren Zeiten – das Zitat muss ich mir merken, ich glaube von Mark Twain war es, wenn ich mir nicht ganz sicher bin, oder Oscar Wilde – in der Ecke: „Die meisten Dinge, über die ich mir den Kopf zerbrochen habe, sind nie passiert.“ Das ist ja an der Börse auch oft so der Fall. Aber jetzt haben wir natürlich ein hässliches Quartal gesehen, vor allem einen – haben wir jetzt Gott sei Dank hinter uns. Der März war ja gerade für deutsche Anleger, die in Dollar investiert sind, sehr, sehr schlecht. Also, der schlechteste Monat seit – da müssen wir schon ins Jahr, ins Corona-Crash-Jahr 2020 zurückgehen. Kursverluste und dann noch der Dollar hat natürlich auch noch mal zusätzlich drauf gedrückt. Jetzt gibt’s natürlich einige, die schon als wir gesprochen haben – Ende, sag mal Ende 2024 oder dann Anfang 2025 – die gesagt haben: Hier, das ist doch jetzt eigentlich offensichtlich. Trump kennen wir schon, da kommt wieder Unsicherheit rein. Nach der Wahl erstmal Euphorie, der Bitcoin wurde nur noch drüber gesprochen: Wie hoch steigt der? 200.000, 50.000, 350.000, 1 Million! Aktien hochbewertet, die KGVs sind durch die Decke geschossen. Es war auf jeden Fall gute Stimmung, viel Hoffnung drin. Dann die USA hochbewertet, da haben wir auch drüber gesprochen: War das nicht offensichtlich, dass man da einfach mal Gewinne mitnimmt, dass man vielleicht gerade jetzt auch in dieser unsicheren Phase immer noch einfach mal an der Seitenlinie steht, einfach mal wartet, bis sich das alles so ein bisschen beruhigt hat?

Im Nachhinein ist immer alles offensichtlich. Genau. Also, im Nachhinein kann ich dir alles sagen, da kann ich dir auch sagen: Hättest jetzt nur da oder da oder da. Wenn du drin stehst, jetzt frage ich mal: Was ist denn jetzt offensichtlich? Was ist denn jetzt fürs nächste Quartal offensichtlich? Das ist eine gute Frage, da stecken wir jetzt schon drin, im April. Ja, es ist schwer zu sagen, aber ich würde sagen, es ist schon viel an Mist eingepreist. Natürlich kann es immer einen kompletten Schock geben, eine komplette Katastrophe. Ihr kennt mich ja auch als naiven Dauerbullen, so werde ich ja gerne von den Bären bezeichnet. Also, ich würde zumindest mal sagen, es ist schon viel Mist eingepreist. Ja, also tatsächlich sage ich hier wieder: Basics! Ja, bitte Leute, trennt, trennt dieses ganze Thema Politik vom Thema der eigenen Vermögenssteuerung. Trennt die Anlageklassen. Überlegt euch in eurem Vermögen: Wie viel Liquidität brauche ich? Wie viel kann ich anlegen? Und dann ist es aber auch völlig egal, wie sich Kapitalmärkte entwickeln, weil du hast genug Liquidität für deine Lebensziele, für deine Pläne, für Rückstellung, die du vielleicht hast, keine Ahnung, für Steuerzahlung oder Investition, die du an deinem Haus tätigen musst. Trenn dich – das hört sich vielleicht ein bisschen komisch an, aber es ist tatsächlich so – trenn dich auch von dieser Vorstellung: Historische Renditen sind so wahnsinnig wichtig. Es ist nicht wichtig, was dein Portfolio in den letzten 12 oder 20 oder Monaten oder Jahren gemacht hat. Wichtig ist, wie du heute aufgebaut bist in deinem Portfolio und dass du ein sauberes Portfolio hast über die nächsten Jahre. Trenn dich von der Vorstellung, dass du jedes Quartal oder bei jeder Investition versuchen musst, die beste Rendite zu erzielen. Du wirst es nicht schaffen. Ein sauberes Portfolio wird dir langfristig die höchsten Renditen bringen. Das Anstreben aber kurzfristig wird es nie das Beste sein. Und das ist wirklich – das ist ein Hauptpunkt, wo ich euch sag: Trennt euch davon! Und dann könnt ihr auch wirklich entspannt durch diese Phasen gehen. Was macht denn in deinem Leben für einen Unterschied, wenn in der Politik irgendwas passiert und ein Portfolio hin und her wackelt, wenn du sagst: Eigentlich bin ich von dem, was ich dort investiert habe, gar nicht abhängig? Ich habe das letzte Mal auch z.B. gesagt: Trenne, trenne Preis von Wert! Und ich habe einen Kommentar da, möchte ich vielleicht kurz drauf eingehen, fand ich ganz spannend. Der hat gesagt: Ich fand das irgendwie so, sowas Doofes habe ich noch nie gehört. Man kann sich auch drüber freuen, wenn das Portfolio fällt. Ja, jetzt als Bedingung für das, was ich jetzt gleich sagen werde, setze ich mal voraus: Du hast ein sauber strukturiertes Portfolio, das heißt, es gibt keine Einzelwertrisiken, du bist sauber diversifiziert. So, dann bitte trenne Preis von Wert! Das heißt: Wie bewerte ich den Wert eines Anlagegutes? Das funktioniert in aller Regel über Cashflows, also über die Erträge, die ich daraus zu erwarten habe, und über einen bestimmten Multiple, also den ich bereit bin dafür zu bezahlen, also die zukünftige Renditeerwartung. Wenn der Preis meines Weltportfolios fällt, dann steigt dessen relativer Wert in meinem Gesamtvermögen, weil ich da drin dann ein Wertaufholungspotenzial auf die Zukunft habe. Das heißt faktisch kann ich tatsächlich in solchen Phasen wie jetzt sagen: Mein Portfolio, wenn der Preis fällt, es wird im Bezug auf mein Gesamtvermögen immer wertvoller. Also, wenn ich 9 € habe und mir überlege: Wo investiere ich diesen 9 €? Dann nehme ich den und packe ich da rein, wo die höchste Zukunftschance drin steckt, und das wird in dem Portfolio sein, wenn es stark im Preis gefallen ist. Aber da mal eine Frage dazu.

Ja, natürlich klar, da gehe ich voll mit. Aber jetzt nehmen wir mal an, jemand investiert seit 20 Jahren und hat da – sagen wir mal – jetzt halbe Million drin, einfach mal in die Tüte gesprochen, ist auch wurscht, ob es jetzt 5 Millionen sind, 500.000 oder 50.000. Und jetzt hätten wir eine Weltwirtschaftskrise und dann kracht das Depot mal um 70, 80 oder 90 % runter. Dann hilft das auch nicht so wirklich, oder? Sagt so: Den Euro, den ich jetzt reinstecke, der ist dann vielleicht mal in 30 Jahren sehr, sehr viel wert. Das das ist den ja schon wirklich ein Schlag ins Kontor. Da geht’s dann ja wirklich um Summen, und da ist ja dann wirklich fast – wenn es jetzt schief geht – alles vernichtet oder sehr vieles. Also, die Weltwirtschaftskrise, wo ein globales Portfolio um 70, 80, 90 % runterbricht, kenne ich noch nicht. Das kann sein, 1929 oder sowas, wenn’s ein globales Portfolio… Ja, gut, aber wenn… Gut, wir wissen aber: 50 % mal heftig. Gerade das ist aber gerade, glaube ich, das, was so viele beunruhigt, weil ja gerade die USA wackeln. Kann jeder sich sein selber… Die werden umgebaut, wackeln ist ja wurscht, auf jeden Fall große Unsicherheit. Und da glaube ich, fragen sich viele: Wenn das schief geht, dann… Andreas Beck sagt das ja gerne so: Die USA sind der Kapitalmarkt, dann wackelt da schon mal der größte, und dann wissen wir alle: Wenn der wackelt, dann wackeln die anderen im Zweifel auch mit. Dann hilft mir auch das globale Portfolio nicht mehr so viel. Oder?

Ja und nein. Jetzt hattest du was… Jetzt hattest du was Interessantes gesagt. Du hast gesagt: Wenn einer schon langfristig investiert, sagen wir mal 20, 30 Jahre… Mm. Ja, wenn du langfristig investierst unter wahnsinnig hohen Volatilitäten, aber ist ja davon auszugehen, dass sich in aller Regel das im Aktienmarkt investierte Kapital alle 10 Jahre verdoppelt, ungefähr. Ja, unter hohen Volatilitäten und es gibt auch verlorene Jahrzehnte, alles mögliche. Also, wenn du 30 Jahre investiert hast schon, dann bedeutet es, dass es nach 10 Jahren sich verdoppelt hat, nach 20 Jahren sich vervierfacht hat, nach 30 Jahren sich verachtfacht hat. Wenn du dich dann theoretisch dieses Portfolio aufgrund der brutalen Krise halbiert, heißt es immer noch, dass du bei einer Vervierfachung bist von deinem Anfangspunkt. Was, was, was Investoren gerne machen und das verstehe ich auch, aber das ist meines Erachtens halt ein Fehler. Das ist: Man verankert sich immer in den Höchstkursen. Ja, das hatte ich jetzt auch leider menschlich im ersten Quartal, da war es dann ja, aber es waren doch jetzt… Und jetzt habe ich schon 10 % von irgendwie Februar bis jetzt verloren. Ja, das ist völlig egal. Es wird ausgeblendet, dass man aber im Jahr 2023 und 24, keine Ahnung, 25, 30 % dazu gewonnen hat. Und wenn ich es halt wieder 10 % verliere, okay, ist eine andere Ausgangsbasis, aber ich habe ja immer noch im Schnitt über die letzten zweieinhalb Jahre meine 7 %, und das ist die durchschnittliche Rendite, die ich zu erwarten habe. Also, wenn dann tatsächlich so eine Krise kommt, dann muss ich mir aber auch Gedanken machen: Wie sieht’s denn mit meinen anderen Anlageklassen aus? Was ist denn eigentlich mit meinen Anleihen? Werden die – werden die Amerikaner noch fähig sein, ihre Staatsverschuldung zurückzuführen? Wenn die Deutschen noch fähig sein… Das heißt, ich bin ja immer in Relation zu den anderen Anlagen, und dann sage ich dir: Möchte ich aber wahrscheinlich immer noch langfristig am liebsten das globale Aktienmarktportfolio haben und eben nicht meine Immobilie oder meine Anleihen, weil da habe ich das Renditeaufholungspotenzial.

Renditeaufholung ist jetzt ein gutes Stichwort, da… we… das fangen… Fragen sich… Habe ich viele gerade auch die langfristig investieren. Du hast gerade schon beschrieben: Letztes Jahr war sehr gut, das Jahr davor auch, davor war schlecht, jetzt ist es wieder ein bisschen schlechter, dieses Jahr 10 % runter, 15 oder 15 % kommt immer natürlich aufs Depot an, auf den Index, ob jetzt ein Nack oder was auch immer. Kauft man jetzt nach? Also, das ist ja glaube ich auch das, was jetzt gerade viele sich fragen: Ah, soll ich jetzt unter Schmerzen und unter Unsicherheit kaufen, weil ich weiß eigentlich… Das sagen ja viele… Ein Jahr… Weiß ich nicht. Gab’s auch vor kurzem interessante Umfrage, das fand ich auch sehr spannend: US-Aktien, Europa, auf ein Jahr, Europa ganz oben, auf 5 Jahre USA ganz oben. Also, da sieht man ja auch schon bisschen diese Diskrepanz bei Anlegern. Also, die meisten wissen ja oder schreiben auch gerne in den Kommentaren: Ja, eigentlich weiß ich ja schon, wenn ich jetzt investiere, dann habe ich in 5 oder 10 Jahren ziemlich sicher deutlich mehr. Wie geht man da rational damit um, diesen Dip, diesen berühmten? So ist es eigentlich immer rational, so nach 10 % zu kaufen, oder ist es halt dann vielleicht doch besser, bisschen zu warten? Okay.

Ich dreh den Spieß auch mal wieder um: Wann hat man die Höchstkurse? Ich glaube, Mitte Februar ungefähr, ne? So. Wenn ich dich Mitte Februar gefragt hätte: Kauft man jetzt nach? Dann hätte man gesagt: Die Bewertungen sind wahrscheinlich relativ hoch, aber eigentlich… Na ja, ich warte mal auf den Rücksetzer, 5 oder 10 % vielleicht. Genau. Jetzt haben wir die 5 oder 10 %. Jetzt ist die Frage: Kaufe ich jetzt nach, oder geht’s noch weiter runter? Wir haben wirklich… Dann dann ist immer so: Ah, jetzt… Könn… Aber schon noch mal bitte… Trennt! Die eine Sicht ist die Sicht eines Vermögensverwalters, der das Portfolio betrachtet, die andere Sicht ist die eines – sagen wir mal – Family Officers, oder das sollte auch immer eure Sicht sein, die das Gesamtvermögen betrachtet. Das heißt, ich stell mir nicht die Frage: Wann baue ich Liquidität im Portfolio auf oder wann baue ich sie ab? Ich stell mir die Frage: Wie viel Liquidität habe ich in meinem Gesamtvermögen? Ist die so hoch, dass ich eben alle meine Ziele und Wünsche – immer das Gleiche durchdeklinieren – abbilden kann? Und wenn ich halt eine Sparquote hatte, die positiv war, ja, dann kaufe ich nach. Aber es ist nicht so, dass ich anfange, nur auf Portfolioebene Liquidität aufzubauen oder abzubauen. Aber was er auf jeden Fall machen kann, und das haben wir auch im ersten Quartal jetzt auch bei, beim paar Mandanten gemacht, ja, das ist, dass man gesunkene Kurse nutzt, nicht nur zum Nachkaufen. Das ist eine Möglichkeit der Nutzung, aber du kannst bei gesunkenen Kursen ja wunderschön Portfolios, die vielleicht nicht so gut aufgestellt sind, ja, umbauen in andere Portfolios, die zukünftig besser aufgestellt sind, ohne dass du darauf viel Abgeltungssteuer zahlen musst. Also, wieso… Vielleicht ganz kurzes Beispiel, was dann von nicht so schön in schön gemacht wird. Also, wir… Genau. Also, wir, wir durften im letzten Quartal auch wieder Menschen finden, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben in der Begleitung mit ihrem Vermögen, z.B. Und da haben wir ein Vermögen auch entnommen von, von anderen Verwaltern. Mhm. Ähm, und dann war die Sache die, dass halt die Frage war ja: Wenn wir aber dann letztlich aus dem Portfolio, was so ein bisschen klassisch aufgebaut war, teilweise mit aktiven Fonds, mit teuren Verwaltungen, mit Mischfonds, all diese Dinge, die ich wirklich, wo es mir ganz schlecht wird, ja, wenn man, wenn man das dann umbauen will, dann war die Frage ja: Aber wir müssen so viel Abgeltungssteuer zahlen. Dann habe ich gesagt: Ein Gut – das Beste, was uns eigentlich passieren kann, ist, dass der Markt jetzt abbricht. Ja, warum? Na ja, weil dann kann ich dieses Portfolio ohne große Abgeltungssteuer verkaufen und steige dann letztlich in Aktienmarkt wieder ein. Das heißt, ich gehe ja nach oben hin wieder mit, aber ich habe diese Steuerzahlung raus. Das ich verstehe, dass es schwierig ist, weil man verkauft natürlich immer gerne mit Gewinn, aber wenn man versteht, dass wenn man in dieser Anlageklasse, sage ich mal, der unternehmerischen Beteiligung bleibt und ich gehe sozusagen mit runter, switche und gehe mit drauf, dann habe ich im Endeffekt ja den, den Vorteil, also den, den steuerlichen Nachteil raus. Das heißt, wir haben dann sogar noch ein bisschen mehr auch im, im Aktienmarkt investiert, und jetzt kann es zukünftig eben, eben schön wachsen. Was anderes ist z.B. auch: Wenn ich ein größeres Vermögen habe, ich habe ein Problem mit schenkungserbschaftssteuerlichen Freibeträgen, dann kann ich mir auch überlegen, wenn ich so ein sehr breit diversifiziertes, resilientes Portfolio habe, dass ich diese Zeiten nutze, um einen Teil davon auf die nächste Generation zu übertragen. Hauptpunkt ist aber: Es muss halt ein sauberes Portfolio sein. Also, ich darf keine Einzelwertrisiken, keine aktiven Manager, sowas drin haben, die mir letztlich dieses, diese rein rationale Vorgehensweise kaputt machen.

Kommen wir zum perfekten Portfolio oder zum rationalen Portfolio, wie auch immer. Kannst du uns das mal ganz grob schildern, wie das für dich aussieht? Weil jetzt haben wir schon gehört, was du nicht so gut findest und was man für Fehler machen kann, vielleicht auch noch mal mit dem Schritt zurückgehen. Ich ja, vielleicht auch einige zum ersten Mal heute oder haben das nicht mehr so präsent, wenn sie das erste Interview gesehen haben. Diese Liquiditätsteuern, Gesamtvermögen… Jetzt mal so ein Gesamtvermögen, wenn wir das mal ganz einfach angehen. Wir sagen mal, wir haben Depot, also Weltportfolio. Wie ist denn das so strukturiert, das Gesamtvermögen, jetzt mal möglichst einfach, wie das aufgebaut ist oder sein sollte aus deiner Sicht, und dann der Schritt zum Depot sozusagen. Gen… Also, also ich… Ja, gut, ich, ich versuch’s noch mal mit den Grundzügen. Ja, also es gibt eigentlich nur, nur vier Anlageklassen. Ja, das ist die Immobilie, das sind die unternehmerischen Beteiligungen, das sind Schuldverhältnisse in jeglicher Art und das sind Rohstoffe. Also, Rohstoffklassiker ist vielleicht auch das Thema, na Gold und Silber oder sowas, was so jeder vielleicht mal drüber nachdenkt, sich einzukaufen. Wenn ich jetzt ein Gesamtvermögen aufbaue, dann kann ich mir sehr wohl überlegen: Wie bin ich eigentlich aktuell in diese verschiedenen Anlageklassen, die alle eigene Charakteristika haben, investiert, die eigene Vorteile und Nachteile haben, und passt das überhaupt zu meiner Lebenssituation? Und ich sag mal: Du kannst Vermögen jeder Größenordnung aufbauen aus zwei Anlageklassen. Das sind diese Schuldverhältnisse – wie Kontovermögen – und von mir aus kurzlaufende deutsche Staatsanleihen als Beispiel, ja, und globales Portfolio aus globalem Unternehmertum mit ETFs, schönes Aktienportfolio. Damit kannst du eigentlich alles machen. Du brauchst doch nur ein Depot dazu. Und jetzt stellt sich eben die Frage: Wie viel hast du… Das du gestellt… Wie viel Liquidität brauche ich da? Und diese Liquidität ist – das betone ich wirklich – nicht davon abhängig, was das aktuelle Marktgeschrei ist. Ja, das heißt, ob jetzt Trump dies und das sagt, oder ob keine Ahnung neue Zölle kommen, oder ob was war noch alles? Ja, ein neues Schuldenpaket jetzt aufgebaut wird, sondern das ist davon abhängig, wie deine Lebenssituation aussieht. Und dann kann ich mir das vereinfacht so überlegen, dass ich sag: Was brauche ich als eiserne Liquiditätsreserve? Manche sagen, das sind dann keine Ahnung drei, vier Nettomonatsgehälter. Ich würde es wahrscheinlich ein bisschen höher ansetzen. Dann kann ich… Da gehe ich eigentlich nicht ran, nur wenn irgendwas… Da gehe ich nicht ran, weil Waschmaschine oder sowas kaputt ist. Ja. Das zweite ist: Darüber hinaus, was brauche ich für Rückstellungen? Rückstellungen sind ja sozusagen… werden gemacht für zukünftige Ausgaben, die ich auch jetzt schon kenne. Also, wenn ich z.B. Steuern oder keine Ahnung, ich brauche in zwei Jahren neues Auto oder ich brauche halt eine Investition in meine Immobilie, das ziehe ich mir auch raus. Und dann gibt’s noch den dritten Teil, und das ist dann sozusagen diese risikolose Anlage. Also, wie viel möchte ich risikolos noch haben? Das risikolos heißt in dem Falle ohne Volatilitätsrisiken, also super kurzlaufende Anleihen z.B. Ja, ganz wichtiges Thema: Risikolos. Ja, also ich habe auch meine Videos gesehen, wo das, wo es dann heißt: Na gut, in den Anleihenanteil da kannst du ja auch mal keine Ahnung 15 bis 25-jährig Unternehmensanleihen oder sowas reinpacken. Könnte man zumindest missverstehen. Die haben da meines Erachtens nichts zu suchen. Ja, möglichst liquide und schwankungsrisikolos heißt: Dass du in risikolosen… Es gibt immer Ausfallrisiken. Es gibt ja nichts, was 100 % risikolos ist, auf der Bank theoretisch auch… Ich sag in dem schwankungsrisikolosen Teil des Vermögens: Bitte nur, wenn du in Europa lebst, was ist deine Währung? Bitte nur in Euro, bitte nur kurz. Das heißt, keine Durationsrisiken, das heißt, keine Laufzeitrisiken mit hohen Schwankungen, ja, und keine Emittentenrisiken, das heißt, keine Risiken, dass du ein, ein Gegenüber hast, der dann vielleicht eben dann auch die, die, die Beinchen streckt. Ja, das heißt, von mir aus europäische Staatsanleihen, deutsche Staatsanleihen kurzlaufend. Das ist der risikolose Anteil. Die Chance steuere ich über den Anteil an unternehmerischen Beteiligungen in meinem Vermögen. Und wenn du dir das auch nur ganz logisch überlegst: Ja, ich hatte vor… Das war auch in Family Office Mandat, und die hatten aktive Unternehmensanleihenfonds, und dann habe ich irgendwann mal gesagt: Okay, passt auf! Ich hatte damals nicht die technische Möglichkeit dazu, aber nimmt doch bitte mal diesen Unternehmensanleihenfonds, den ihr habt, und legt doch bitte mal daneben einfach zwei Komponenten: Das eine ETF mit kurzlaufenden deutschen Staatsanleihen und das andere den globalen Aktienmarkt. Und dann stellt mir doch bitte mal da, wie ungefähr das Mischungsverhältnis sein müsste, dass ich auf diesen Rendite-Risiko-Chart komme von dem Unternehmensanleihenfonds. Ich glaube, damals war es ungefähr 15 % weltweiter Aktienmarkt und 85 % deutsche kurzlaufende Staatsanleihen. Dann baue ich mir das Ding doch selber, verstehst du? Dann habe ich… Dann nehme ich das Ding auseinander. Das kann ich auch jedem empfehlen. Ja, also wir sehen so viele Portfolios, und in so vielen Portfolios sind z.B. Mischfonds. Und was ich immer ganz gerne mache: Ich gehe auf irgendwelche öffentlichen Seiten, z.B. VWb oder sowas, und dann schaue ich mir an: Okay, wie hat sich das Ding entwickelt? Und dann kannst du ja eine Benchmark daneben legen. Und dann gibt’s ja klassische Fonds z.B. von Dimensional oder so, und dann kannst du sagen: Du legst es mal in 20/80 oder in 40/60 oder 60/40 Portfolio daneben, und dann siehst du, dass z.B. einer wahrscheinlich der bekanntesten deutschen Mischfonds, ja, das ist eigentlich nichts anderes als ein 60/40 Portfolio zu viel geringeren Kosten. Und wenn ich diese beiden Anlagen dann aber voneinander trenne, eben nicht in einem Mischfonds hab, dann habe ich ja auch daraus wieder große Vorteile, weil ich muss eben nicht Anleihen verkaufen, wenn ich auf Aktiengewinne realisieren will, wie ich das machen muss in den Mischfonds. Und ich muss auch nicht, wenn ich Aktienverluste habe, Mischfonds verkaufen, die realisieren, damit ich an mein Anleihenvermögen komme. Und ich muss auch nicht hohe Kosten zahlen auf den Anleihenanteil. Das macht einfach keinen Sinn. Deswegen… Also, das heißt, das habe ich im mal auf Gesamtvermögensebene wieder betrachtet: Wie baue ich ungefähr jetzt mein, meine Liquidität eben mit diesen drei Faktoren? Ist die Frage: Wie schaut ein Portfolio aus? Da habe ich jetzt auch schon ein paar Sachen dazu gesagt. Ja, genau, die Zusammensetzung, dann noch… Also, wie groß ist dieser risikolose Anteil und wie groß ist dann mein Weltportfolio? Das ist ja dann noch das Entscheidende. Genau. Das risikolose hängt nicht vom Marktgeschrei ab, sondern von deinem Leben. Ja, und das Weltportfolio an sich, das ist… Was… Das schauen wir uns jetzt auch noch mal… Habe ich ein bisschen was vorbereitet, aber da kann man schon mal grundlegend sagen: Vermeide zu hohe Kosten, vermeide aktives Management, eben vermeide Mischfonds, vermeide emotionale Entscheidungen. Das heißt, bau es eben so, dass es eben sehr rational rebasierbar ist, dass du dir nicht immer die Frage stellen musst: Diese Aktie, die habe ich mal zu dem Preis gekauft, und kann ich die jetzt schon wieder verkaufen? Was viele für einen Fehler machen, ist, dass sie eben diese Anker setzen: Ich habe mal für 500 gekauft, jetzt ist es nur noch 200 Wert, ich verkaufe es erst wieder bei 500. Ist… Du kannst dir an jedem Tag sagen, dass jeden Tag das eine aktive Entscheidung ist, diesen Vermögenswert zu halten. Das heißt, wenn du heute der Meinung bist, du willst diese Aktie nicht mehr kaufen und du hast sie immer noch, hast du heute trotzdem die Entscheidung gefällt, sie wieder einzukaufen. Wenn du sie dann hälst, ist es eigentlich völlig irrational. Also, wenn du es heute zu dem heutigen Kurs nicht machen würdest, dann bitte verkaufst. Jetzt schauen wir mal… Das ist so das Motto: Es gibt kein Halten, es gibt eigentlich nur verkaufen oder… Verkaufen. In halten… bedeutet ja gut, aber halten ist eine aktive Entscheidung. Genau. Halten ist ja eigentlich auch kaufen. Also, ich investiere ja mein Geld… Leute, entschieden habe, das zu kaufen. Aber… aber das ist aber das ist so ein klassischer Fehler auch von wirklich sehr Vermögenden, die dann sagen: Aber jetzt bin ich im Verlust, ich möchte wieder, dass es dahin kommt. Bei einer Einzelaktie, bei dem Einzelunternehmen kann dir niemand sagen, ob die jemals wieder irgendeinen historischen Höchstkurs erreicht. Kann ja auch noch… Vie… Es kann es kann auch sein, dass sie komplett wegfällt.

Ja, genau. Ganz kurz, bevor wir uns das Portfolio konkret anschauen, vielleicht auch als Vorbereitung darauf, weil sich ja viele jetzt um die USA Sorgen machen wegen der hohen Bewertung, haben wir es ja schon länger… Dann wird Warren Buffett gerne zitiert, der auf sehr viel Cash sitzt. Also Bewertung, dann jetzt natürlich… Ja, der Dollar wird angezählt, die hohen Schulden, jetzt natürlich Trump, die Zölle, und dann laufen die US-Aktien jetzt auch noch schlecht. Wie kurz sind denn politische Beine oder Börsen auf politischen Beinen wirklich? Also, ich hatte ja… Ich hatte am Anfang erwähnt, dass ich so ein bisschen schon manchmal Schnappatmung kriege, wenn Portfoliomanager sozusagen in Videos sitzen und immer wieder so viel über Politik reden, ja, weil ich glaube, ein großer Fehler ist, dass man dann als Mensch, der sich vielleicht mit den Themen nicht so sehr auseinandersetzt, in die Versuchung kommen, da kausale Zusammenhänge festzustellen. Also, die kausalen Zusammenhang Politik Börse, gut schlecht. Wenn du die Finanzmarktforschung anschaust, dann gibt’s da eigentlich keinen kausalen Zusammenhang. Ja, das heißt, die Politik ist das eine, die Börse ist das andere. Jetzt hast du vielleicht ganz langfristige Trends, wenn du sagen kannst: Wenn eine Volkswirtschaft dann mal abrutscht in der Art Sozialismus, Kommunismus, das heißt, die freie Markt abgeschafft wird, dann ist es natürlich nicht gut für die Unternehmen und die Börse. Aber kurzfristig kann man echt sagen: Bitte trenne die Politik von der Kapitalanlage! Und Politik bedeutet auch immer und hat wahrscheinlich auch für viele im ersten Quartal bedeutet: Viele Emotionen! Emotionen sind sowieso falsch. Das heißt: Trennen! Wenn man jetzt die USA mal anschaut… Ich habe da ja… Genau. Ich habe da auch mal was vorbereitet, vielleicht kann man das kurz zeigen. Genau, genau. Ich weiß, es wird’s teilweise vielleicht ein bisschen drucken. Ich habe einige Grafiken dabei, auch wenn es ums Portfolio geht, aber ich wollte doch ein paar Fragen auch noch aufgreifen, die aufgekommen sind beim letzten Video. Aber vielleicht schauen wir uns erst mal die Sache an mit dem… Das auch manche sagen: USA ist jetzt vielleicht vorbei. Ja, die, die Vorherrschaft der USA in den Kapitalmärkten… Ich habe jetzt mal als erste Folie ausgedruckt von 1970. Und zwar warum 1970? Wir können in diesem Programm, was wir haben, einfach diese MSCI-Indizes auch für die entwickelten Länder bis zum 1.1.1970 zurückverfolgen. Bis war ab da wurden sie eben berechnet. Also, habe ich mal geschaut von 1.1.1970: Was ist dann eigentlich die nächsten 20 Jahre passiert? Und bin nach 20 Jahren auf den 31.12.1989 gestoßen. Und da sehen wir wieder: Der japanische Aktienmarkt alle anderen entwickelten Länder brutalst outperformt hat. Brutalst! Hier ganz oben, der dunkelblaue… Genau, genau. Ganz oben, der dunkelblaue. Interessanterweise ist der USA-Index, also der USA über diesen Zeitraum übrigens das schlechteste Index. So viel zum Thema eben: Na ja, USA ist immer das Beste. Also, wir merken uns: Japan ganz oben, USA ganz unten, wenn man sich die Renditen anschaut. Und das muss man jetzt auch noch mal hier gesondert betrachten, dann ist es so, dass es wirklich eine extreme Outperformance des japanischen Aktienmarkts war. Das heißt, währenddem die anderen Regionen sich in diesem Zeitraum von 20 Jahren das, das Vermögen vielleicht eben verdreifacht, vervierfacht haben, hat der japanische Aktienmarkt das Vermögen ver…sfacht! Wahnsinn, ne? Also, eine total extreme Entwicklung. Also war ja…

Eine Megablase ist die Frage: Ob wir sowas bei einem Land überhaupt noch mal sehen? Vielleicht irgendwann, aber es war extrem. Auf – ich muss mich, ich muss mich sogar korrigieren – nicht versechsfacht, sondern das war der Faktor, der besser gelaufen ist als die anderen, sogar über 25-fach. Ja, das heißt eine Megablase. So, wenn wir jetzt uns anschauen, was – wo sind wir jetzt im amerikanischen Aktienmarkt? Gehen wir mal auf die nächste Folie. Dann hab – habe ich auch mal die 20 Jahre genommen, aber jetzt ab dem 28.2., wo ich zurückrechnen konnte, und dann lande ich dann beim 1.3.25. Und dann sehen wir: Jetzt haben wir eine Phase, da haben die am – der MSCI USA alle anderen outperformen, aber bei weitem, bei weitem nicht in der Höhe, wie es eben in den 70er, 80er Jahren mit Japan der Fall war. Das ist schon ein deutlicher Unterschied. Aber es ist noch – sag mal genau – es ist, es ist was – ich, ich will jetzt nicht sagen: im Rahmen. Es ist, es ist ein deutlicher Unterschied. Das heißt, wir haben in Amerika eben eine, in – in dem Fall eben zweifache oder dreifache Outperformance der anderen Regionen, aber halt eben keine, keine sechs-, siebenfache Outperformance. Wir sehen ja, der MSCI World wird dadurch ja auch immer in gewisser Weise mitgezogen. Hier ist er jetzt auf Platz 2, wenn ich das richtig sehe, und vorher war er auch auf – ja gut, Europa war ein bisschen besser, glaube ich, noch tatsächlich, aber er war auch relativ gut hier. Also z.B. deutlich besser als die USA. Genau, Thema MSCI World, kommen wir dann auch noch drauf. Weil eine Sache war ja auch von den Kommentaren beim letzten Video: Na ja, auch wieder so einer, der uns erklären will, dass man Berater braucht und nicht einfach nur in MSCI World investieren soll. Ja, gehe ich auch gerne drauf ein. Mh, hier genau. Wir haben festgestellt: MSCI World profitiert einerseits hier von Japan, andererseits hier von den USA. Okay, aber auch deutlich Outperformance. Hier ist übrigens lustigerweise genau der Umkehrschluss: USA ist hier das Beste, Japan ist das Schlechteste. Ja, auch spannend. Okay, was wir hier ja auch machen, ganz wichtig: Das ist jetzt hier nicht finanzwissenschaftlich, das ist einfach nur der Tatsachenbetrachtung, und man sieht auch mal sehr schön: Es kommt immer sehr drauf an, welchen Zeitraum man einstellt, und da kann man natürlich sehr schön so lange suchen, bis es genau passt. Und dann habe ich – wobei, wobei ich ganz ehrlich bei diesen beiden Sachen nur ganz simpel gemacht habe. Ich hab vor – fen – woll – n alles gut. Ich habe beim einen nur gesagt: Die ersten 20 Jahre, beim anderen die letzten 20 Jahre. Genau. Und da muss man vorsichtig sein, weil dann gibt’s halt jemanden, der sucht dann halt so raus, dass es genau zu seiner, genau dazu kommt. No, ich, ich habe tatsächlich noch was rausgesucht, aber das ist nur um eine andere These zu stützen, die ich dann auch erklären werde. Bevor wir darauf kommen, habe ich aber noch eine andere Grafik. Ähm, ich beschäftige mich jetzt mit diesen Grafiken, die ich da aufbereitet habe, nur mal mit den entwickelten Ländern. Warum? Ich habe auch im letzten Gespräch, glaube ich, gesagt, dass du eigentlich bei den entwickelten Ländern, die ja alle letztlich ungefähr gleiche Grundvoraussetzungen haben – das heißt irgendwo Demokratien, ähm eine Rechtssicherheit, Eigentumsschutz – dass du da eigentlich überall langfristig mit gleichen Renditeerwartungen rechnen kannst. Und deswegen habe ich gesagt: Lass ich mal die Betrachtung – die Emerging Markets raus. Jetzt kann sein, dass jemand kommt und sagt: Na ja, die lässt du deswegen raus, weil die eben so extrem schlecht gelaufen sind. Deswegen habe ich noch eine Zwischengrafik mal drin. Ja, und die Emerging Markets konnten wir nachverfolgen mit dem System, was wir haben. Die werden berechnet ab 1.1.1999, und dann haben wir gesagt: Wie hat sich seit 1.1.99 bis heute Emerging Markets, MSCI Emerging Markets Index, verglichen mit MSCI USA oder MSCI World entwickelt? Und wir sehen – was siehst du, Mario, am besten? Genau. Jetzt nicht groß, aber tatsächlich so, so viel – wie die waren ja auch mal Anfang des Jahrtausends ja, gehalft – danach genau. Aber, aber du siehst über diesen, über diesen, sag mal 26, 27 Jahreszeitraum auch wieder die These: Du brauchst – USA, Emerging Markets sind unsinnig schwierig. Ja, ich habe jetzt hier wieder kein Data Mining betrieben, sondern es ist im Endeffekt nur eben der Gesamtzeitraum, wie das eben möglich war in der Betrachtung. So, also Emerging Markets lasse ich jetzt mal raus, und jetzt geht’s nur um die entwickelten Märkte. Okay, also gehen wir auf die entwickelten Märkte. Jetzt habe ich tatsächlich mal so ein bisschen Data Mining gemacht und habe gesagt: Wie lange haben jetzt die entwickelten Märkte gebraucht, bis ich ungefähr überall die gleichen Renditen hatte? Und tatsächlich gab es einen Schnittpunkt ungefähr zum 31.12.2015. Das heißt, wenn du am 1.1.1970 1 € investiert hast und hast den über 46 Jahre gehalten, hast du am Schluss – und das sehen wir hier schön in der, in der kleinen Tabelle drin – hast du am Schluss eigentlich in allen Regionen der entwickelten Länder der Welt ungefähr die gleichen Renditen gehabt. Über 46 Jahre mit – wirklich ja, alle um ja, mehr 7%. So, genau. Du siehst es hier. Du hast eine Spanne, das – das Tiefste ist die 6,87 vom MSCI World, und das Höchste ist letztlich sogar Europa bis 2015 erstaunlicherweise. Aber das Lustige ist: Die Spanne dieser Renditen ist ja relativ gering, ne? Das heißt, du bist da irgendwo zwischen 0,2, 0,3. Ist jetzt die Schlussfolgerung: Eigentlich ist es total wurscht langfristig. Ich investiere – du bist gemein, du darfst mir jetzt nichts vorwegnehmen. Da kommen wir noch dazu. Nein, also pass auf. Also, was sehen wir jetzt hier? Ne, ungefähr gleiche Renditen. Ja, jetzt gehen wir mal – aber, aber auch übrigens wichtig: MSCI World interessanterweise letzter. Ja, das ist interessant. So, okay, also geh mal auf die nächste Grafik. Jetzt habe ich das Ganze mal weitergeführt und habe gesagt: Wir betrachten den selben Zeitraum, aber wir nehmen ein total naives Portfolio aus einer Mischung aller Regionen der entwickelten Länder mit dazu. Und zwar: Wir haben ja vier Regionen, und wir gewichten alle Regionen mit 25%. Ab dem 1.1.1970 bei dem einen Portfolio behalten wir diese Gewichtung immer bei, von Anfang an 25%, und rebalancieren jedes Jahr einmal. Und das andere Portfolio, das machen wir am Anfang mit 20% auf alle und lassen es einfach laufen. Und jetzt siehst du hier was Wunderbares, und du siehst, dass alle Regionen und auch dieses Portfolio, was kein Rebalancing hat, ja, wie auch in der vorigen Grafik eigentlich die komplett gleichen Renditen, wenn man so will, per anno abgeworfen haben. Das heißt, es war wirklich vollkommen wurscht. Aber dieses rebalancierte Portfolio, das hat eine signifikant höhere Rendite abgeworfen. Also hier mit 8,09, oder wenn ich das richtig – das sind genau – das sind die 8,09. Interessant, auch da wieder der MSCI World Index ist der Letzte. Was ist jetzt der Unterschied zwischen diesem gleichgewichteten Portfolio mit Rebalancing, dem MSCI World? MSCI World rennt halt mehr in die Blasen rein, und dann – gut, dann findet er sich natürlich wieder, aber dann – ja, genau. Das heißt, du hast letztlich, wie du sagst, er rennt in die Blasen rein, aber ich würde mal sagen, also mich – wenn ich allein diese Grafik sehe, würde mich das überzeugen, dass ich sag: Der MSCI World allein kannst du vielleicht nicht sein. Also vielleicht nur auch, weil die Emerging Markets nicht mit dabei sind, aber auch mit diesem Thema der Blasenbildung. Ich möchte halt eben nicht auch in der aktuellen Phase nicht eben 70, 75% Amerika haben. Also, man kann so sagen: Erkannt sein, aber es geht besser. Genau. Du siehst ja, du siehst ja, es ist ja nur stumpf, das ist ja kein, kein Portfolio Management, das ist ja nur diese vier Regionen über diesen Zeitraum, plan rebalanciert. Jetzt kann einer kommen und sagen: Ja, aber das ist ja eigentlich unsinnig, weil du hast ja immer die steuerlichen Effekte vergessen. Dieses Portfolio ist ja jetzt so einfach aufgebaut, dass man gesagt hat: Es wird rebalanciert, äh es werden keine Steuern abgezogen. Auch da gab’s eine Frage dazu mit dem: Wie mache ich das mit dem Rebalancieren? Es kann ja nicht sein, dass es vorteilhaft ist, eben immer diese steuerlichen Nachteile in Kauf zu nehmen. Rebalancierung, wenn du das Gesamtvermögen steuerst, ist unseres Erachtens dann sinnvoll, wenn du eben das mit ruhiger Hand machst. Ja, das heißt, wir haben – ich kann mich nicht erinnern, dass wir bei einem Mandanten tatsächlich mal aus einem Aktienmarkt was rausgenommen hätten und die Steuern in Kauf genommen hätten, um es woanders rein zu investieren. Also ich nehme dann frisches Geld und schieb’s an die Stelle. Fr – genau. Du nimmst frisches Geld und schiebst es da rein, wo es rein muss. Mm. Und wenn du das machst, dann hast du vielleicht halt nicht den ganzen Effekt hier, weil du natürlich nur sukzessive das ganze Ding dann auch letztlich rebalancieren kannst, aber du hast diese steuerlichen Nachteile nicht. Und du hast noch was mit dazu, und es ist – du hast so ein, ich nenn es mal: Momentumeffekt der ruhigen Hand. Ja, das heißt, du, du lässt die Dinge auch laufen und schiebst es eben in die anderen rein. Und wenn die dann laufen, dann – also ich habe, ich habe jetzt im ersten Quartal selber mein ETF-Portfolio auch rebalanciert, und mir ist es fast schlecht geworden, weil die Rebalancierung hieß bei mir jetzt: Ich muss in die USA nachinvestieren. Das habe ich noch nie gemacht, die letzten Jahre. Ich habe immer nachinvestiert in – dass ich Europa, Emerging Markets, Japan, aber nie in die USA. Und jetzt auf einmal hieß es: Du musst in die USA. Und dann dachte ich mir: Will ich das? Du hast es aber trotzdem gemacht. Ich hab’s trotzdem gemacht. Ja klar, weil die Logik halt – und wir sehen auch – auch die USA kann ja noch 10 Jahre, 15 Jahre weiter outperformen. Das weiß ich nicht, das weiß keiner, was passiert. Wenn die Reformen, die der Trump bringt, die jetzt für uns alle nicht nachvollziehbar ist, aber wenn es auf einmal trotzdem was riesiges, riesiges Potenzial noch in den USA einfängt, ich weiß es nicht. Ja klar, also das kann natürlich – das ist ja auch glaube ich das, was viele sich entweder erhoffen oder halt dann, wie gesagt, die Umfrage jetzt gerade: Es ist unangenehm. Wer weiß, was in 2, 4 oder 5 Jahren ist. Aber jetzt gehen wir noch mal weiter, auch noch mal an, an die Zuschauer. Ich weiß, es sind viele Folien, wir gehen relativ schnell durch. Also, wenn ihr es euch länger anschauen wollt, dann macht einfach vielleicht kurz auf Stopp oder so, ne? Dann kann man noch ein paar andere Sachen raus, aber bisher glaube ich alles super verständlich. Okay, dann gehen wir auf die nächste Folie. Da ist einfach das Gleiche, was ich jetzt gerade mal gezeigt habe, noch mal weitergeführt bis zum letzten Datum, dem 28.2.2025. Ja, und jetzt kam ja in den letzten 10 Jahren diese Outperformance der USA, deswegen hat jetzt der MSCI USA wieder letztlich die Führung übernommen. Aber wir sehen auch, wenn wir uns die, die Jahresrenditen anschauen, dass das gleichgewichtete Portfolio nicht weit hinterherhängt. Das heißt, das hat ja auch wahnsinnig gut nach oben rausgerissen. Aber wie kann das sein? Weil eigentlich hätte ich ja dann immer weniger USA genommen, oder – ja klar, aber du, du nimmst ja dann – wir haben jetzt hier eingestellt z.B. eine jährliche Rebalancierung. Na ja, dann immer sozusagen einmal im Jahr sozusagen USA raus, in dem jetzt Fall jetzt ohne steuerliche Effekte. Aber faktisch ist es ja Geld, was du realisierst und anders investierst. Aber faktisch ist es dann auch wieder genau das Gegenteil, was der MSCI World macht. Das heißt: Immer da, wo die Blase ist, realisiere ich eher und geh raus, und deswegen hat es tatsächlich diesen Effekt. Gut, z.B. Europa sieht man jetzt in diesem Jahr ist ja auch ganz gut gelaufen, was jetzt viele auch nicht so auf dem Schirm hatten, so schnell zumindest. Oder Japan hat sich ja zwischenzeitlich dann auch ganz gut gemacht, was viele vielleicht, vielleicht dann eben erst – dann oft kriegen es die Anleger erst mit, wenn es gut gelaufen ist, und dann denken sie: Ah ja, Japan. Ich jetzt, aber es war doch offensichtlich. Oder – ja, das für den ein oder anderen offensichtlich. Nein. Also, so gesehen kann man jetzt hier wunderschön rauslesen: Ja, dieses, dieses gleichgewichtete Portfolio, und das ist – da ist ja wirklich kein, kein Hirnschmalz drin, da ist auch keine Prognose drin. Das ist einfach nur 25% gleichgewichtet, führt zu einer Outperformance und kann tendenziell auch mit – knapp mit den besten Märkten aktuell noch mithalten. Jetzt kann man noch mal einen Schritt weitergehen. Jetzt kann man ja sagen: Ah, aber das war auch eine Frage: Wie gewichtig jetzt die Regionen? Ja, genau so. Und jetzt haben wir ja hier einfach nur Platz 25%. Und jetzt habe ich mal noch ein Spielchen gemacht und habe gesagt: Ich gewichte die Region nicht pauschal mit 25%, sondern ich nehme immer eine Region, gewichte die doppelt so hoch wie alle anderen. Das heißt z.B. USA 40%, die anderen 20%, und dann so durchdekliniert, bis alle mal 40% hatten. Das sehen wir in der nächsten Grafik. Da habe ich mal die einzelnen Regionen rausgelassen. Haben wir nur mal den MSCI World, der jetzt ja logischerweise der Schlechteste ist von der Performance her, und oben drüber haben wir dann diese Portfolios: Einerseits das gleichgewichtete mit Rebalancing und andererseits die, wo jeweils eine Region mit 40% gewichtet ist, also doppelt so hoch wie die anderen. Und jetzt siehst du hier auch wieder bis zum Zeitraum 31.12.2015, wo wir wissen, dass die Regionen alle gleich gelaufen sind, tendenziell von der Rendite her, du siehst, dass es vollkommen wurscht war, welche Region du doppeltgewichtet hast. Mit Anfangszeitpunkt 1.1.1970. Hättest du jetzt Anfangszeitpunkt 89 gewählt, wo Japan so extrem teuer war und hättest du dann 40% Japan drin gehabt, dann wäre es natürlich blöd ausgegangen. Aber wir wissen ja jetzt nicht, wo wir stehen, und 1970 ist einfach der Anfangspunkt, wo ich gesagt habe: Ab da kann ich rechnen. Ja, so. Das heißt, es ist völlig egal, welche Region mit 40, welche mit 20, überall kommt das Gleiche raus. Ja, und wenn ich das Spiel – und, und da auch eben wieder – aber alles ist besser als der MSCI World, der ja nur aus diesen Regionen besteht. Und jetzt komme ich zur letzten Grafik, dann sind wir auch durch mit dem Thema. Und das ist jetzt eben noch zusätzlich der letzten 10 Jahre, wo die Amerikaner eben outperformen haben. Auch da ist es so letztlich, dass du sagen kannst: Der Unterschied ist wirklich nicht groß. Das heißt, wenn du jetzt global das Portfolio aufbaust, und ich weiß, manche Vermögensverwalter machen das dann, dass sie sagen: Oh, mach’s nur markkapitalisierend. Das würde ich nicht machen. Marktkapitalisierend ist der MSCI World, der war hier in allen Vergleichen der Schlechteste. Aber wenn du dann breiter streust, wenn du sagst eben eher gleichgewichtet oder eher 40% eins oder 20% das andere, das ist wirklich auf lange Sicht relativ egal. Wie du gesagt hast: Wurscht. Es ist wirklich egal. Das heißt, auf kurze Sicht kann dir niemand sagen, wie sich die Bewertungen eines Aktienmarktes auswirken. Das kann sein, dass USA noch 5, 10, 15 Jahre outperformen. Auf mittlere Sicht wissen wir aus der Kapitalmarktforschung, dass sich Marktrenditen angleichen. Das heißt, da haben Kurs-Gewinn-Verhältnisse oder Preis-Buchwert-Verhältnisse wirklich signifikante Aussagekraft. Auf lange Sicht ist es eigentlich egal. Der größte Fehler wäre also, so gesehen jetzt dieses, was auch viele machen: Ich gehe jetzt raus aus den USA und lege da vielleicht gar nicht mehr an oder wie auch immer. Also diese extreme: Entweder alles rein oder komplett raus. Genau. Genau, Extreme meiden, breit streuen, Kosten runter, aktives Management raus, Anlageklassen trennen und ein Portfolio vor allem eben aufbauen, wo ich emotionslos handeln kann. Das kann ich eben nicht, wenn die anderen Faktoren da drin sind, weil ich dann nie weiß: Wo kommt jetzt dieses Downside her? Ist es ein Einzelunternehmen, was pleite geht? Da kann ich ja nicht rebalancieren. Das ist ein aktiver Manager, der Mist gebaut hat. Den will ich auch kein neues Geld hinterherschieben. Das heißt: Wirklich Portfolio aufbauen, breiter gestreut als ein MSCI World, meines Erachtens auch ausgewogener gestreut als ein All Country World oder ein FTSE All World. Jetzt haben wir nur Regionen betrachtet. Das kann man, das ganze natürlich auch noch weiter spielen und kann auf andere Ebenen gehen und kann sagen: Faktoren oder Faktoren. Genau. Also lieber noch Small Caps einbauen, größeren Maße, lieber eine Value-Prämie einbauen, Profitabilitätsprämie, derartige Dinge. Ja, oder auch von mir aus Momentum, weil das hast du da automatisch mit drin. Aber ob du jetzt dann sagst: Du baust es gleichgewichtet, weil du es machst, weil du es eher nach BIP gewichtest oder nach KGVs in den Ländern, das ist meines Erachtens ehrlich gesagt relativ egal. Da würde ich auch nicht zu viele Kosten für irgendwelche Manager bezahlen, die dir dann erklären, warum sie das jetzt so machen und warum das das einzig Wahre ist. Also Fazit: Cool bleiben und gleichgewichten. Ja, gleichgewichten, rebalancieren. Genau, rebalancieren und gleichgewichten. Ja, und nachdem ja beim letzten Mal jetzt auch mal gefragt wurde mit diesem ETF-Portfolios, die wir gezeigt haben: Das wäre nett, wenn man da auch mal vielleicht ein paar Screens oder so dazu sehen könnte. Haben wir das auch noch mal vorbereitet. Nur beispielsweise auszugsweise, wie man das aufbauen kann. Und da muss man eben auch sagen: Du baust – du kannst dir da ein Portfolio bauen mit echt 7 1/2 bis 8000 Aktien physisch hinterlegt zu Kosten von – der TER von 0,15. Da bist du mit einem Einzel-ETF hängst du halt auch teilweise kostenmäßig hinterher, sogar, aber von der Streuung her kriegst du das eigentlich nicht hin. Christian, dann haben wir das auch hier noch ganz konkret abgeschlossen. Danke dir. Und mal schauen, ja, was das Börsenjahr noch bringt. Von dir kriegen wir leider keine Prognose, schade. Ich kann dir schon eine Prognose – ich kann dir sagen, ich kann dir genau sagen, was Trump machen wird: Und zwar Chaos stiften. Ich habe, ich habe mit der amerikanischen Verwandtschaft telefoniert die letzten Tage, und dann habe ich gesagt: Ja, und wie ist die Stimmung so in Amerika? Ja, sagt er: Ganz gut. Ja, und wie ist es mit dem 51. Bundesstaat, den er bald kriegt? Ja, vielleicht in den 52. auch noch mit Grönland. Aber weißt du, hat er zu mir gesagt: Wir kennen ja Trump schon länger. Ist Kanada – und Kanada und Grönland. Genau, meinte er: Wir kennen Trump ja schon länger, aber das ist part of the deal. Also diese, diese Unsicherheit zu stiften ist halt part of the deal. Und kommen wir wieder zum prognosefreien Ansatz. Ich weiß nicht, was Trump morgen sagt, vielleicht weiß er selber nicht. Aber auf jeden, auf jeden Fall haben wir im ersten Quartal so gesehen, dass die Kapitalmärkte sofort auf jede Aussage reagieren. Wie will ich also prognostizieren, was in den nächsten Monaten passiert, wenn ich nicht weiß, was da von irgendeiner politischen Seite, die kurze Beine hat, dann letztlich gesagt wird? Das ist einfach unmöglich. Und ich möchte mich nicht in ein paar Monaten für irgendwas entschuldigen müssen, was ich prognostiziert habe, was auch totaler Unsinn ist, weil ich – wieso sollte ich was tun, was ich gar nicht können kann? Ich würde auch niemand für etwas bezahlen, was er nicht können kann. Und keiner kann die Zukunft prognostizieren. Also, wieso soll ich jemanden Geld dafür geben, dass er sich in ein paar Monaten bei mir entschuldigt, dass seine Prognose falsch war? Das ist irrsinnig. Aber jetzt habe ich dich unterbrochen. Nee, nee, das war gut, das war ein gutes Statement. Zum Schluss, Christian, herzlichen Dank dir auch für den Klartext. Und ich bin gespannt auf eure, auf eure Kommentare. Und wenn ihr Christian sehen wollt, dann lasst uns das auch sehr gerne wissen. Lasst gerne Daumen nach oben da. Und wie gesagt, wenn ihr solche Gäste nicht mehr verpassen wollt, dann unbedingt den Kanal abonnieren. Das würde uns natürlich sehr freuen. Christian, herzlichen Dank dir. Vielen Dank, Mario, dass ich da sein dürfte. Sehr gern. Und danke euch fürs Zuschauen. Wir sind jetzt raus, bis zum nächsten Mal. Ciao.