📱

Get Our Mobile App

Take your business learning on the go!

Download on the App StoreGet it on Google Play

Der (un)heimliche Krieg der BRICS-Staaten um GOLD und SILBER

SOLIT Gruppe41:44

Transcription

[Musik] Ja, und damit herzlich willkommen zu unserem heutigen Marktupdate Edelmetalle mit dem Titel „Der unheimliche Krieg der Brickstaaten um Gold und Silber“. Ja, und nachdem jetzt nicht nur, sag mal, Bricks aktuelles Thema sind, sondern tatsächlich auch Zölle, gibt’s heute noch ein kleines Special vorneweg. Und wir werden heute neben dem Thema Brickstaaten uns auch mal anschauen, welchen Einfluss hat denn oder haben denn die Zölle von Donald Trump von den USA auf die Weltwirtschaft, auf die Inflation, aber auch auf Gold und Silber? Und da spielen die Brickstaaten auch eine Rolle ganz vorne dran, mit China. Deswegen wird’s heute mit Sicherheit ein spannendes Webinar werden. Wunderbar, und dann starten wir direkt mal rein mit unserer heutigen Agenda. Was haben wir heute für Sie vorbereitet? Einmal eine ganz kurze Vorstellung meiner Person, für die, die mich noch nicht kennen. Dann gucken wir uns mal den Zollkrieg von Trump an und die Folgen für die Wirtschaft, Weltwirtschaft. Dann Bricks im Goldrausch – da kommen wir zum eigentlichen Thema – und die stille Silberrevolution, ähm ganz spannend, was da ansteht, was den Silberpreis betrifft.

So, ganz kurz zu meiner Person: Andreas Ullmann, Jahrgang 74, bin letztes Jahr 50 geworden, verheiratet, zwei kleine Kinder. Ich bin studierter Bankbetriebswirt, ähm habe auch mal einen kleinen Ausflug in die Welt der Hedgefonds gemacht, ähm und bin ja seit 2017 bei der Solidgruppe und hier eben zuständig für den Gesamtvertrieb. Ja, und äh ganz kurz zur Solidgruppe noch: Wir haben auch ein paar Teilnehmer mit dabei, die Solid noch nicht kennen. Uns gibt’s seit 2008. Wir haben jetzt hier steht noch 600 Millionen – wir haben mittlerweile über 700 Millionen Euro Handelsvolumen letztes Jahr gehabt – haben ja aufgrund der Kursveränderung auch mittlerweile rund 1,8 Milliarden Euro Edelmetalle für die Kunden verwahrt, über 200.000 Kunden mittlerweile an der Zahl. Hauptsitz ist mittlerweile im schönen Tegernsee in der Schweiz und natürlich die Repräsentanz hier noch in Wiesbaden, wo wir auch gerade sind, aktuell bereits 165 Mitarbeiter. Und was uns sehr freut, ist, dass wir äh zum neunten Mal auch letztes Jahr ausgezeichnet worden sind zum besten Anbieter von Edelmetall-Sparplänen. Und wer uns noch mal den Imagefilm sehen will, den Sie am, ganz am Anfang gesehen haben, dann finden Sie den hier noch mal verlinkt. Und dann starten wir doch mal direkt rein mit Trumps Zollkrieg, der ja jetzt ziemlich aktuell ist. Glaube, gestern sind die ersten Zölle in Kraft getreten und auch schon die ersten Gegenzölle – die Sache von China. Dieses Bild ging um die Welt: Donald Trump, wie er seine reziproken Zolltariftafel hochgehalten hat, äh hat auch teilweise dann für Kopfschütteln gesorgt, weil – gucken wir uns gleich noch mal an – Länder drauf waren, die äh eigentlich gar nichts großartig exportieren. Aber schauen wir uns das Ganze mal an. Vielleicht müssen wir am Anfang mal erklären, was sind denn Zölle eigentlich? Und äh er hat’s immer so verkauft wie: Na ja, wir müssen unser Land davor schützen, dass Zufälle von anderen rein importiert wird. Wir wollen es in unserem eigenen Land, wollen wir die Produktion stärken, wir wollen mehr bei uns produzieren und weniger aus dem Ausland, und deswegen bestrafen wir diese Länder mit Zöllen. Aber das ist ehrlicherweise ökonomischer Unsinn, denn Zölle sind nichts anderes als Steuern. Sie werden ja nicht von dem Land bezahlt, aus dem Waren reinkommen, sondern im Wesentlichen muss die Firma, das Unternehmen, das Waren in die USA importiert, diese Zölle bezahlen. Das heißt, in erster Linie bezahlt es das Unternehmen, und dann indirekt natürlich der Verbraucher, der diese Waren von dem Unternehmen bekommt. Und deshalb sind Zölle nichts anderes als Steuern im Wesentlichen, die bei Unternehmen und Verbrauchern landen. Und das Thema ist auch: Diese Zölle wirken natürlich sofort in dem Moment, wo sie eingeführt werden, aber der Effekt, den Donald Trump sich erhofft, dass also die Produktion in die USA verlagert wird, mehr im eigenen Land produziert wird, das wird Monate und Jahre dauern, bis man das entsprechend einführen kann. Sprich, wir haben globale Lieferketten, die von heute auf morgen massiv gestört werden, weil bestimmte, z. B. Autoteile, die im Übrigen zu, oder Autos, die zu 75 % in Kanada montiert werden – da gehen Teile ja um die ganze Welt. Es kommen Teile aus China, es kommen Teile aus Europa, es kommen Teile aus Kanada, werden da zusammengebaut, werden wieder zurückgebracht, und jedes Mal, wenn diese Waren die Grenzen überschreiten, dann würden da Zölle fällig werden. Und das führt natürlich dazu, ähm dass das die Preise erstmal massiv nach oben bringt von Waren, die jetzt von diesen Zöllen betroffen sind. Und äh bis man da tatsächlich dann äh Fabriken in USA baut und dann da produziert oder die Lieferketten eben ändert, wird’s Monate und Jahre dauern. Und das ist der Grund, warum es in erster Linie mal negativ ist, äh und sein Ziel, was er sich da vorstellt, kurzfristig auf gar keinen Fall erreichen kann, vielleicht langfristig, aber das wird sich noch zeigen. äh Das heißt, in erster Linie der Soforteffekt, den Donald Trump jetzt hat, ist, dass US-Unternehmen erstmal weniger Marge haben, weil sie eben Zölle abgeben müssen an den Staat, und dass sofort die Preise für die Verbraucher steigen werden, und zwar auch für Energie, weil Kanada ja auch betroffen ist und die einer der Hauptlieferanten für raffinierbares Öl in den USA sind. Das heißt, die Inflation in den USA wird erstmal steigen, und weil die Unternehmen teilweise sehr sehr hohe Zusatzkosten durch diese Zölle haben, werden auch die Insolvenzen hochgehen, und natürlich auch die Arbeitslosigkeit wird in den USA hochgehen. JP Morgan schätzt, dass aufgrund dieser Zölle, wenn die so weitergetrieben werden, die Inflation auf ca. 5,5 % in den USA steigen kann und die Wirtschaft um ca. 1,5 % fallen kann. Und wir haben ja schon, wir wissen es vielleicht aus vorherigen Webinaren, vorher gesagt, dass es eine Rezession in den USA geben wird. Das hat die Zinsstrukturkurve schon angezeigt, einfach aufgrund der schnell gestiegenen Zinsen in der Vergangenheit. Und was Donald Trump jetzt macht, ist im Wesentlichen noch mal Öl ins Feuer gießen. Das heißt, er beschleunigt es, ist ein richtiger, ist nicht nur ein Katalysator für die Rezession, ist ein Turbolader für die Rezession in den USA. Und wenn man sich die Zölle mal genau anschaut, das sind ja auch ganz lustige Bilder im Internet dann rumgegangen: äh Trump erhebt Zölle auf für Inseln, auf der nur Pinguine leben. Na ja, da muss man sich da mal bisschen tiefer reingraben: Wie sind denn diese Zölle überhaupt berechnet worden? Und im Wesentlichen, spannend, ich habe mich da mal reingefuchst: Es passiert nicht auf Zollsätzen, die jetzt die anderen Länder verlangen, dass man dann reziprok die gleichen wieder zurück äh verlangt, sondern auf dem Verhältnis zwischen dem US-Handelsbilanzdefizit, das die USA mit diesem Land hat und dem Export dieses Landes in die USA. Und frei nach dem Motto: Wenn wir mehr von dir importieren als wir an dich exportieren, dann erheben wir darauf in dem Verhältnis die Zölle. Und da kommen natürlich dann äh ziemlich krumme Sachen raus, weil es hatte mit den Zollsätzen nichts zu tun. Z. B. wurden auch Länder wie Südkorea jetzt besteuert, die die eigentlich eine Freihandelsvereinbarung mit den USA haben, die praktisch keine Zölle gegen die USA erheben, aber jetzt selber 10 % Strafzoll erhalten. Und auch Israel, die vorher 0 % auf US-Waren hatten, jetzt aber selber 17 % bezahlen müssen. Und auch Japan mit 24 % und Vietnam mit 46 % werden also deutlich, deutlich höher ähm mit Zöllen belegt als eigentlich selber da irgendwas, was in der Richtung verlangt haben. Aber es sind wichtige Handelspartner, denn in Vietnam werden z. B. ein Großteil auch der Schuhe, der Sneakers gefertigt in den USA, und äh da gibt’s die, die Handelsverbände äh der, der ja der Schuhhersteller, die tatsächlich sagen: äh da muss man mit Preiserhöhungen von 40 bis 50 % auf Schuhe einfach in den USA rechnen. Es trifft also in erster Linie die Verbraucher, und ja, wenn es auch trifft, das sind die Pinguine. ähm Wie kommt es überhaupt, dass hier Inseln, auf der nur Pinguine leben, mit Zöllen belegt werden? Im Wesentlichen liegt’s daran, dass die Zölle nach Regionen bzw. diese Zollkürzel eingeführt worden sind, und diese Hardinseln haben das H und M, das für Australien zu, oder zu Australien gehört. Das heißt, es wurde einfach mal ganz pauschal mit der Gießkanne da Zölle verteilt, ohne da in die Tiefe reinzugucken. Und es zeugt auch ein bisschen die Idiotie, muss man einfach sagen, von der Art und Weise, wie die Zölle da erhoben sind. Das ist so die Holzhammermethode, sage ich mal, die Donald Trump hier global, muss man sagen, ähm rausholt. Und global ist auch das Risiko. ähm Da hat vor kurzem auch der Clemens Fuest, der Chef vom Institut, das wirklich auf dem Punkt gebracht, denn er hat gesagt: Die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft misst sich an ihrer Produktivität, also wie viel Waren und wie effizient sie Waren produziert, nicht am Außenhandelssalden. Die Produktivität wird sinken, weil die Zölle die internationale Arbeitsteilung beeinträchtigen. Ist ganz genau der Punkt: Das, das Missverständnis von Donald Trump zu Zöllen ist, dass er glaubt, er kann im Endeffekt seinen, sein Außenhandelsbilanzdefizit erhöhen, indem er einfach mehr Zölle einnimmt und weniger von außen importiert. Aber eigentlich müssten die Amerikaner einfach produktiver sein, mehr arbeiten und mehr sparen, also weniger aus dem Ausland kaufen, und dann würde äh das äh Handelsbilanzdefizit auch entsprechend sinken. Und so erreicht er im Wesentlichen genau das Gegenteil: Die Produktivität wird sinken, und zwar nicht nur in den USA, sondern eben global, weil wir eine extreme Verkettung von Lieferketten haben. Und ähm China bereitet sich schon drauf vor, denn die Zölle treffen nicht nur die USA. Also, wir müssen uns da global drauf einstellen. ähm Mittlerweile, so bei China, sind die Zölle durch Gegenzölle, die sofort zum Tragen gekommen sind, jetzt in den USA auf 104 % auf chinesische Waren gestiegen. Das bedeutet faktisch, dass das Ganze jetzt doppelt so viel kostet, wie es normalerweise ohne Zölle kosten würde. ähm Und das wird man jetzt extrem merken natürlich, weil ja auch Teile über die, über China drüber laufen. JP Morgan-Chef Jamie Dimon warnt vor einem ja Handelskrieg äh und globaler Rezession. Warum warnt er davor? Na ja, dadurch sind ja, wie gesagt, Produkte in allen Ländern betroffen. Das heißt, die Preise werden nicht nur in den USA steigen, sondern die werden global steigen, weil überall, da wo ich äh Druckpunkte in den Lieferketten drin habe von Ländern, die wiederum die Zölle hochgefahren haben, werde ich das merken. Und diese Gegenzölle sind ja auch Steuern in dem Land, dass diese Gegenzölle erhebt. Das heißt, auch China hat jetzt praktisch eine höhere Steuer für seine Unternehmen, für seine Bürger, dadurch, dass es die Zölle nach oben gefahren hat. Und genauso aber auch äh andere Länder, die jetzt Gegenzölle nach oben einführen. Das ist praktisch wie eine, wie eine ein Dominostein, ein globales System, was dann in alle Länder rausgeht. Das heißt, es droht tatsächlich eine globale Rezession und auch Inflation durch steigende Preise. Und genau dieses Szenario wird gerade an den Märkten gespielt, deswegen sehen wir so starke Markteinbrüche insgesamt. Und die Frage ist: Wird’s morgen weg sein? Nein, denke ich nicht. Gucken wir uns mal Donald Trump an, dann ist der im Wesentlichen äh auch Musk hat sich ja von ihm etwas entfernt, weil Musk natürlich durch seine Firmen auch betroffen ist von diesen Zöllen. Und äh wer ihn jetzt umgeht, sind im Wesentlichen die Hardliner zu dem Thema, äh die natürlich einen großen Einfluss auf Trump haben werden. Das heißt, ich gehe persönlich davon aus, dass der Schmerz hier erst noch größer wird, also, dass da noch nicht das Schlimmste hinter uns haben, äh und es erst noch weitergehen wird, bevor es da Einigungen mit den Ländern gibt. Im Wesentlichen ist es für ihn natürlich ein, ein Druckmittel, ein Erpressungsmittel, und er wird versuchen, da das Bestmögliche rauszuschlagen. Langfristig hat er die USA aber damit ins Abseits geschossen, weil sich natürlich andere jetzt gegen die USA verbünden, was wir jetzt bei den Brickstaaten vorher schon gesehen haben, dass man versucht, die USA auszuschließen von den Handelsketten. Das wird sich jetzt noch deutlich, deutlich beschleunigen.

Ja, und auch bei Gold und Silber hatte das Auswirkungen. Schaut man sich mal an, was da bei, beim Goldterminmarkt passiert ist. Also, wir hatten eine regelrechte Gold- und Silberwanderung von London, aber auch von anderen Ländern dieser Welt in die USA, denn in den USA gab es die große Angst, dass die Zölle auch auf Gold und Silber erhoben werden. Es kommt da vor allem aus äh Kanada, aber auch aus Südamerika, Mexiko kommen Gold und Silber äh in die USA, und da hat man vorsorglich, um genügend Vorräte ohne Steuern zu haben, sozusagen, hat man sich mit Gold und Silber hier eingedeckt. Und man sieht hier die Lagerbestände an der US-Terminmarkt, Comex, mit Gold, die sind explodiert. Hier wurde extrem viel Gold eingelagert, das aus dem Ausland gekommen ist, und es hat dann entsprechend zu einer Enge am Markt äh geführt. Die Leihkosten für Gold, damit man sich Gold am Markt leihen kann, sind explodiert. Man sieht es hier schön an dem Chart. Also, man hatte eine richtige Goldknappheit damit ausgelöst. Insgesamt sind rund 2000 Tonnen Gold innerhalb von kürzester Zeit, 2 Monaten, sind in die USA rüber verfrachtet worden. Aber auch bei Silber war das so. Auch sieht man hier die Einlagerungen von Silber an der Comex, ist auch ein riesen Bike. Das letzte Mal, dass es so groß war, war im Wesentlichen ähm zu Zeiten der ähm der des Lockdowns 2020, wo die Bestände stark gestiegen sind. Und im Wesentlichen äh waren es natürlich hier Arbitragehändler, weil das Gold war physisch in den USA knapp. Also, was hat man gemacht? Man hat auf Termin in London gekauft, hat sich es ausliefern lassen, in die USA verschifft. Es waren übrigens immer noch, gehen immer noch Flieger in die USA, wo kleine Paletten sind, die ähm die, sag mal, neutral verpackt sind. Ich habe mich da unterhalten mit dem Logistiker von uns, und äh also, er schätzt, dass das noch bis Ende April dauert, bis die letzte gekaufte Ware da tatsächlich alles in den USA drüben ist. Aber bezahlt ist es schon. Also, auf den Markt hat’s jetzt keinen Einfluss mehr, aber sieht man mal, wie krass diese Zölle auch am Gold- und Silbermarkt Einfluss hatten. Ja, wie haben sich Gold und Silber geschlagen jetzt in der aktuellen Marktkorrektur? Hier einfach mal seit Jahresanfang: ähm Gold ist immer noch mit 14,5 % im Plus, Silber noch mit knapp 2 %, hat aber auch hier stärker schon verloren, weil es natürlich ein Industriemetall ist – da komme ich später noch mal drauf –, aber deutlich besser gehalten natürlich als die Aktien, jetzt hier die US-amerikanischen Aktien im Speziellen. Das hat alle erwischt. Und muss ich schon die Frage stellen: Warum ist Gold eigentlich so wahnsinnig resilient? Also, in einem Markt, wo wirklich alles fällt, hat’s lediglich 4, 5 % verloren. Das ist eigentlich gar nichts, vor allem nicht nach der starken Steigerung der letzten Jahre. Und da sind wir genau jetzt beim eigentlichen Punkt, nämlich bei den Brickstaaten. Und gucken wir uns mal die Wertentwicklung von Gold an, noch mal seit Einführung des Euro im Jahr 2000. Dann sieht man, dass man das Gold rund 880 % zugelegt hat. Das ist eine Rendite von fast 9,5 %, und das Ganze ja sogar steuerfrei, weil – also für deutsche Privatanleger –, weil sie ja nach einem Jahr Haltedauer die Gewinne völlig steuerfrei vereinnahmen können. Das heißt, der Anleger hätte, wenn er eine verzinsliche, eine steuerpflichtige Anlage haben wollte, die Gold geschlagen hätte, dann hätte er sage und schreibe 12,6 % p.a. über 24 Jahre lang bekommen müssen. Kenne ich persönlich jetzt keine Anlage, die das geschafft hat. Aber trotz dieser starken, dieses starken Anstiegs, selbst in der jetzigen Korrektur nur um 4 % das Gold gefallen ist, das ist schon ein Zeichen von Stärke. So, und da kommen die Bricksländer ins Spiel, und die Frage ist: Welche Rolle spielen denn die Bricksländer eigentlich äh bei dem starken Anstieg des Goldpreises in den letzten Jahren und auch in Zukunft? Und es ist ja kein Geheimnis: Russland und China wollen die Entdollarisierung, wollen sich also abkoppeln von den USA oder vom US-Dollar, wollen also Handel untereinander in der eigenen Währung machen, nicht mehr in dem US-Dollar. Und man sieht ja jetzt mit den äh Zollthemen von Trump, dass das vielleicht auch eine gute Idee ist, da sich von USA bisschen zu entfernen. Und im Wesentlichen läuft da viel über die Notenbanken bei dem Thema Gold. Schaut man sich mal die Notenbankkäufe an, und die haben dann massiven Einfluss auf den Goldpreis. Dann sieht man hier: Rot sind Verkäufe von Notenbanken in den, in den 80er, 90er Jahren, und eben seit 2008 wird verstärkt Gold gekauft, und der Goldpreis geht im Wesentlichen auch da immer mit, denn die Menge, die die Notenbanken hier kaufen, ist extrem hoch. Also derzeit werden rund 30 % der globalen Förderung von Notenbanken aufgekauft, und das drückt natürlich den Goldpreis nach oben respektive verhindert, dass dieser eigentlich stark fallen kann. Und jetzt zoomen wir mal ein bisschen rein und gucken uns speziell mal die letzten drei Jahre an, dann sieht man, dass wir hier Rekordstände hatten: Jedes Jahr über 1000 Tonnen. 2022: 1136 Tonnen Gold, 2023: 1037 Tonnen und 1044 Tonnen dann letztes Jahr, äh im Wesentlichen. Und das bei, Achtung, steigenden Goldpreisen. Das heißt, der Goldpreis ist ja jedes Jahr hier deutlich gestiegen, immer höher. Das heißt, der Gegenwert von diesen über 1000 Tonnen ist jedes Jahr ein, hat jedes Jahr neues Allzeithoch gebildet von den Käufen. Und letztes Jahr war dementsprechend mit einem Gegenwert von fast 98 Milliarden US-Dollar der höchste Goldkauf in der Geschichte der Notenbanken. Und wenn man sich mal anguckt, warum das Ganze so ist oder auch ob das nur, ob das ein kurzfristiger Grund ist oder ob das ein langfristiger Grund ist, dann kommt man ganz klar wieder auf den US-Dollar zu sprechen und auf die Währungsreserven der Notenbanken. Denn man sieht hier wunderbar: äh das sind die globalen Währungsreserven der Notenbanken, einmal wie viel die in Gold halten, das ist die blaue Linie prozentual von den Währungsreserven rechts aufgetragen, und wie viel sie in US-Dollar-Staatsanleihen halten, das ist die weiße Linie, und es ist hier links aufgetragen. Und was man sieht, ist, dass äh nach der Stagflation der 80er und der Aufhebung der Goldbindung äh oder der, der Bindung von, vom Dollar an Gold wurde Gold abverkauft von den Notenbanken. Und seit der Finanzkrise stocken die höher Gold auf und gleichzeitig verkaufen sie aber US-Dollar. Das heißt, das ist ein globaler Trend der Notenbanken, dass man bei den Währungsreserven weg will vom US-Dollar und hin will zu Gold. Und dieser Trend ist noch ganz, ganz am Anfang. Werde ich auch gleich noch mal aufzeigen, wie viel Gold eigentlich gekauft werden müsste. Das heißt, es wird uns über viele, viele Jahre begleiten, denn wir sind immer noch erst bei etwa roundabout 20, 22 % der Währungsreserven in Gold. Und wir kommen ja von etwa 65 bis 70 % der Währungsreserven in Gold, ähm und einer der Hauptkäufer im, im Wesentlichen von den Brigländern ist China. Und China ist ja nicht nur der größte Goldkäufer, sondern auch der größte Produzent. Das heißt, China fördert 350 bis 370 Tonnen jährlich an Gold, aber kein Gramm verlässt das Land. Im Gegenteil, die kaufen auch noch massiv zu, und das ist auch ganz offiziell eine Kampfansage der Brickstaaten an Europa und die USA, eben hier sich vom Dollar zu lösen. Und gucken wir uns mal die Top 10 Goldkäufer in den letzten 13 Jahren zwischen 2010 und 2023 an, dann sind sieben dieser Gold, Top-Goldkäufer waren Brickstaaten oder Anwärter wie z. B. die Türkei. Die Türkei ist ja der einzige NATO-Staat, der auch eine Aufnahme in die Brickstaaten beantragt hat. Und seit 2010 haben diese Brickstaaten über 3200 Tonnen Gold gekauft. Das ist praktisch eine gesamte Jahresproduktion. Und bei China geht man, wie gesagt, von einer deutlich größeren Dunkelziffer aus, weil immer nicht alles gemeldet wird. Und gleichzeitig ist hier natürlich auch der größte Goldförderer. Wir sehen hier mal die zehn größten Goldförderer weltweit, da ist China auf Platz 1 mit etwa 370 Tonnen, das ist jetzt Stand 2024, ähm Russland mit 300 bis 350 Tonnen, das wechselt sich mit Australien immer bisschen Platz 1 und 2 ab, und Südafrika dann noch mit 100 Tonnen. Alles Brickstaaten. Und wie gesagt, von China und Russland verlässt praktisch kein Gold das Land, plus die kaufen noch weiter zu. Ja, jetzt ist die Frage: Warum die Entdollarisierung? Haben wir schon genannt: Also, weg vom US-Dollar im Wesentlichen. Und das haben sie auch schon ganz gut geschafft. Seit 2008, seit der Finanzkrise, haben die Brickstaaten ihren Anteil an den weltweiten Goldbeständen von 5 auf 22 % erhöht. Das heißt, diese Goldkäufe, die wir bei den Notenbanken gesehen haben, waren im Wesentlichen die Brickstaaten und nicht die westliche Welt. Man sieht es hier auch noch mal schön links: ähm der Anteil an den Währungsreserven der Brickstaaten insgesamt, die halten etwa 42 % der globalen Währungsreserven, und rechts der Anteil der Brickstaaten an den globalen Goldreserven, und da sind sie von 5, wie gesagt, auf 22 % gestiegen. Jetzt gucken wir uns mal die Währungsreserven an, dann haben die da noch relativ viel, was eben nicht in Gold ist. Und der zweite Grund, warum die, die Brickstaaten in Gold investieren, ist im Wesentlichen auch das Thema Sanktionen. Denn die USA nutzen ja den US-Dollar sozusagen als Waffe. Also, wer nicht das tut, was die USA will, der dessen Zugriff auf US-Dollar, aufs US-Dollar-System wird eingeschränkt. So passiert es auch natürlich Russland beim Einmarsch in die Ukraine. Und vor diesen Sanktionen wollen sich die äh Brickstaaten im Endeffekt bewahren. Also, äh die, es wurden ca., der russische Vermögenswerte in Höhe von 640 Milliarden Dollar durch die USA eingefroren, und im Nachgang dazu haben viele Schwellenländer angefangen, auch ihre Goldreserven aus dem Ausland zurück in die Heimat zu holen, um hier Sicherheit zu haben. Und etwa 60 % der befragten Zentralbanken äh haben angegeben, dass sie Gold als attraktiver sehen, äh insbesondere wegen der eingefrorenen russischen Vermögenswerte. Und natürlich sind es viele, viele äh Länder, die ja den USA, den USA jetzt nicht nahestehen. Natürlich gucken wir uns das mal an: Welche Länder wurden oder sind aktuell sanktioniert? äh Das ist eine, alles was hier rot ist, ist sanktioniert. Da sehen Sie eine ziemlich große Fläche, sind also äh über 120 Länder. äh Und wenn man die rechte Grafik anschaut, das ist die Entwicklung der Anzahl der Sanktionen, dann sieht man, dass das eben mit der Finanzkrise ab 2008 um etwa 87 % die Anzahl der Länder, die sanktioniert sind, noch mal zugenommen hat. Und das pusht natürlich diesen Trend raus aus dem Dollar als Währungsreserve rein in Gold. Und der dritte wesentliche Grund ist natürlich die Absicherung gegen Währungsreserven, Währungsrisiken. Denn die USA sind mittlerweile mit 122 % zum BIP verschuldet, zahlen über 1,1 Billionen US-Dollar jährlich Zinsen für ihre Schulden ohne Rückzahlung. Und äh die Prognose geht eher weiter ins Negative. Das bedeutet ähm man will im Wesentlichen weg vom US-Dollar, denn wenn man sich anschaut, wie die anderen Währungen sich gegenüber Gold in den letzten 24 Jahren entwickelt haben, dann weiß man, dass Gold einfach ein guter Store of Value ist, wie so schön heißt. Das heißt, die Brickstaaten werden jetzt nicht Gold oder eine goldgedeckte Währung erstmal nehmen, um untereinander Zahlungen anzunehmen, aber sie werden Gold als Store of Value nutzen und ihre, ihre Währungsreserven da drin parken. Und das ist ein Garant dafür, dass es die nächsten Jahre noch sehr, sehr viel Gold in diese Brickstaaten fließen wird. Und wenn man sich mal die Menge anschaut, die voraussichtlich noch gekauft wird, dann habe ich eine ganz, ganz spannende Grafik für Sie. Und zwar: Das hier sind die Top 10 Halter von Gold, und dann sieht man hier: Die USA halten 8100 Tonnen Gold offiziell. Musk und Trump wollten es ja noch mal nachprüfen. Deutschland 3350 Tonnen, davon haben wir ein Drittel im Land, ein Drittel ist in London, ein Drittel ist in New York. IWF ist kein Land. Italien 2400 Tonnen, Frankreich 2400, und dann kommen schon auf Platz, muss ich rechnen, 1, 2, 3, 4, 5, Russland und auf Platz 6 China. So könnte man sagen: Okay, die haben schon relativ viel Gold. Aber spannend wird’s, wenn man guckt: Wie viel Prozent sind denn diese Goldbestände an den Währungsreserven? Und da ist in USA 75 % der Währungsreserven in Gold, in Deutschland auch, in Italien 70, Frankreich 72. Bei den Brickstaaten ist es aber deutlich weniger. Russland hat nur 32 % seine Währungsreserven in Gold, Indien 11,4 und China, Achtung, nur 5,5 %. Das heißt, selbst wenn China seine Goldbestände verzehnfachen würde, hätten die immer noch weniger prozentual ihre Währungsreserven in Gold als das z. B. Deutschland oder die USA haben werden. Und wie viel sie genau kaufen müssen, das sehen Sie jetzt. Was hier sehen sind die Währungsreserven der Brickstaaten. Hier unten sehen Sie im Wesentlichen äh Russland, dann Indien, Brasilien und Südafrika. Und das hier ist China. China hält 3,3 Billionen US-Dollar an Währungsreserven. Ist klar: China war in den letzten 25 Jahren die Werkbank der Welt, hat alles mögliche produziert: Handys, kleine Teile, alles, was Sie auf dem Tisch haben können. Und dafür haben sie im Wesentlichen Dollar oder Euro bekommen und haben sie geparkt, so. Das heißt, die sitzen auf riesigen Währungsreserven. Und wenn die jetzt natürlich 70 % dieser Währungsreserven versuchen würden in Gold reinzupacken, müssten sie 29.000 Tonnen Gold kaufen. Es ist nicht da, das ist klar. Also, es waren pro Jahr 3300 bis 3500 Tonnen gefördert. Es entspricht also rund 9 Jahren Weltproduktion, ohne dass irgendjemand anders was bekommt. Achtung, bei Preisen von 10.000 $ die Unze. Würde jetzt aber der Goldpreis nun mal beispielhaft auf 10.000 $ steigen, dann müssten nur noch 10.000 Tonnen Gold kaufen. Und würde der Goldpreis auf 30.000 $, 30.000 $ die Unze steigen, dann müssten sie nur noch rund 3000 Tonnen kaufen. Und das ist dann schon deutlich, deutlich realistische Aussicht von mehreren Jahren verteilt. Und das ist der Grund, warum Gold eigentlich gar nicht mehr stark in den nächsten Jahren unter sein Allzeithoch fallen wird, vielleicht mal 10, 15 %, aber dann werden sofort wieder die Chinesen und die anderen Brickstaaten im Wesentlichen nachkaufen. Es wird auch ein Garant dafür sein, dass die Nachfrage nach Gold in den nächsten Jahren massiv hoch sein wird. Und Goldman Sachs sieht es auch. Die geben da zwar keine Prognosen ab von 10.000 oder 30.000, 10.000, aber die sagen, dass sie schätzen, dass etwa 100.000 Tonnen physische Nachfrage den Goldpreis um mindestens 2,4 % anhebt. Jetzt können wir ganz glatt, platt rechnen: äh die 100.000, die 129.000 Tonnen, dann geteilt durch 100 x den 2,4. Aber das wäre ein bisschen sehr, sehr einfach, weil wir…

Haben ja auch noch andere Faktoren mit am Markt. Aber lange Rede, kurz gesagt: Es wird auf jeden Fall den Goldpreis oben halten und ist natürlich ein Garant dafür, ähm dass wir da keine starken Korrekturen erleben. Und wenn doch, dann sind die immer nur sehr, sehr kurz, also wie z.B. im Lockdown 2020. Da ist der Goldpreis auch mal ganz kurz stark abgesagt, einfach aus Enthebelungsgründen. Das heißt, wenn der Markt alles fällt, dann brauche ich Liquidität, dann verkaufe ich das, was am besten gelaufen ist. Was ist es im Zweifelsfall? Gold. Und danach, wenn die Enthebelung stattgefunden hat, dann geht's wieder sehr, sehr schnell nach oben. Und so wird's auch in den nächsten Jahren sein. Und aktuell mit den -4, -5 % im Goldpreis, das ist ja, war ja eigentlich gar nichts, wenn man sich mal die Panik am Markt anschaut, das zu Gold.

Und jetzt kommen wir zum kleinen Bruder Silber, und ich möchte fast sagen, dem fast noch spannenderen, dem fast noch spannenderen Thema. Denn Silber ist ja ein Industrierohstoff, also hat, ist ein hervorragender thermischer Leiter, hat eine, eine der besten elektrischen Leitfähigkeiten überhaupt, wird also in der Industrie stark verwendet: In der Elektrotechnik, Autos, Flugzeuge, Handys, Laptops, fast überall drin, Elektroautos ganz, ganz viel, aber natürlich auch in der Photovoltaik und in der Medizintechnik. Und gerade Photovoltaik äh ist natürlich ein Thema, denn in China und Indien wird sehr, sehr viel äh Solarzellen hergestellt. Und China-Silberimporte sind jetzt zuletzt auf – Achtung – über 9000 Tonnen pro Jahr angestiegen. Und das ist äh unfassbar groß, wenn man denkt, dass China auch einer der größten Silberproduzenten ist, also selber sehr viel Silber produziert, ich glaube 2200 Tonnen im Jahr – wir sehen es nachher noch mal. Und äh wenn man sich aber mal anguckt, was die für einen Verbrauch auch in Zukunft haben werden – hier in dem Artikel steht es auch: Es wurde ein Galvanik-Industriepark eröffnet. Alleine dieser Galvanik-Industriepark hat einen jährlichen Silberbedarf von 2000 Tonnen. Also kann man sich vorstellen, was da in der Zukunft vielleicht noch alles passiert.

So, wie sieht's bei Indien aus? Indien hat letztes Jahr den Vogel abgeschossen, weil die haben eine Steigerung von fast 700 % der Silberimporte. Ähm, also konkret: 2024 hat Indien äh rund 7669 Tonnen Silber importiert, nach 3000 Tonnen im Vorjahr. Und auf äh 12-Monatsicht hat sich das Ganze sogar verachtfacht, also über den Jahreswechsel 22/23, 23/24 dann reinwärts. Und mit äh 7669 Tonnen, das ist fast ein Drittel des globalen Silberangebots – das sehen wir dann gleich noch mal. Also China und Indien haben da einen riesengroßen Hunger danach. Aber mittlerweile startet hier auch ähm Russland – kommen wir gleich noch mal dazu. Hier sieht man noch mal, wie sich die Silberimporte entwickelt haben in, in Indien. Also hier gab's einen Spike 2010 und 11, das lag im Wesentlichen an dem starken Bullenmarkt von Silber, weil Silber so stark gestiegen ist. Aber jetzt hat hier auch zuletzt dieses Spike auf neues Allzeit-Hoch. So, kommen wir mal zum dritten Bricks-Start, zu Russland. Äh, auch Russland plant jetzt Silber für strategische Reserven zu kaufen, also nicht als Währungsreserve, sondern eben damit die Industrie mit Silber versorgt werden kann bei einer Knappheit. Stellt dafür etwa 51,5 Milliarden Rubel, also eine halbe Milliarde Dollar, zur Verfügung. Und es entspricht in etwa 530 Tonnen Silber jährlich. Das Silberinstitut hat prognostiziert, dass durch die steigende Silbernachfrage der Silberpreis binnen 24 Monaten um mindestens 50 % steigen könnte. Ist aber schon bisschen her, die Prognose. Ähm, ich glaube, dass es noch deutlich, deutlich höher geht. Denn gucken wir uns mal an, wer die größten Silberimporteure eigentlich sind, wie viel Nachfrage die jetzt mittlerweile haben und wie viel Angebot überhaupt am Markt ist, dann entsteht da gerade ein riesiges Delta. Gucken wir uns das mal all detail ein bisschen genauer an.

USA ist der größte Silberimporteur, braucht, oder war bisher, muss man sagen, der größte Silberimporteur. Das sind ja jetzt Zahlen aus 2023. Äh, USA hat bisher 4266 Tonnen Silber importiert. UK 2349 Tonnen Silber. Indien hatte früher 1786 Tonnen importiert 2023 und neu 7669 Tonnen. Kanada 133 Tonnen. Japan 1100 Tonnen. China vorher 850 Tonnen, neu 9000 Tonnen. Und Russland noch mit 35 Tonnen Silber. Und dann kommen wir auf insgesamt 26240 Tonnen, die aktuell von diesen sieben Ländern nachgefragt werden. Das heißt, es fehlen noch 188 Länder einschließlich Deutschland, die da noch nicht mit drin sind in der Rechnung. So, jetzt gucken wir mal, wie viel Angebot gibt's überhaupt am Markt. Und da sehen wir: Hier 2023 wurden 25500 Tonnen weltweit gefördert. Und wer jetzt hier so ein kleines Delta feststellt, der hat da Recht. Jetzt kommt aber noch erschwerend hinzu, dass bei diesen 25500 Tonnen ja auch Förderungen von Russland, China und Indien selbst drin sind. Und die große Frage ist ja: Wenn die hier importieren, geben die dann überhaupt was am Markt ab, oder muss ich das hier abziehen? Dann wäre das Delta nämlich noch deutlich größer. Lass ich aber jetzt mal dahingestellt, nur um mal aufzuzeigen, wie knapp das Thema Silber in den nächsten Jahren wird. Und es ist ja auch schon sehr, sehr knapp.

Dann gucken wir uns mal diese Bilanz historisch, Angebot und Nachfrage, an. Dann sieht man im Wesentlichen: Also der blaue Balken nach oben bedeutet, wir haben einen Überschuss an Silber, und ein grauer Balken nach unten heißt, wir haben ein physisches Defizit, also mehr Nachfrage als Angebot. Und wir sind jetzt seit 2021, also seit Öffnung im Lockdown, sind wir im physischen Defizit: 21, 22, 23, 24. Und wir werden jetzt 2025 wahrscheinlich ins größte Defizit ever reinlaufen. Das wollen wir im Laufe des Jahres dann noch sehen. Könnte aber auch beeinflusst werden durch die Rezession natürlich. Und im Wesentlichen sieht man hier, was ist der Treiber? Photovoltaik ist hier der, der am meisten Silbernachfrage generiert, plus äh physisches Silberinvestment, was noch relativ klein ist. Das heißt, wenn hier natürlich noch Investoren aufspringen, dann wird sich das noch mal nach oben verändern. Aber das heißt, wir sind im physischen Defizit. Jetzt ist die große Frage: Warum ist Silber noch nicht längst durch die Decke gestiegen? Relativ einfach: Weil wir durch Lagerbestände haben, Warenbestände, aus denen wir erstmal die Ware abziehen können, bevor es dann wirklich zu einer physischen Knappheit kommt. Und wer hat die größten Lager- und Warenbestände? Im Wesentlichen die Terminmarktbörsen. Und man sieht hier mal die Silberlagerbestände an der Comex, und die sind jetzt nicht nur durch Donald Trump – das war das, was man hier sieht – sondern und die Zölle, sondern auch schon in den letzten Jahren massiv abgebaut worden und immer weiter im Wesentlichen gesunken. Das heißt, die Lager leeren sich da langsam, und es kann auch gerade auf null gehen, weil es gibt ja auch registrierte Bestände, das heißt, die sind persönlich zugeordnet, die darf man gar nicht für die Auslieferung von Terminkontrakten verwenden. Und diese Grenze ist bei etwa 600 Millionen Unzen, müsste die sein, also etwa hier unten ist die Grenze. Das heißt, wenn das hier, hier aufschlägt, dann hätten wir nichts mehr zum Ausliefern, dann müsste man da von den, ja, im Wesentlichen von den Minen, weiter nachliefern. Und da schaut's ja momentan relativ schlecht aus. Genau. Also deshalb gehen auch Branchenexperten, z.B. auch der Ubel von der Bayern LB, äh wirklich von einer beginnenden Knappheit von Silber als industrielles Weißmetall aus. So, und Silber, da gibt's ja dieses Gold-Silber-Ratio, was ist momentan günstiger, also das heißt, wie viel Unzen Silber bekomme ich für eine Unze Gold? Und dieses Gold-Silber-Ratio hat jetzt zuletzt – das sieht man hier – einen Spike nach oben gemacht. Das heißt, es ist über 100. Wir haben jetzt ein Gold-Silber-Ratio von über 100, und es gab's in der Historie eigentlich nur zweimal, und zwar einmal heute und einmal beim, einmal nicht, Entschuldigung, noch mal: 1991 gab's es auch noch kurz vor der Rezession, äh und jetzt noch mal im Lockdown 2020. Da ging es auf über 120 kurz mal hoch, um dann wieder abzufallen. Und um es einzuordnen: Ein hohes Gold-Silber-Ratio heißt, Silber ist extrem günstig. Es gibt insgesamt zwei Botschaften, die in diesem spikenden Gold-Silber-Ratio drin stecken. Und das eine ist ein negatives, nämlich ein Risk-off-Signal. Wenn Silber so stark fällt zu Gold und damit das Gold-Silber-Ratio steigt, das heißt, dass Silber stärker gefallen ist als Gold. Wenn es nach oben geht, dann ist es immer ein Signal: Achtung, Rezession voraus, Industrie-Nachfrage fällt. Das haben wir hier, wie gesagt, gesehen 2020 im Lockdown, haben wir auch 91 gesehen, kurz vor der Rezession, erstmal ein Risk-off-Signal. Aber gleichzeitig ist es auch eine historische Kaufschance, denn das waren immer die besten Kaufzeitpunkte für Silber, weil man Silber da relativ zu Gold sehr, sehr günstig bekommen hat. Also wer z.B. hier gekauft hat, der hat Silber für 14, 15 $ die Unze gekauft und konnte dann eben später irgendwo in dem, in dem Dreh um, um 25 oder 26 $, oder jetzt zuletzt, wer wollte, zu 34 $ die Unze wieder verkaufen, in einer relativ kurzen Zeit, in vier Jahren kann man sagen. Und auch jetzt ist es ein Kaufsignal. Aber Achtung, das kann noch höher gehen. Wenn diese Rezession, wenn diese Zölle so bleiben, wenn die globale Rezession kommt, dann kann es auch wieder auf 1 zu 120 hochgehen. Unabhängig davon, es wird nur sehr, sehr kurz bleiben, weil hier natürlich Gegenmaßnahmen kommen, ob es, ob die Zölle dann abgeschafft werden, ob es Zinssenkungen oder Notzinssenkungen doch die Notenbank gibt, in jedem Fall äh wird der Silberpreis wieder steigen. Und wenn es dann durch die steigende Inflation ist, aber sehr kurzfristig kann es hier mal in dem Bereich natürlich auch Übertreibungen geben. Wohin kann der Silberpreis steigen, wenn es dann wieder nach oben geht? Na, im Wesentlichen würde ich erstmal kurzfristig sagen, dürften wir, je nachdem wie heftig die Rezession ausfällt, irgendwo zwischen 26 und 30 $ die Unze landen. Das sind absolute Kaufgelegenheiten. Äh, ich rechne später damit, dass entweder Zinssenkungen kommen, Ende des Zollkriegs, oder die steigende Inflation den Silberpreis bis zum Jahresende wieder auf neue Hochs bringen werden, also über diese 35 $ die Unze. Dann relativ schnell nächstes Jahr auch auf 50 $ die Unze, bisheriges Allzeit-Hoch, ist und auf Sicht der nächsten drei Jahre rechne ich auf jeden Fall mit dreistelligen Silberpreisen. A, weil Gold weiter steigen wird und weil das Gold-Silber-Ratio fallen wird, das heißt, Silber wird Gold outperformen, wird besser laufen als Gold. Und dann landen wir auf jeden Fall im dreistelligen Bereich. Ja, das war's eigentlich schon von meiner Sicht. Ich hoffe, ich konnte einen bisschen guten Überblick und Einblick geben äh in die Lage bei Gold und Silber und vielleicht auch in die Lage der Weltwirtschaft. Dann von meiner Seite vielen, vielen Dank, dass ihr dabei wart. Ich habe mich riesig gefreut und bis bald. [Musik]