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Wie lernt man heutzutage einen Mann kennen? Bitte erklärt es mir, weil online ist nichts für mich, aber im echten Leben geht ja auch nichts. Das Leben als Single ist echt nicht einfach. Wenn du heutzutage datest, musst du auf so viele Dinge achten. Das ist unglaublich. Ich muss ehrlich sagen, Dating ist so das Schlimmste, was mir passieren konnte, in letzten Jahr und in diesem Jahr.
Ich glaube, wenn du in der richtigen Beziehung bist, dann denkst du dir so: „jemand Neues kennenlernen irgendwann mal.“ Nee, auf gar keinen Fall. So ein schönes Leben ist heutzutage etwas ganz schiefgelaaufen. In Deutschland sind nur 50% der Erwachsenen verheiratet. Ein großer Unterschied zu vor 30 Jahren, wo es 60% waren. Ich weiß, nur 10% klingt nach nicht so viel, aber diese 10% stellen einen Unterschied von ca. 5 Billionen Menschen dar. Das ist sehr groß. Außerdem hören wir es ständig: Frauen wollen und brauchen keine Männer mehr. Männer haben einen Sat an Frauen. Jedoch zeigen Studien, dass sowohl Männer als auch Frauen sich einsamer fühlen als je zuvor. Die Dinge waren schon immer schwierig, einen Menschen fürs Leben zu finden. Bei Millionen von Menschen, die auf der Erde leben, ist das keine einfache Aufgabe. Aber wenn wir die Zahlen anschauen, können wir nicht leugnen, dass es heute, ob jung oder alt, schwieriger ist als früher. Also, was ist in den letzten 30 Jahren passiert? Ist Online-Dating allein schuld? Welche anderen Faktoren spielen eine Rolle? Das deckt das heutige Video auf.
Hallo, mein Name ist Ren Meer und ich interessiere mich stark für Themen wie Kultur, Gesellschaft und besonders die immer komplizierte Lage der Beziehungen zwischen Frauen und Männern. Wenn das nach etwas klingt, wofür du auch begeistert bist, dann vergiss nicht, meinen Kanal zu abonnieren. Es gibt kleine Kanäle wie meinen enorm. So, hier sind meine sieben Gründe, warum es heutzutage so schlimm ist zu daten. Natürlich gibt es mehr, aber das hier sind diejenigen, die ich als Hauptgründe betrachte, ohne eine bestimmte Reihenfolge. So, Nummer 1, die Digitalisierung des Datings, aka Online-Dating.
Seit den 1990ern gehen immer mehr Leute online in der Hoffnung, einen Partner fürs Leben zu finden, und viele haben das auch geschafft. Aber wie jede Technologie bergen Dating-Apps bestimmte Risiken. Dating-Apps wie Tinder stellen ein sehr unrealistisches Bild der Dating-Welt dar. Der Anteil von Männern liegt hier bei ca. 62%. Nur 28% sind Frauen. Das Gemisch mit Hypergamie ist ein Rezept für Disaster. Falls du unter einem Stein lebst: Hypergamie bezeichnet das Heiraten oder eingehen einer Beziehung mit einem Partner, der einen höheren sozialen oder finanziellen Status hat. Wir wissen es bereits: Die große Mehrheit der Frauen will nur Männer daten, die genauso attraktiv aussehen wie sie oder attraktiver und auch genauso viel oder mehr Geld verdienen als sie. Was bedeutet das? Das bedeutet, dass selbst die 10% der Männer, also diejenigen, die Frauen am attraktivsten finden, die große Mehrheit der Likes oder Matches, also interessierten Frauen, bekommen. Täglich stehen diesen Männern neue Frauen zur Auswahl, aber die meisten Männer, die man als durchschnittlich beschreiben kann, bekommen viel weniger, manchmal sogar keinen. Falls ihr Interesse habt, verlinke ich euch das Video unten. Das passt sehr gut erklärt. Einerseits macht das alles eine Situation aus, in der viele Frauen um die Aufmerksamkeit einer sehr kleinen Gruppe von Männern kämpfen. Männer, die eine große Auswahl an Frauen haben. Das verursacht Frustration und Enttäuschung bei vielen Frauen. Andererseits schlägt das Selbstwertgefühl der anderen 90% dieser Männer stark nieder. Sie fühlen sich dann auch frustriert und enttäuscht. Leider geht es in Online-Dating, besonders bei Dating-Apps, nach dem Motto „Winner takes it all“. Berücksichtigt werden sollte auch, dass durch diese Apps wir den falschen Eindruck bekommen, dass wir heute eine riesige Auswahl an potenziellen Partnern haben. Früher hat man einfach jemanden aus dem Freundeskreis oder dem eigenen kleinen Dorf gewählt, aber durch Dating-Apps entsteht das Gefühl, dass da draußen immer jemand Besseres auf einen wartet. Die Folge: Viele Menschen sind nie wirklich zufrieden mit ihrer Wahl und hoffen beim nächsten Versuch endlich jemanden zu finden, der noch besser ist.
Nummer 2: Viele Frauen haben eine sehr unrealistische Einschätzung ihrer eigenen Attraktivität. Dank Instagram, Tinder und Co. denken viele Frauen, dass sie viel attraktiver sind, als sie eigentlich sind. Heutzutage können wir Frauen viel leichter gut auf Fotos aussehen. Make-up, enge Kleidung, kosmetische Behandlungen, Filter, you name it. Es ist leicht, vor der Kamera hübsch und vor allem sexy auszusehen. Und wenn Frauen diese Fotos auf Instagram, Facebook, Tinder und so weiter posten, bekommen sie natürlich viel Aufmerksamkeit von vielen Männern. Was kann ich sagen? Sex sells. Außerdem hören wir vom Feminismus und der Body-Positivity-Bewegung, dass wir Frauen egal wie wir aussehen perfekt sind, nur weil wir halt Frauen sind. Diese unrealistische Wahrnehmung der eigenen Schönheit führt dazu, dass viele Frauen denken, sie verdienen einen Mann, der deutlich attraktiver ist als sie. Sie schließen dabei viele gute Männer aus, die vielleicht nicht so groß oder nicht so attraktiv sind. Es ist so traurig, aber so ist es.
Nummer 3: Too many first dates oder für immer in der Kennenlernphase. Viele Leute, nicht nur Frauen, haben sehr hohe Erwartungen an ein erstes Date. Viele suchen beim ersten Kennenlernen nach Red Flags oder fokussieren sich aufs Negative. Auch zu viele schauen nach der Chemie oder wollen sofort Schmetterlinge im Bauch spüren. Wenn das nicht passiert, gehen sie selten auf ein zweites oder drittes Date. Ein Date, ein paar Stunden, ist nicht lang genug, um die Persönlichkeit eines Menschen einzuschätzen. Deshalb sollten Leute nicht so schnell jemanden ausschließen. Ich sage nicht, dass man jemandem weiter daten sollte, wenn das erste Date wirklich schlecht war oder die Person einem gar nicht gefällt. Aber wenn das Date in Ordnung war, wenn er oder sie ganz okay ist und vielleicht nur so 70% anziehend, gibt ihr Zeit, diese Person besser kennenzulernen. Viele Menschen brauchen etwas Zeit, um sich richtig zu zeigen, und behaltet im Kopf: Du bist auch nicht perfekt.
Nummer 4: Mangel an Orten, an denen sich Männer und Frauen ungezwungen begegnen können. Früher gab es viel mehr Orte, an denen wir regelmäßig Kontakt mit denselben Menschen hatten, nicht nur Schule oder Arbeit. Die Leute sind in die Kirche, Gemeinde oder ins Nachbarschaftszentrum gegangen und dort haben sie Zeit miteinander verbracht ohne viel Druck. All diese Gelegenheiten haben den Druck des Datings reduziert. Besonders schüchterne Menschen hatten so eine Chance, jemanden kennenzulernen. Es gibt so viele Menschen, die vielleicht nicht so attraktiv im konventionellen Sinn sind, aber sie sind lustig, intelligent und charmant und werden tolle Partner. Solche Menschen hatten früher bessere Chancen, wenn man sich noch organisch getroffen hat. Ein paar Bilder und ein paar Zeilen auf einem Dating-Profil können niemals das komplette Erscheinungsbild eines Menschen darstellen. Ich weiß, viele Menschen lernen ihre große Liebe immer noch über Freunde in der Schule oder auf der Arbeit kennen. Aber viele haben dieses Glück nicht, und viele von uns arbeiten inzwischen im Homeoffice ganz bequem. Allgemein leben wir viel isolierter, obwohl die Mehrheit von uns in Großstädten lebt. Das hilft der Partnersuche auch nicht.
Nummer 5: Moderner Feminismus und die MeToo-Bewegung. Okay, dieser Punkt allein ist ein ganzes Video, wenn nicht sogar eine Reihe von Videos, aber hier nur kurz ein paar Gedanken. Feminismus bringt Frauen allgemein bei, dass wir männliche Eigenschaften entwickeln sollen: Stark, unabhängig, durchsetzungsfähig, wettbewerbsorientiert. Andererseits sagen Frauen, dass Männer weiblicher sein sollen: Offen mit Emotionen, sensibel, einfühlsam, aufmerksam und am besten sollten sie auch Gedanken lesen. Aber Männer mögen keine männlichen Frauen und Frauen mögen in Wirklichkeit keine weiblichen Männer. Außerdem sagt die große Mehrheit der Frauen, dass sie angesprochen werden wollen. Aber wenn es ein Mann mag, der nicht so attraktiv ist, ist er gleich grob. Viele Männer haben inzwischen Angst vor solchen „verrückten“ Frauen, die alles aufnehmen und im Internet verbreiten. Sie haben Angst, verspottet zu werden, nur weil sie gewagt haben, eine Frau anzusprechen. Hier gibt es noch viel mehr zu sagen. Ich werde dazu sicher ein eigenes Video machen. Also abonniere, um es nicht zu verpassen.
Nummer 6: Leute daten ohne Ziel. Heutzutage haben besonders junge Leute kein klares Ziel, wenn es um Dating geht. Natürlich, die Mehrheit von uns will lieben und geliebt werden, aber um Zeit und Nerven zu sparen, glaube ich, dass man klar wissen sollte, was man eigentlich sucht. Bin ich emotional bereit für eine Beziehung? Suche ich meinen zukünftigen Ehemann oder meine zukünftige Ehefrau? Will ich eine Familie? Will ich nur Spaß haben? Will ich etwas Festes, aber keine Ehe? All das sollte man für sich selbst klar haben. Wenn man mit einem bestimmten Ziel datet, z.B. Heiraten, ist es viel einfacher und schneller herauszufinden, ob diese Person überhaupt zu dir passt. Wenn du heiraten willst und der andere sagt: „weiß ich nicht“ oder „eher nicht“, dann verschwende keine Zeit. Ich finde auch, dass man ehrlich sein sollte, was man vom Leben will. Ich sage nicht, dass du beim dritten Date fragen musst, ob er oder sie heiraten will, aber vielleicht beim fünften oder sechsten Date. Es ist besser, diese Dinge frühzeitig zu klären, bevor Gefühle zu stark werden.
Und Nummer 7: Leute geben sich nicht genug Mühe. Allgemein lieben wir es, uns zu beschweren. Ich weiß, heutzutage ist Dating nicht leicht. Ich selbst bin froh, seit 10 Jahren vom Dating-Markt weg zu sein, aber ich sehe, wie viele Leute sich beschweren und es sich nicht richtig bemühen. Es gibt keine „guten Männer“ oder „alle Frauen sind verrückt“. Das stimmt nicht. Ich habe einmal jemanden sagen hören: „Den gleichen Aufwand, den man in die Jobsuche steckt, sollte man auch in die Partnersuche stecken.“ Und ich stimme zu 100%. Manche haben Glück, manche sind sehr hässlich, aber die meisten von uns sind einfach durchschnittliche Frauen und Männer. Und um die besten Chancen zu haben, einen Partner zu finden, sollten wir hart an uns selbst arbeiten. Sehe ich gut aus? Bin ich fit? Bin ich gut im Gespräch? Sind meine Klamotten in Ordnung? Habe ich eine gute Persönlichkeit? Bin ich angenehm und höflich? Männer müssen nicht reich sein, aber sie sollten sich fragen: Habe ich einen stabilen Job? Habe ich einen Plan? Und liebe Frauen, seid ihr ordentlich, weiblich? Habt ihr realistische Erwartungen? Seid ihr offen, statt oberflächlich? Ich höre oft, dass Leute keine guten Männer oder Frauen finden, aber vielleicht habt ihr einfach noch nicht am richtigen Ort gesucht. Stadt oder sogar Land machen einen Unterschied. Ich sage nur: Wenn man ehrlich mit sich selbst ist, gibt es immer etwas, das man verbessern kann, um bessere Ergebnisse zu erzielen.
Jetzt würde mich interessieren, wie seht ihr die aktuelle Dating-Situation? Welche anderen Faktoren, die ich hier nicht erwähnt habe, tragen eurer Meinung nach zur heutigen Lage bei? Schreibt es mir gerne unten in den Kommentaren. Und wenn du Lust auf mehr Content hast, dann schau dir dieses Video hier an. Darin analysiere ich die Situation von Single-Frauen über 30. Danke fürs Zuschauen und bis zum nächsten Mal. Tschüss.