Transcription
Auswandern: Es ist das Topthema. Egal ob am Stammtisch, auf dem Fußballplatz, bei Freunden oder auch bei mir in der Honorarberatung. Bei jeder Beratung, gerade bei mir, kommt die Frage: Herr Friedrich Mark, wo kann ich hin? Ich möchte ausfahren, ich fühle mich hier nicht mehr wohl. Ich habe Angst vor der neuen Regierung. Ja, jetzt ist die neue Regierung da, und jetzt sind noch mehr Anfragen da. Warum? Weil natürlich es genauso weitergeht wie bisher. Und ich bin ganz ehrlich, ich möchte eigentlich mein Land, ich möchte eigentlich die Heimat nicht verlassen. Weil dir wird’s genauso gehen wie mir. Man kennt sich ja aus, man hat seine sozialen Kontakte, seine Freunde, Arbeitskollegen, Sportverein, seine Familie. Und deswegen möchte man eigentlich gar nicht sein Land verlassen, seine vertraute Umgebung. Und für mich ist die rote Linie natürlich entweder kompletter Sozialismus, Diktatur oder natürlich Krieg. Und wenn es eines Tages zu einem Krieg kommen sollte oder sich die Lage weiter dramatisch verschärft, dann sollte man natürlich darauf vorbereitet sein. Deswegen ist es wichtig, in Zeiten wie diesen, mental aber auch monetär vorbereitet zu sein. Und genau deshalb, und weil mich natürlich auch extrem viele Anfragen in den letzten Wochen von euch erreicht haben, gibt es heute dieses Video, in welchem wir uns gemeinsam interessante Länder zum Auswandern anschauen und natürlich auch, was dafür spricht, was dagegen spricht. Und damit herzlich willkommen zu einer neuen, wichtigen Folge „Finanzielle Intelligenz“! Mein Name ist Mark Friedrich von der Honorarberatung Friedrich und Partner Vermögenssicherung. Ich betreibe ja die ganzheitliche Honorarberatung. Das heißt, es geht nicht nur darum, maßgeschneiderte Strategien für die Kunden zu bauen, wie sie sich finanziell aufstellen, sondern auch: Es geht um Exitstrategien. Und viele Kunden möchten tatsächlich gehen. Also, was spricht dafür? Was spricht dagegen? Und welche Länder sind überhaupt interessant? Und in diesem Video geht es nicht darum, Panik zu schüren. Es geht darum, Optionen aufzuzeigen und natürlich erstmal zu kennen: Optionen für ein Leben in Freiheit, Sicherheit und Selbstbestimmung.
Na ja, es gibt natürlich in der Zwischenzeit viele Gründe, das Land zu verlassen. Es begann vielleicht mit der Finanzkrise 2008, dann kam die Eurokrise, dann kam der Ausstieg aus der Atomenergie, dann kam die Flüchtlingskrise, dann kam die Coronakrise, dann kam der Ukrainekrieg. Und ja, dann natürlich parallel hohe Abgaben, hohe Steuern und inkompetente Politik. Und all das hat natürlich viele Hunderttausende Menschen aus dem Land schon getrieben. Und wenn du ernsthaft darüber nachdenkst, auszuwandern, dann solltest du das nicht aus Panik oder reiner Steueropptimierung heraustun, sondern strategisch und gut vorbereitet. Weil das ist wirklich ein harter Cut. Und wir kennen alle die Aussteigerdokus von RTL2: Viele sind desillusioniert, gehen pleite und kommen auch wieder zurück. Frag dich erstmal zuerst: Was ist deine Intention? Geht es dir um Freiheit, Sicherheit, wirtschaftliche Unabhängigkeit oder Angst vor Krieg und Enteignung? Und ganz wichtig: Man schwächt sich immer ein Stück weit, wenn man seine gewohnte Umgebung, seine Heimat verlässt. Das muss dir von Anfang an klar sein. Deshalb nimm dir bitte die nötige Zeit für diese wirklich lebenseinschneidende Entscheidung. Die erste Frage, die du dir beantworten musst, und vielleicht auch mit deinem Partner, Frau, Mann etc. pp., ist natürlich: Wo soll es hingehen? Also, welches Land? Bist du eher der nordische Typ oder eher der südliche Typ? Sonne, Strand oder Meer oder eher Berge, kühlere Region? Oder geht’s in die Stadt oder aufs Land? Ja, und dann natürlich ganz, ganz wichtig: Spricht man überhaupt die Sprache? Das ist das Allerwichtigste eigentlich, weil ansonsten ist es schlicht eigentlich fast schon vorprogrammiert. Fühlst du dich in dem Land überhaupt schon wohl? Viele Länder sind auf dem Papier gut aus, aber du musst dort auch wirklich leben, den Alltag spüren: Einkaufen gehen, das Klo putzen, ähm, aufräumen etc., wirklich einen Alltag leben, in den Alltag eintauchen. Nicht jeden Abend irgendwie schön im Restaurant essen gehen und morgen schön Kaffee trinken. Nein, selber kochen, selber einkaufen, selber aufräumen, Spülmaschine einräumen, ausräumen etc. pp. Deswegen ist es extrem wichtig: Wenn viele Kunden zu mir kommen, sagen: „Ich möchte nach Paraguay oder Nova Scotia in Kanada“, dann sage ich immer: „Alles gut, alles schön, aber waren Sie schon mal da?“ Und die meisten sagen: „Nö.“ Deswegen sage ich immer: „Dann geht mal hin und mietet euch nicht irgendwie ein Hotel, mietet euch ein Airbnb. Und zwar geht dann auch in eine Jahreszeit, die unattraktiv ist, z.B. November, z.B. wenn es dann -20° hat und der Wind so richtig schön pfeift und der Windchillfaktor bei -35° ist. Und dann kann man schon nach zwei bis vier Wochen erkennen: Ist es das, was ich möchte? Oder sage ich lieber: ‚Ohne mich, macht’s gut, Idioten!’“ Und deswegen ganz wichtig: Erst anschauen, dann entscheiden. Miet ihr erstmal eine Wohnung, klärt die steuerliche Situation und geht der Realität auf den Grund und nicht dem Marketing. Viele wollen sich nur irgendwie eine goldene Nase verdienen, indem sie dir irgendwas verkaufen, egal ob Paraguay oder Nova Scotia. Und denk immer daran: Was so gut klingt, um wahr zu sein, ist es meistens nicht wahr.
Und dann würde ich auf eine Auswahl von handfesten Kriterien achten: Ist das Land autark? Gibt es genug Wasser, Strom, Lebensmittel? Besteht eine NATO-Mitgliedschaft, die es in geopolitische Konflikte hineinziehen könnte ohne deinen Willen? Hat das Land Rohstoffe wie Öl oder Gas, die es zur internationalen Zielscheibe machen könnten von Großmächten? Und wie steht es um die Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, freie Meinungsäußerung und wirtschaftliche Freiheit? Aus all diesen Aspekten sind für mich grundlegend und generell wichtig. Deswegen möchte ich mit dir Schritt für Schritt diese Kriterien durchgehen, um zu sehen, welche Kandidaten, welche Länder letztendlich mit dabei sind. Fangen wir mit der wirtschaftlichen Freiheit an. Egal ob als Unternehmer, Selbständiger oder digitaler Nomade: Die wirtschaftliche Freiheit ist essentiell, wie ich finde. Hier siehst du die Länder, die nach dem Index der wirtschaftlichen Freiheit bewertet wurden, anhand der Kriterien Rechtsstaatlichkeit, Staatsgröße, regulatorische Effizienz und offenen Märkten. Je grüner die Länder eingefärbt sind, desto höher ist die Bewertung der Länder, desto besser. Auf Platz 1 liegt Singapur mit einem Score von 84,1, gefolgt von der Schweiz auf Platz 2 mit 83,7 und Irland auf Platz 3 mit einem Score von 83,1. Hier siehst du einen Ausschnitt der Top 100 Länder. Schau gerne mal rein, ob das Land, was du gerade im Kopf hast, mit dabei ist. Als zweites Kriterium habe ich die politische Neutralität und Unabhängigkeit vom Westen ausgewählt. Wer keine Lust mehr auf Stellvertreterkriege, Sanktionen und geopolitische Einmischung hat, sollte sich Länder anschauen, die sich bewusst neutral positionieren. In dieser Abbildung siehst du die Länder, die bisher am längsten neutral sind. Erwartungsgemäß ist natürlich die Schweiz auf Platz 1. Sie ist seit 1815 neutral, gefolgt von Liechtenstein, welches seit 1868 neutral ist, und dem Zwergstaat Andorra mit einer Neutralitätszeit bis zum Ersten Weltkrieg 1914. Die haben ganz klar gesagt: „Wir haben keinen Bock auf Kriege, macht euren Scheiß alleine.“ Weitere interessante Länder, die es in die Top 10 geschafft haben, sind z.B. Schweden, Irland oder eben auch Japan. Das wissen die wenigsten: Japan ist tatsächlich neutral. Und wer aufgepasst hat, weiß jetzt schon: Es haben jetzt schon zwei Länder es in beiden Kategorien in die Top 10 geschafft. Nämlich – mal gucken, ob du aufgepasst hast – Schweiz und Irland. Genau. Weitere Länder, die ebenso neutral sind, es aber nicht in die Liste geschafft haben, sind unter anderem Österreich, Paraguay, jetzt kommt’s, Turkmenistan oder Costa Rica. Klingt sexy!
Weiterer wichtiger Faktor für mich, als jemand der Pazifist ist und den Frieden mag – ja, heutzutage wieder böse und rechts eingestuft – sind natürlich die Standorte der US-Militärbasen. Uff! Ja, sieht fast so aus wie die Umfragewerte in Deutschland. Aber gerade Europa ist gepflastert mit US-Militärbasen. Und Neutralität ist für mich dabei das A und O. In diesem Zuge macht es für mich auch komplett Sinn, sich mal die Öl- und Gasvorkommen anzusehen, um die Attraktivität und damit die Wahrscheinlichkeit eines Angriffs durch andere Hegemonen oder Nationen zu bewerten. An der folgenden Abbildung siehst du, dass natürlich der Nahe Osten, aber auch große Teile von Süd- und Nordamerika sowie Asien große Öl- und Gasvorkommen haben. Und diese Gebiete sind meiner Ansicht nach eher mit Vorsicht zu genießen, denn du weißt ja: Alle Kriege und Umstürze in den letzten Dekaden, da ging es vor allem um zwei Sachen: Um Geld und Rohstoffe. Libyen, Afghanistan oder auch der Iran. Für viele Deutsche ein wichtiger Aspekt, warum sie auswandern wollen, ist natürlich das Wetter. Ja, ab in den Süden, ne? Hier regnet es zu viel, und die Stimmung ist meistens mies. Petrick! Allerdings geht’s mir jetzt nicht bei diesem Punkt um Wetter, sondern eher um Unwetter. Und die siehst du auf der folgenden Abbildung. Hier sind nämlich die extremen Wettergebiete eingezeichnet: Also Hitzewellen, Dürren, Stürme und Fluten. Und gerade Süd- und Südostasien und Zentralamerika sollten dabei nicht deine erste Wahl sein, weil wir hier viele extrem Wetterereignisse sehen, aber auch zunehmend in Südeuropa mit Italien und Portugal, welche anfällig sind für Hitzewellen und natürlich Erdbeben. Und jeder muss individuell festlegen, welcher Typ er ist, also was die klimatischen Bedingungen angeht. Sprich, ob du es lieber kälter oder wärmer magst und lieber hohe oder niedrige Luftfeuchtigkeit. Jetzt noch zu einem Kriterium für alle, die etwas Kleingeld in der Tasche haben: Das ist nämlich das Thema Korruption. Und hier siehst du die Karte der korruptesten Länder der Welt. Und dabei gilt: Je höher der Score, umso weniger korrupt sind sie. Und die nordeuropäischen Länder liegen hierbei weit vorne. Also am wenigsten korrupt sind Dänemark, Finnland oder Schweden. Auf Platz 1 steht allerdings Neuseeland. Für diejenigen, die gerne mal schmieren und den großen Geldbeutel haben, lohnt sich ein Abstecher in den Südsudan, Somalia oder Syrien. Spaß beiseite! Aber dieser Aspekt ist auch sehr wichtig und wird von vielen gerne übersehen, weil hiermit auch die wirtschaftliche, soziale und teils auch politische Integrität steht und fällt.
Kommen wir zum nächsten Punkt und zwar der gesellschaftlichen und politischen Stabilität sowie der Sicherheit. Während viele westliche Staaten mit Spaltung, Konflikten und Überwachung kämpfen, ist in Ländern wie Liechtenstein, Andorra oder Griechenland der politische und soziale Zusammenhalt oft noch intakt. Auch die Cayman-Inseln und Singapur gelten als stabile, sichere Länder, vorausgesetzt man informiert sich gut über die jeweilige Region. Ein weiterer wichtiger Punkt ist natürlich Erdbebengebiete, Vulkangebiete und mögliche Tsunamis zu vermeiden. Auch da gibt’s eine schöne Karte. Das heißt natürlich: Wenn du am Vulkangürtel bist oder irgendwie in Erdbeben gefährdeten Gebieten, würde ich jetzt nicht gerade eine Strandvilla kaufen oder ein Haus auf dem Vulkan bauen. Also, da kann man schon mal vorbauen, strategisch klug planen, um dem Ganzen zu entgehen. Ein Thema vielleicht auch: Religion. Fühle ich mich von der Religion eher angezogen oder abgestoßen? Ne, also komme ich damit überhaupt klar? Auch mit den Kulturen, mit den Werten? Ja, ist die Ernährung dort meins? Ist die Stabilität des Stromnetzes für mich relevant? Was ist, wenn es einen Stromausfall gibt? Viele Länder, z.B. in Südamerika, haben auch gerne mal einen Stromausfall. Gerade ich, dann gleich in Panik oder nachisch, weil auf einmal mein Netflix nicht mehr funktioniert oder YouPorn nicht mehr aufgerufen werden kann. Ja, das sind natürlich Sachen, mit denen du dich auseinandersetzen musst. Viele Menschen, die ich kenne, viele Kunden auch, die dann irgendwie in Südamerika leben, die kommen damit klar, die sind gewohnt, dass mal zwei Stunden lang kein Wasser aus der Leitung kommt oder eben kein Internet funktioniert. Aber kannst du das auch? Deswegen testen! Und schließlich mein letzter Punkt und zwar die Lebensqualität mit Kriterien wie Kaufkraft, Verschmutzungsindex, dem Verhältnis von Immobilienpreisen zum Einkommen und dem generellen Lebenshaltungskostenindex. Anders als bei der Politik gilt hier ebenso: Je grüner es ist, umso besser ist es. Also auf Platz 1 schafft es Luxemburg, gefolgt von den Niederlanden, Dänemark und überraschenderweise dem Oman. Ja, du hörst richtig: Deutschland liegt interessanterweise auf Platz 14, gefolgt von den USA, Platz 15. Ich bin mir sicher, Deutschland wird auch hier in den Listen weiter nach hinten rutschen. Du siehst also: Kein Land ist perfekt, und es gibt keine Schubladenlösung, es gibt keine Lösung von der Stange, die Matrix zu verlassen. Das heißt, jeder muss individuell entscheiden: Welche Sprache spreche ich? Wo fühle ich mich wohl? Welche Klimabedingungen taugen mir? Wo möchte ich leben? Am Strand oder in den Bergen? Sind die Schulen gut? Bin ich in einem Erdbebengebiet? Ist es sicher? Ist es neutral? Sind sie Mitglied der NATO etc. pp.? Wir leben jetzt in einer Welt voller Krisen und Spaltung und wachsender Unsicherheit und Konflikten. Und deswegen ist natürlich die Vorbereitung umso entscheidender. Ich hoffe natürlich, dass ich dir mit dem Video einen Mehrwert geben konnte, auch vielleicht Aspekte zu berücksichtigen bei deiner Entscheidung, die du nicht auf dem Schirm hattest. Und ich kann dir aus Erfahrung sagen, auch in der Beratung: Es sind genau die Punkte, die viele vergessen, die nur den schönen Sommerurlaub in Erinnerung haben und denken: „Ach Mensch, war Italien schön, da kann ich auch leben.“ Aber was ist, wenn in Thailand auf einmal keine Ahnung eine andere Regierung kommt oder die Steuer erhöht werden oder es auf einmal eiskalt wird? Weil dann bist du auf einmal im November in Italien, und dann merkst du: „Ach, die Heizung ist nicht so sexy, und was mache ich mit diesem Riesenpool? Und die Ärzteversorgung ist auch nicht so toll, und die Schulen gehen so, und wo ist eigentlich meine Lieblingsmarmelade?“ Deswegen ist es wichtig, dass du deine Kriterien festlegst, dann bleibst du auch handlungsfähig und triffst die richtige Entscheidung. Und genau darum geht es: Nicht aus Angst auszuwandern, sondern aus Überzeugung. Wer sich informiert, bewusst auswählt und vor Ort prüft und ausprobiert, ob er dort leben kann, ob er dort Alltag kann, kann sich ein neues Leben tatsächlich aufbauen und das auch erfolgreich. Und nicht so wie die ganzen Currywurstverkäufer auf Mallorca, die dann irgendwann geknickt und pleite zurückkommen müssen. Nur wenn du einen Plan hast, kannst du in Freiheit, Sicherheit und Selbstbestimmung leben. Also, mach dir klar: Du kannst die Zukunft zwar nicht aufhalten, aber du kannst dich auf sie vorbereiten. Deswegen wähle mit Bedacht, hab einen Plan und bleib unabhängig und tapfer. Und wegen all dieser Chancen, Perspektiven und Möglichkeiten ist die Welt da draußen ja besser, als wir glauben. Und wenn du dich entschieden hast, gib mir Bescheid, ich komme dich gerne besuchen. Herzlichst euer Mark. Dann geht Mark auf Reisen. Euch alles Liebe, alles Gute, macht’s gut! Eins noch natürlich: Ich finde es schade über jeden Aufgeweckten, der die Matrix verlassen hat, der das Land verlässt. Warum? Weil wenn die Guten, wenn die Cleveren, wenn die Aufgeweckten und Aufgewachten das Land verlassen, ja, dann bleibt der Rest vom Fest, diejenigen, die noch schlafen. Und dann überlassen wir auch teilweise den Deppen das Land. Schade drum! Aber ich verstehe natürlich: Ihr müsst euch selber eure rote Linie ziehen, wann ihr sagt: „Jetzt reicht’s, ich gehe, ich habe keinen Bock mehr.“ Für mich, wie gesagt, ist die rote Linie Krieg. Welche ist deine? Lasst es mich wissen in den Kommentaren!