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Leute, dieses Supplement erhöht die Sterblichkeit um bis zu 20%. Ja, es ist wirklich ein ernstes Thema. Ja, es gibt ein bestimmtes einzelnes Supplement, was ich wirklich keinem empfehlen kann. Ja, und zwar ganz ganz wichtig. Warum? Weil es leider sehr sehr häufig konsumiert wird, einfach noch.
Ja, ich mache noch mal ungern diese Videos, ja, indem ich bestimmte Menschen irgendein bestimmtes Stoff quasi von abrate oder dementsprechend ihn das wegnehme, halt oder schlecht rede oder wie auch immer halt. Ja, aber das ist so ernst und ich habe euch quasi so lieb, deshalb mache ich es trotzdem, dieses Video. Ja, und warum ich es wirklich überdenken solltet, dies zu supplementieren. Und deshalb gehen wir jetzt zusammen mal in mein Büro und schauen uns das ganze mal an, um welchen Stoff es sich handelt und dann machen wir weiter. So, wenn ihr mehr vom Hubert sehen wollt, dann sagt Bescheid.
Calcium wird häufig als Nahrungsmittel zur Unterstützung der Knochengesundheit eingenommen, insbesondere von älteren Menschen und postmenopausalen Frauen. Doch zunehmende Forschung zeigt, dass die Einnahme von Kalzipräparaten mit verschiedenen negativen gesundheitlichen Effekten verbunden sein kann, und zwar die sind erheblich. Außer machen hier Kinder und Schwangere übrigens, so die wichtigsten Nebenwirkungen umfasst Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ganz ganz wichtig und vor allen Dingen gastrointestinale Beschwerden, schwieriges Wort, und vor allen ganz ganz wichtig: Knochengesundheitstoffwechsel kann durcheinander kommen. Ja, systemische Risiken allgemein.
Es ist zwar klar, dass ältere Menschen oft mit einem 3 bis 5%-igen Rückgang von Knochenmasse pro Jahr rechnen müssen. Doch die Lösung ist hier nicht Calcium zu supplementieren. Doch lasst uns das Ganze mal mit Studien quantifizieren. Mehrere große angelegte Studien legen nahe, dass Calciumpräparate das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen erhöhen können. In einer Metaanalyse von 15 randomisierten, placebo-kontrollierten Studien, das heißt im Goldstandard, die mehr als 500 mg Calcium pro Tag ohne Vitamin D3 supplementiert haben, bei jedem wurde ein signifikanter Anstieg des Herzinfarktrisikos festgestellt. Die Hazard Ratio betrug 1,30 im Vergleich zu Placebo. Anders ausgedrückt: Das ganze, ja, die Calziumgruppe hatte rund ein 27% erhöhtes Herzinfarktrisiko gegenüber der Placebogruppe, die kein Calcium zu sich genommen haben. Das bedeutet, jeder dritte oder vierte bekam einen Herzinfarkt, ja, im Vergleich zu denen, die es nicht eingenommen haben. Ja, das ist wirklich sehr sehr bedenklich. Ja, in einem Grafen das ganze mal hier einmal aufgezeichnet für euch, ja, das sieht dann so aus.
Ja, es geht aber noch weiter. Beobachtungsstudien stützen ebenfalls diesen Zusammenhang. Ja, in einer EPIC-Heidelberg-Kohortenstudie. Das heißt wirklich in Heidelberg, nicht weit von hier. Ja, wollte ich mal gesagt haben. So, 24.000 Erwachsene, echt nicht mal eben der Stammtisch aus der Kneipe, sondern schon paar Menschen. Ja, und zwar war hier das Herzinfarktrisiko fast verdoppelt bei den Teilnehmern, die Calciumpräparate einnahmen. Ja, verglichen mit Nicht-Nutzern. Hazard Ratio 1,86. Ja, das ganze mal in einem Balkendiagramm dargestellt für euch.
Ja, doch woran liegt das? Der Calciumwert wird von dem richtigen Vitamin D3-Spiegel bei uns im Körper gesteuert und vor allem, wie viel aufgenommen wird über den Darm. Ja, das hormonelle Vitamin D3, Calcitriol, ja, steuert die Enterozyten quasi. So, und diese sind im Darm verantwortlich für die Calciumaufnahme. Okay, soweit so gut. So, diese kennen wir alle wahrscheinlich noch nicht, jetzt aber schon. Ganz wichtig: isoliertes Calcium, der dieses führt zu Calcium-Spikes. Diese Spikes im Blut, bevor es durch das Osteocalcin im Blut entfernt wird, dieses überschüssige Calcium. Ja, was ist Osteocalcin? Vitamin K2 fördert die Umwandlung des biologisch inaktiven, unterkarboxylierten Osteocalcin in das karboxylierte, wirksame Osteocalcin, also uc-Osteocalcin. So, nun mal so wieder vergessen. So, das Osteocalcin sorgt dafür, dass das Calcium aus dem Blut in die Knochen gelangt und in den Knochen quasi eingebaut wird und nicht, dass das Calcium in den Arterien eingelagert wird. Da es dort das Risiko erhöht, was wir gerade gesehen haben, verkalkte Arterien, die zum Herzinfarkt führen können, bei jedem dritten bis vierten. Es ist wie mit dem raffinierten Zucker. Wir stellen auch noch mal Glucose her aus Kartoffeln, wenn wir diese quasi essen. Führen wir aber isolierte Glucose zu uns, macht es Probleme, denn der Spiegel steigt plötzlich zu sehr, sehr starker Tendenz. Ja, sowas aber auch hier speziell bei dem Calcium negativ ist im hohen Hohenmengen im Blut.
Gilt das jetzt für alle anderen Stoffe? Nein, denn diese verkalken ja nicht die Arterien. Calcium aber leider schon. Von allem ist Calcium hier ein Sonderfall. Ja, ein negativer Sonderfall. Hier geht es nur explizit um Calcium, denn wie wir sehen, steigt das Risiko nicht, wenn die Menschen das Calcium über die Nahrung aufgenommen haben. Was zu meiner Erklärung ja dementsprechend auch passt, da die Nahrung ja deutlich langsamer aufgenommen wird, der Körper Zeit hat damit umzugehen, ja, wie beim Zucker, so dass das Osteocalcin das überschüssige Calcium aus dem Blut wieder entfernt und dementsprechend in die Knochen quasi zieht. Ja, weil die Verdauung der Nahrung beansprucht ja eine gewisse Zeit, denn wie wir sehen, erniedrigt sogar die Calciumaufnahme das Risiko, ja, für eine Arterienverkalkung. Ja, wenn es aus der Nahrung kommt, verringert es das Ganze um 27%. Ja, erhöht es aber, wenn man es isoliert einnimmt, um 22%. Magnesium z.B. löst Nierensteine auf. Magnesiumcitrat, genau genommen am besten. Ja, die Nierensteine bestehen nämlich aus Calciumoxalat, welches wasserunlöslich ist. Aber wasserlöslich ist z.B. Magnesiumoxalat, das hat ein deutlich besseres Löslichkeitsprodukt. Ja, rein rechnerisch. So. Und deshalb löst Magnesium Calcium-Steine, genau genommen Nierensteine. Von daher, an hier seht ihr noch mal den Unterschied, ja, dass das wirklich explizit um das Calcium immer geht.
Ja, eine weitere große prospektive Studie, 12 Jahre mit 388.000 älteren Erwachsenen, NHARP heißt die Studie. Ja, fand heraus, dass Männer, die über 1000 mg Calcium pro Tag, ja, als Supplement einnahmen, ja, ein um 20% erhöhtes Risiko hatten, an Herz-Kreislauferkrankungen zu versterben. Und da sind wir schon wieder beim Titel. Ja, das heißt relatives Risiko 1,20, während bei Frauen kein solcher Effekt übrigens beobachtet wurde. Ganz spannend, was noch beobachtet wurde in der Studie, dass Calcium aus der Nahrung nicht mit einem erhöhten Sterberisiko verbunden war. Auch hier der gleiche Trend.
Es gibt noch eine weitere Studie, z.B. wo es die Makuladegeneration um das 2,5fache erhöht, also im Endeffekt zu erblinden, ja, denn diese Makuladegeneration führt dazu, da sich das Calcium auch überall ablagert, wenn man es quasi so konsumiert. Und ebenfalls gastrointestinale Beschwerden gehören zu den häufigsten akuten Nebenwirkungen von Calcium-Supplements. Insbesondere Calciumcarbonat kann Verdauungsprobleme, das ist Kalk übrigens, verursachen. Ja, in einer größeren randomisierten Studie mit älteren Frauen über 5 Jahre, die 1200 mg Calciumcarbonat täglich eingenommen haben, wurden insgesamt über 92.000 unerwünschte Ereignisse dokumentiert. Nur Obstipation, das heißt ja Verstopfung oder Aufgeblähtsein, sowas. Ja. Ja. Traten signifikant häufiger unter Calcium auf. Ja. Bei 13% der Frauen gegen über 9% in der Placebogruppe.
Es gibt zahlreiche Studien, mit denen ich euch hier wirklich nicht langweilen möchte. Ja, ich denke, die Message ist klar. Mein Fazit ist: Calcium solltet ihr wirklich überdenken, sondern einfach gucken, welche Lebensmittel haben besonders viel Calcium und einen guten Vitamin D3-Spiegel haben, denn der reguliert dann dementsprechend auch, dass ihr genügend Calcium aus der Nahrung aufnimmt und dann seid ihr fein. Ja, das war meine Message für euch. Schönen Tag wünsche ich euch noch und bis zum nächsten Video.