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Ketogene Ernährung: Der Schlüssel für Ihre Gesundheit!? mit Prof. Spitz und Mag. Julia Tulipan

AMM Akademie für menschliche Medizin38:40

Transcription

[Musik] Herzlich willkommen zu einem weiteren Spitzengespräch. Diesmal mit einem eigentlich altvertrauten Gast in der Akademie. Julia Taliban ist zwar weit, weit weg von der Akademie in Wien, aber sie ist uns schon sehr lange verbunden mit dem Thema Ernährung. Sie ist auch Ernährungscoach bei uns, als man kann sie buchen, wer will. Sie hat sehr viel Wissen und wir wollen heute um das spezielle Thema Keto uns orientieren. Der Anlass ist, sie hat ein neues Buch geschrieben: "Registrieren Otto – Alles, was darüber wissen musste". Werden wir mal unten verlinken. Und der größere Anlass ist der, dass wir einfach aufzeigen wollen, dass wir sie alle auswendig Kicker-Fans sind, sondern dass man, wir haben eben schon gesagt, eine Art Werkzeugkasten hat, wo unter einem Motto drin ist. Also Julia, herzlich willkommen zu dem Gespräch.

Die Franken, vielen lieben Dank für die Einladung. Ich freue mich auch sehr und das, obwohl wir so weit auseinander sind geografisch, fühle ich mich doch sehr, sehr eng verbunden mit der UN und der Akademie, natürlich auch schon so lange begleitet, deswegen freut mich ganz besonders, dass ich heute da sein darf.

Ja, vielleicht sollten wir für die, die keine Keto-Fans sind oder noch nichts davon gehört haben, es gibt sie auch noch Menschen, nur kurz sagen, was heißt denn überhaupt Keto? Um was geht es da genau?

Also die Keto oder die ketogene Ernährung, was wird es ein bisschen, ja, sowohl als auch verwendet, so synonym, ist eigentlich eine, wenn man so will, eine eine Art der kohlenhydratreduzierten Ernährungsform. Da gibt es ja viele verschiedene. Und was ist eigentlich ist, ist, dass es man macht mal hat man sehr wenig Kohlenhydrate, mehr Fette in der Ernährung und bedarfsgerecht Protein oder weiß ja.

Das klingt, ist alles sehr, sehr theoretisch, so dass man sich besser einordnen kann, einordnen kann. Wofür steht diese Keto eigentlich?

Das beschreibt eigentlich einen Stoffwechselzustand, weil das ist nämlich das Besondere an dieser Art der Ernährung, dass ich einen in einem bestimmten Zustand damit kommt, der eben als Keto bezeichnet wird. Daher kommt quasi dieser Name. Und dass dieser Zustand, die Klose, ist ein messbarer Stoffwechselzustand. Das kann ich nachweisen im Körper. Und was da passiert, im Wesentlichen ist, dass, weil wenig Kohlenhydrate da sind, der Körper aber natürlich ein gewisses Maß an Energiebedarf hat und nicht alles über Fette decken kann, macht er bestimmte ganz kleine Energie-Moleküle, so Energie-Teilchen. Und die heißen Ketone. Und daher kommt quasi dieser Name. Und diese Ketone, wir können dann zu einem sehr großen Teil den Zucker ersetzen im Körper. Zum Beispiel das Gehirn, wo man ja, weil oder so gehört hat, wahrscheinlich schon, das braucht 140 Gramm Zucker pro Tag. Das ist richtig, aber nur, wenn ich auch immer Zucker nachschütte, quasi. In dem Moment, wo ich weniger Zucker esse, muss das Gehirn nicht verhungern. Da schaltet der Körper um und macht eben genau diese Ketone aus Fett, praktischerweise. Und die sind dann Nahrung fürs Gehirn. Und der eigentliche Zuckerbedarf reduziert sich dann sehr, sehr stark.

Und die Klose, unter dieser ketogenen Stoffwechselzustand, es ist auch ganz natürlich. Das ist typisch eigentlich auch für den Fastenstoffwechsel. Das heißt, jeder, der schon mal zwei, drei Tage gefastet hat oder vielleicht so eine Fastenwoche macht, hat, der war ganz sicher schon in die Hose. Also wieder umgefallen ist nicht tun, um gefahren. Genau. Das geht, man kann weiterleben. Und das Spannende ist vielleicht gerade, wenn man vielleicht einmal so eine Fastenwoche macht, da ist ja so die ersten zwei, drei Tage, die sind immer furchtbar. Also man kann nicht denken, mal ist eigentlich komplett erledigt. Er. Und so am zweiten, dritten Tag, da gehen auf einmal die Lichter an und man spricht vom Fach, Fastenkur. Das ist Fasten hoch. Und das ist eigentlich der Moment, quasi, wo so richtig die Ketone anfluten und richtig viel Energie fürs Gehirn da ist. Das heißt, wer das schon mal erlebt hat, der weiß, was geht.

Wohl eher mit unserem Gehirn machen, mit unserem Oberstübchen machen. Also ich kann mich erinnern, das geht noch was nicht weiter vor ungefähr zehn Jahren, als Walter Longo sich sehr intensiv in Amerika um das Thema gekümmert hat und dann sich auch verabschiedet hat von irgendwelchen Predigten, sondern hat dann harte Laboruntersuchungen gemacht, unter anderem auch mit Ratten. Und die hat ja einmal mit guter Rattennahrung ernährt und zum anderen die hungern lassen, also das sieglose getrieben. Und dann hat etwas Übriges getan, hat diesen Ratten eine Dosis von einem Krebsmittel gespritzt, was Tiere umbringen würde. Was Tiere umbringen würde. Das war bekannt, dreifache Dosis tödlich. Und dann haben alle Ratten, die gut ernährt waren, haben den Löffel abgegeben. Und die, die haben Hunger waren, haben überlebt. Haben Sie sich das mal vorstellen, was das für den Körper bedeutet, dass auf der einen Seite, wenn er gut ernährt ist, den Löffel abgibt und auf der anderen Seite überlebt, weil oft nicht der Körper ist, bis jetzt hier Ressourcen hat, die ja dafür einsetzen kann. Unfassbar.

Ja, es ist super, super spannend. Und die man mitgeht halt jetzt auch davon aus, dass viele der Vorteile, die man auch in den Fastenstudien sieht, unter anderem, nicht nur, aber unter anderem auch auf diese Eigenschaften, vor allem auf diese wirklich Signal-Eigenschaften dieser Ketone zurückzuführen sind. Weil diese Energie-Moleküle, die wir es so als als Ketone bezeichnen, die sind nicht nur Energielieferanten, sondern die sind tatsächlich Signalgeber im Körper. Also wir können auf zellulärer Ebene ganz viele Signalwege regulieren. Das fängt an von dem Zelltod unter und diesen Recycling-Prozessen, also Apoptose und und Autophagie, hinzu mit der anderen in die nächste, also die Neubildung von Mitochondrien und so weiter. So dass die reifen ganz viele, ganz viele Prozesse ein.

Das finde ich toll, dass wir jetzt ja fast eine neue Welt uns aufgeht, ähnlich wie bei den Mikronährstoffen. Haben wir jahrzehntelang sonst sind Antioxidantien, aber Pustekuchen. Wir können viel, viel mehr. Ja, sind Botenstoffe und sie werden als solches im Körper genutzt. Und das höre ich jetzt auch zum ersten Mal. Nun, also auch Botschaften haben Einfluss auf den direkten Stoffwechsel, via nicht nur verbraten werden im Fahrstuhl des Wortes, der Name.

Ja, das ist ja vielleicht spannend. Das des Rückblicke in die Evolution, dann muss man sagen, dass verdanken wir lässt sich alles der Evolution. Weil jeden Tag ein Mammut fangen war nicht. Und wenn man nichts im Kühlschrank residiert, ja, damals nicht gab, dann ist man morgens um gleich losgezogen. Das heißt, sie sind ohne was gegessen zu haben, auf die Jagd gegangen. Das heißt, es ist nicht, dass sie irgendwo zu erhalten noch hin schleichen konnten, denn die mussten topfit sein. Genau. Da gab es auch nicht die, die auf fünf Stationen bei Mangel beim Marathon mit Klose geht es ums Eck, damit man das Aufladen durchstehen.

Auch wenn man sich überlegt, habe verständlich ist, also die Fähigkeit lange zu fasten, zeigt man natürlich auch den Menschen besonders aus. Es können ja nicht alle Tiere so lange Fastenphasen auch durchstehen. Das ist mal das eine interessante ist auch, dass der Mensch besonders leicht in dieser Klose kommt. Das ist nicht bei allen Tieren gleich. Weiter zum Beispiel, die muss man sehr, sehr massiv einschränken, entweder kalorisch oder auch folgt das Verhältnis von Fett, Kohlenhydraten, Eiweißen, um die überhaupt in den Cruiser zu bringen. Deswegen sind bei Tierstudien mit ketogener Ernährung, ist diese bei Ratio, also das Verhältnis von Fett zu weiß und Kohlenhydraten, immer sehr, sehr viel massiver oder strenger als das jetzt bei Menschen der Fall ist, zum Beispiel. Also wir haben, wir sehen evolutionär darauf getrimmt, sehr leicht in die Dose zu kommen. Das ist bei Kindern noch stärker ausgeprägt, also eher kleiner Kinder und auch Säuglinge kommen extrem schnell in die Dose. Und auch der ältere Mensch kommt wieder viel leichter in die Hose. Und das hat beides mal wahrscheinlich mit der Gehirnentwicklung zu tun. Weil was viele gar nicht wissen ist, dass wir, wenn wir gespielt werden, also wahrscheinlich so die ersten sechs Monate mindestens unseres Lebens, natürlichweise in Kito sie verbringen. Also, dass das Säugling ist in die Hose, weil die Ketone ein ganz wichtiger Energielieferant für das wachsende Gehirn ist, weil das muss ja erst nachreifen. Und auch ein Baustofflieferant für das wachsende Gehirn. Das ist bei den Säuglingen so, bei Kleinkindern so. Und beim er war beim älteren Menschen in das so, dass das Gehirn oft weniger gut Glukose verwerten kann, Zucker verwerten kann. Und interessanterweise dort auch die Aufnahmefähigkeit des Gehirns, alternden Gehirns, aber auch die Fähigkeit, Ketone zu machen, auch im Alter wieder noch mehr ansteigt. Das dürfte sich auch um eine Art von Mechanismus handeln, um was sie Stoffwechselveränderungen ausgleichen zu können. Also, wenn der, wenn die Glukose nicht mehr so gut aufgenommen werden kann, da können dann die Ketone auch einspringen als alternative Energiequelle.

Finde ich nicht so schön, weil alternativ klingt immer so ein bisschen so zweite Wahl, aber als sekundäre Energiequelle. Aber das spricht hast du ein bisschen gegen die stolze Errungenschaft der letzten Jahre, wo es hieß, die Demenz ist der Diabetes 3 und das Gehirn bekommt nicht genügend Zucker, dadurch wird Insulin resistent. Wenn jetzt dieser Mechanismus greifen würde, ja, dann hätten wir noch keine Chance und keine Probleme mit der Demenz.

Ja, das ist das Problem, dass ich ja die Leute nicht ketogene oder auch weiterhin ja sehr, sehr kohlenhydratreiche Ernährung ja. Genau. Und und passiert eben gut. Wenn das du das ansprichst, eben dieses dieses Insulin resistent Gehirnmasse, jetzt einfach so er, weil es ein bisschen ein anderer Prozess, aber was man in bildgebenden Verfahren sieht ist, dass er die Glukoseaufnahme deutlich verringert ist in bei beginnender Alzheimer, bei diesem eingeschränkten kognitiven Leistungsfähigkeit und beim Alzheimer-Gehirn sowieso. Und das, aber wenn ich betone, bereitstellt, die uneingeschränkt aufgenommen werden können und selbst die Bereiche wieder leuchten, quasi, die vorher dunkel waren oder wo schon eine eingeschränkte Glukoseaufnahmefähigkeit sichtbar war. Und deswegen sehen wir, sieht man eigentlich da die definitiv eine Chance. Und man sieht ja auch in einigen ersten klinischen Studien, dass eine pathogene Ernährung gerade bei eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten und Demenz und Alzheimer eine nicht Heilung, ja, aber zumindest potenziell, je nachdem, wie weit fortgeschritten ist, eine Erleichterung darstellen kann und durchaus auch eine, ein zumindestens der Status quo erhalten werden kann und es nicht zu einer weiteren Verschlechterung kommt.

Das heißt, ich könnte dann diesen Betroffenen die Ketone, die man ja inzwischen herstellen kann, könnte ich zusätzlich zur normalen Essen dazu tun, oder muss ich trotzdem die Kohlenhydrate reduzieren?

Idealerweise sollte man natürlich auch die Kohlenhydrate reduzieren, weil, weil das Grundproblem ist, dass diese Kohlenhydrat-Intoxikation, es ist auch nur gerne nennt, ja, weiter weiter den Prozess der Verzögerung und weiteren Prozess der Entzündung und so weiter fördert. Aber es ist tatsächlich so, dass ich mit einer mit einer Gabe, entweder von diesen exogenen Ketonen oder von bestimmten Fettsäuren, die initial sofort zu Ketonen umgewandelt werden, diese mittelkettigen Triglyceride, ich quasi in Instanz-Verbesserungen der sprachlichen, also Aussprache, sei es Blickkontakt, und da gibt es verschiedene Marker, die man sich anschauen kann, oder so kompliziertes Thema machen kann, das ist tatsächlich, das ist es gibt Effekte innerhalb von einer Stunde, die ich sehe. Ja. Also, das natürlich eine tolle Messe.

Denn wir sind jetzt nach langen, langen Vorbereitungen und sind wir dabei. Wir wollen also ein Seminar entwickeln, sowohl für Therapeuten, Ärzte, als auch für den Endverbraucher, über die Art und Weise, wie ich mit der beginnenden Insulin-Resistenz umgehen kann, sie stoppen kann. Man ist ja das große Problem, wie immer in der Prävention, wenn nicht etwas habe, was einfach umzusetzen, ist praktikabel ist, dann kann man es machen. Aber wenn ich fünf Mal am Tag zehn Stufen hoch und runter laufen muss, das schaffen die wenigsten. Aber wenn ich zusätzlich Keto-Nahrung füttern kann, meiner Schwiegermutter oder so, das ist eine riesen Chance. Absolut. Und und vor allem, glaube ich, dann erleichtert ja, dann teilweise auch hinten nach sehr wohl Veränderungen zu machen, weil manchmal, je nachdem, wie stark die kognitiven Einschränkungen und da sind, ist die Person einfach überfordert mit den Veränderungen. Also manchmal sie können es tatsächlich nicht mehr dicke Reifen, auch in dem Sinne, ja, beziehungsweise natürlich, wenn, wenn man schon weiter fortgeschritten ist und man vielleicht auf Essen auf Rädern oder andere Dinge angewiesen ist, denen kann ich ja nicht vorschreiben, was es zu essen gibt. Das heißt, man hat ja immer diese äußeren Faktoren. In einer idealen Welt ist alles super und dann mit euch natürlich mein tolles Essen. Aber in der Realität aus natürlich anders aus. Und das Tolle ist, dass ich tatsächlich mit dieser Keto-Nahrung zum Beispiel oder allein mit diesen MCT und die kann ich relativ einfach zum ersten dazu geben. Ja, eine definitiv eine Verbesserung erreichen kann und dann natürlich hinten nach potenziell auch die Bereitschaft und die Fähigkeit da ist, auch generell Kohlenhydrate, aber vielleicht auch besonders die die Zucker, ihr richtig, die einfach Zucker und die Süßigkeiten zu reduzieren. Weil dies, das werden vielleicht viele auch beobachten, wenn Menschen, die an diesen kognitiven Einschränkungen leiden, die entwickeln oft einen Heißhunger auf Süßes. Und es ist das Signal des Gehirns, das am Verhungern ist. Das Gehirn verhungert, weil es eben den Zucker nicht mehr verwerten kann. Ja. Und in dem Moment, wo ich dem Gehirn natürlich diese andere Energieanbieter, vermindert sich auch dieses Verlangen nach Süß. Das heißt, es ist ein hintenrum eine Verbesserung und somit keine durch Veränderungen auch leichter umsetzen.

Aber ich denke, es war gut, dass du noch mal darauf hingewiesen hast. Wir reden nicht nur über die ideale Ernährung des Gehirns, sondern wir müssen uns eben auch anschauen, was diese Kohlenhydratflut, so Tsunami, noch im Körper sonst macht. Denn das hat ja noch zusätzliche negative Effekte, nicht nur, dass wir die Insulinresistenz haben.

Genau, genau. Natürlich ist es nicht, es ist in einer, in einer idealen Welt ist es natürlich nicht sinnvoll, weiterhin den Zucker rein zu schaffen und ich brauche es mir nur ein Paket ohne reinzukippen, glaube jetzt ist alles gut, funktioniert natürlich nicht. Ja. Aber man kann die, die Chancen, die jetzt z.B. diese exogenen Ketone zu heißen, diese Keton-Supplemente quasi bieten können, ist, dass ich sehen kann, wie es sein könnte. Ja. Also, ich kriege einen eine feine Einsicht oder eine Sicht oder wieder das Gefühl, ich weiß auf einmal wieder, ich fühle mich viel klarer im Kopf, Dinge funktionieren auf einmal wieder, die vorher vielleicht nicht funktioniert haben. Und dann ist eben die Motivation auch in der Ernährung etwas zu ändern größer, weil ich schon so ein bisschen einem eine Vorschau bekomme, einen Glimpse quasi, eine Sneak Peek in die in eine positive Zukunft. Und das ist ja immer der schwierige mit allen Lebens die Interventionen, dass die das positive Outcome liegt so weit in der Zukunft, ja, dass es so schwierig ist, diese Veränderungen jetzt zu machen. Das gleiche mit negativen Verhaltensweisen. Rauchen tut mir jetzt nicht weh, es tut mir in 30 Jahren weh, aber nicht jetzt. Und der Zucker tut mir auch nicht jetzt, sondern halt in 30 Jahren. Und das ist so diese fatale an der Sache.

Fehlt nur noch eine andere Frage. Sinkt die Donau auch an anderen Stellen erwünscht, dass ich denke zum Beispiel an die Muskulatur? Kann die Muskulatur dicke dünne auch verstoffwechseln?

Tatsächlich können fast alle Zellen unseres Körpers Ketone verstoffwechseln. Es gibt nur ganz wenige Ausnahmen. Zum Beispiel die roten Blutkörperchen, die können die nicht nutzen, weil wir brauchen Ketone, brauchen Mitochondrien, um sie zu verstoffwechseln. Das sind die Kraftwerke der Zelle. Und es gibt manche Zellen, die haben keine Mitochondrien. Und das ist z.B. eben die roten Blutkörperchen, gewisse Zellen in der Retina. Aber sonst grundsätzlich können fast alle Zellen studieren verstoffwechseln. Und es ist sogar so, dass jene Zellen, die besonders viele Mitochondrien haben und besonders energiehungrig sind, die auch besonders gerne nutzen. Und da haben wir die Muskulatur, aber auch das Herz zum Beispiel. Denn wir haben ja im Alter nicht nur die Demenz, die uns droht, sondern wir haben ja auch die Frau, die das hässliche Gerechtigkeit, das heißt, die Muskulatur nimmt ab, weil wir uns auch konstant nicht benutzen. Und also auch da wieder eine Fehlhaltung haben aus unseren Lebensstil her. Aber wenn ich dann die Muskulatur, die unterrichten auch Insulin-resistent geworden ist, werde immer meinen, sogar wenn ich die auch ein bisschen doggen kann, wäre ja auch toll.

Genau. Also die, wie gesagt, die Ketone können wirklich für alle, fast alle Zellen verwendet werden. Und das Interessante ist, dass gibt diese Ketone auch quasi zarella, die relativ zum Zucker sauberer Energie ist. Bedeutet, wenn sie zu Energie gemacht werden, entstehen weniger freie Radikale. Das ist ja normal, dass das freie Radikale entstehen, ja. Und aber bei der Verstoffwechselung von von von Ketonen entstehen weniger freie Radikale, sozusagen. Es ist quasi der sauberere Sprit, könnte man so sagen. Und es entsteht auch mehr Energie pro Kohlenstoffgehalt. Das heißt, sie sehen ein potenter in dem, wie viel die viel, wie energiegeladen nach hat das ATP. Interessanterweise, ja.

Es gibt natürlich Unterschiede. Und das ist der wird, wenn, also wie so ein Alkoholiker morgen, soll es ersten Schluck aus der Pulle nehmen. Das ist gar keine schlechte Idee. Und da gibt es ja auch so einen ein Getränk, das nennt sich der Politprofi. Und das haben vielleicht schon die ein oder andere mal ausprobiert. Die selben Kaffee mit Butter und MCT. Und das Ganze gibt man am besten in einem Blender oder mit einem Stabmixer. Das klingt jetzt im ersten Moment etwas gruselig, aber das schaut dann aus, wenn Milchkaffee, schmeckt sehr, sehr gut und ist ein richtiger ja, mit mir ab quasi in der Früh. Also da gehen dann alle, alle Lampen im Gehirn auf. Also das merkt man wirklich, das kann man echt mal ausprobieren. Und das ist eben das Besondere an diesen an diesen Energie-Molekülen, an diesen Titel.

Und vielleicht das Interessante ist natürlich, dass dort eingangs gesagt, die ketogene Ernährung ist ein Werkzeug in ein in unserer Werkzeugkiste. Und es ist klar, niemand muss in Keto sein oder muss Keto machen oder muss sich andauernd ketogen ernähren. Aber im Kontext einer, ich nenne sie mal gerne artgerechten Ernährung, also in einer coolen, weil die sollte von sich aus schon eher kohlenhydratärmer sein, ausreichend, aber als gute Fette enthalten, ja, in diesem Kontext kann die Keto gezielt eingesetzt, sehr, sehr sinnvoll sein.

Gut, wenn ich jetzt nicht Schluck aus der Pulle nehmen will, sondern sage, also ich möchte doch lieber mich gesund ernähren, wie das so immer gesagt wird, was sollte ich denn dann essen oder was muss ich essen, um in die Dose zu kommen oder leicht getönte zu kommen?

Eigentlich ist das, das ist relativ simpel, kann man sagen, ja. Jetzt im Widmen, wenn ich jetzt von den von echten Lebensmitteln ausgehe, einfach, weil mit Prozent oder so, da kann man immer so schwer was anfangen, ja, dass man sich das vorstellt. Und wenn man von Fett redet, dann denken die Leute immer, wieder muss ich irgendwie alles schwimmen in Öl oder und so ist es auf keinen Fall. Die Basis sind tatsächlich grüne Gemüse, weil die sind von sich aus einfach kohlenhydratarm. Das heißt, das erste, die erste Regel: Alles, was blüht, trickst, grünes und über der Erde weg ist, kann ich in Omas essen, muss man nichts zählen, ja. Dazu kommt dann irgendeine gute, hochwertige Eiweißquelle, ein Fisch, Fleisch, in der Ryan, Milchprodukte, wenn man verträgt, ja, wenn es passt, nicht fettarm, sondern mit ihrem natürlichen Fettgehalt. Und die meisten, wenn wir jetzt nicht nur vom Filetsteak geredet oder nur von der trockenen Hühnerbrust, sondern wirklich das ganze Tier sich anschaut, sieht man, dass dieses Verhältnis von Fett, Eiweiß meistens sehr ausgewogen ist. Und jetzt und dazu brauche ich dann nur noch ein bisschen ein Öl, ein Fett auf meine Gemüse geben, so dass es eben gut schmeckt, ja, weil Fett ist ja auch ein Geschmacksträger, aber er hilft auch, dass die guten fettlöslichen Vitamine aufgenommen werden können. Und schon bin ich eigentlich relativ Keto-gen unterwegs.

Die 54 müssen wird, denkst du da idealerweise? Man kann immer unterscheiden, mehr die die pflanzliche oder tierische Fette. Bei den tierischen Fetten, alles, was das, was es im Angebot gibt, ja, das, was drauf ist am Tier, aber natürlich auch Butter oder Butterschmalz. Aber auch man kann gut Schweineschmalz verwenden. Man kann aber auch Rindertalg auslösen. Das war übrigens früher das Mittel, wo man zum Hocherhitzen, das war das Geheimnis der belgischen Pommes Frites, warum die so so ausgezeichnet auch vom Geschmack her. Wann lässt sich wirklich wunderbar zum Hocherhitzen verwenden. Und von den pflanzlichen Fetten, da haben wir die jetzt für die für die größere, für mehr Volumen, was man so mehr verwendet, sie es jetzt das Olivenöl zum Beispiel, das Kokosöl, dann [Musik] jetzt mehr so für die Salate. Habe ich kann ich ja eigentlich alle Nutzer verwenden, Avocadoöl, ein Kürbiskernöl, was natürlich im in Österreich, gerade in der Steiermark zum Beispiel, sehr beliebt ist. Und es wird vielleicht ein oder andere sagen, aber das sind doch auch Omega-6-reiche Öle. Das ist schon richtig, aber erstens im Kontext einer artgerechten Ernährung habe ich ja sonst relativ wenig Omega-6-Fettsäuren dabei und die Menge macht natürlich auch. Und wenn ich ein so Nussöle, die verwendet man ja wie ein Gewürz, das mal an Teelöffel, ein Esslöffel auf einem ganzen Salat drauf, dann esse ich bleibt ja auch was in der Schüssel zurück, das darf man nicht vergessen, dass da auch nicht sich jetzt wahnsinnig machen und sagen, das ist ein zarter Öl, sondern es kommt immer auch auf die auf die Menge drauf an. Und natürlich auch auf die Herstellungsart. Und bei den rat bei den mehrfach ungesättigten Fettsäuren, also jetzt im Speziellen Omega-3, Omega-6-Fettsäuren, die sind ja sehr empfindlich auf Wärme und deswegen mache ich schon klar, das ist eigentlich für das Erhitzen nicht geeignet, ja, weil die, das das hält dieses Fett nicht aus. Und ein zum Beispiel ein gutes, in gutes Leinöl, das ist ja enthält viel Omega-3-Fettsäuren, das muss in einer dunklen Flasche im Kühlschrank aufbewahrt werden, weil das so reaktiv ist, eigentlich ja. Man muss daran denken, es regelmäßig zu benutzen, wenn bei uns gibt mir die Hälfte weg für die ganz genau. Genauso, deswegen lieber kleine Fläschchen und und das ist eben das, was was das große Problem an den Pucher misst, die so jetzt erst recht populär sind, ob das jetzt ein Rapsöl ist und ob das ein Sonnenblumenöl es oder Maiskeimöl es sein, Buch verarbeitete Öle und sie sind, werden wir stehen eben zum Großteil aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die einerseits schon nicht zum Erhitzen geeignet sind und auf der anderen Seite oft durch diesen durch einfach durch diesen Herstellungsprozess schon beschädigt sind, also schon ranzig werden, weil durch Druck, selbst wenn es kalt gepresst ist, aber allein der Druck ist Wärme, Druck entsteht schon Wärme und alles, was über 40 Grad hinausgeht, oxidiert diese Fette. Also da ist mir im Iran habe ich mal eine Höhle besucht, wo Sesamöl gemacht wurde, ja, und ja auch sehr gut apostrophiert, aber die Steine waren brüllend heiß, formal Vorgang. Ja, ich denke mal, das ist auch nicht so ganz ohne 3 ist, wie wenn man weiß, wie das hergestellt ist, sicherlich ganz, ganz wichtig. Ja.

Gut, jetzt haben wir schon was zum Essen gehabt. Was fehlen uns darin unsere Potpourri überlegt gerade? Also vielleicht, dass die jetzt wirklich viele, also ein bisschen auch die schon ein paar Vorurteile angesprochen, weil es kommt ja oft eben, das Gehirn braucht Zucker, das haben wir schon geklärt. Wir haben geklärt, dass Klose eigentlich was natürliches ist. Ich habe es kurz angesprochen, wir sind als als Säuglinge in Keto, sei aber natürlich auch in Fastenphasen. Das heißt, wenn wir jetzt in unserer in unserer Geschichte zurückblicken, war es sicherlich immer etwas natürliches, phasenweise in Klose zu sein. Das heißt, dass es ist einfach sicherlich kein unnatürlicher, gefährlicher Zustand. Es ist etwas, was man, was man strategisch einsetzen kann. Und wenn man sich, aber wenn man sich aber wohlfühlt damit und es einem gut geht und man Lust hat, oder vielleicht auch aus Grund, weil ich eben wirklich sehr Insulin-resistent werde oder eine andere eine andere Indikation haben, wo man sagt, es wäre gut, wenn ich diese Ketone noch zur Verfügung habe. Ich habe auch gesagt, ohne sind nicht nur Energiequelle, sondern machen auch auf zellulärer Ebene einige Gäste, wie z.B. auch Entzündungsprozesse runterregulieren, aktiv. Da gibt es NLRP3 Inflammasome, heißt es, das ist ein richtig schaut, also ein kleines Schaufelrad, das ist in der Zellmembran eingebaut und das schaufelt Interleukine nach außen, also das schaufelt Entzündungsfaktoren. Und gerade in chronisch entzündlichen Erkrankungen ist das überaktiviert. Und da wird z.B. wirken die Ketone nachweislich regulierend. Und und das ist vielleicht das Besondere, dass jedes Medikament, das kann ja auch quasi so in die Gegenrichtung ausschlagen. Also ich kann ja übermäßig regulieren, vielleicht, weil ich will ja auch Entzündungen haben, brauche Entzündungen. Der spannende an den Ketonen ist, dass die eben, ich sage er modulieren, das bedeutet immer in Balance bringen, wieder in die natürliche Balance zurückbringen und nie übermäßig himmeln irgendwas. Und das ist vielleicht das Spannende an vor allem an diesem Molekül und auch dient das der Grund, warum er vielleicht auch längere Phasen potenziell in die Hose verbringen möchte und eine ein großes Vorteil, dass in der herumschwirrt und das auch Fehler wirklich appell davon, das umzusetzen, ist die Angst, sich zu schaden damit und die Angst, irgendwelche Mangelerscheinungen zu bekommen. Ja. Und und man kann immer sagen, es ist egal, wie ich mich ernähre, wenn ich mich nur von einem Produkt z.B. wenn er dann werde ich immer eine einem Mangel haben. Per se ist an einer ketogenen Ernährung nichts, es fehlt nichts, was einen Mangel unausweichlich macht. Ja, es ist nichts, es ist keine keine nichts, was ich das, was unbedingt sein muss, was ich da ist, definitiv ausschließt. Das heißt, eine eine ketogene Ernährung kann, wenn ich sie gut formuliere, das betrifft ja jeder Ernährungsform, wenn ich sehr gut formuliert ist, sie nährstoffdichte, oft nährstoffdichte als eine klassische Ernährung nach nach D zum Beispiel. Ja. Und es gibt ja wohl auch keine zur Krankheit. Nein, eben, das ist auch sehr spannend. Es gibt es gibt de facto keine keinen keine Zucker-Mangel-Erkrankungen. Steht sogar ein, denn das kann man in den ganz offiziellen Ernährungsfachbüchern nachlesen. Es gibt keine definierte Mindestgrammzahl an Kohlenhydraten, dich zu mir nehmen muss. So was gibt es nicht. Aber es gäbe, ich denke mal, diese die Vorbehalte gegenüber der Dose ist auch aus der ersten oder aus der Diabetes er gekommen, nämlich die Verwechslung mit der Ketoazidose. Das ist eine ganz andere Sache, ist da sind bei hochpathologischer Zustand, in dem sich die Diabetiker selber bringen, aber es hat mit der Dose über nichts zu tun.

Genau. Das ist leider auch gut, dass du das noch mal ansprichst. Das ist nämlich auch das, was leider viele, viele Ärzte als erstes damit verbinden, weil es auch im Curriculum nur in diesem Kontext quasi mit vorkommt. Und die Ketoazidose ist eben ein Stoffwechsel, eine Stoffwechselentgleisung, wie sie beim Typ-1-Diabetiker vorkommen kann, die aber nichts mit physiologischer Klose zu tun hat. Ja.

Gut, daher glaube ich, in großem Bogen gespannt. Dank dafür. Habe ich noch irgendein Schwankung für unsere Zuhörer und Zuschauer? Vielleicht so, wer sich am Anfang an das Thema manchmal auch überwältigend sein, deswegen habe ich auch das Buch geschrieben. Und diese diese Fragen, diese 120 Fragen, die ich da auserkoren habe, quasi näher ausgearbeitet hat, die sind aus dem heraus, was ich jetzt die letzten, jetzt mache ich es auch schon zehn Jahre, auch immer wieder Anfragen bekommen habe. Deswegen denke ich, man kann damit viel, viel der großen Fragezeichen natürlich abklären. Aber generell kann man sagen, man jeder kann man kann es mal ausprobieren. Der Hand soll neugierig bleiben, es für sich selber testen. Das ist nichts, wo ich sage, wo ich mich, wenn ich mir einen Arm abhacken, gut, da gibt's kein Weg zurück. Das ist vielleicht eine Entscheidung, die ich mir sehr gut überlegen sollte. Er, aber mal eine Ernährungsform auszuprobieren für zwei Monate, da kann nichts passieren. Ja. Und wenn ich drauf komme, das sagt mir überhaupt nicht zu, ja, dann war es das ein Versuch, es war ein Kennenlernen. Und deswegen recht nur jedem mal empfehlen, das auszuprobieren. Vielleicht findet man Gefallen daran, vielleicht sieht man es auch als Werkzeug, als Tool, vielleicht verbessert sich auf einmal die Blutzuckerwerte, an denen man schon so lange herumdoktert, sagt, weil man einfach diesen nächsten Schritt vielleicht noch nie war, vielleicht schon ganz gut, aber so so richtig ist noch nicht in die richtige Richtung. Oder man merkt eben, dass man sich viel, viel besser konzentrieren kann und dieser Nebel ein bisschen weg ist. Und dann kann ich zum Beispiel auch für als Performance-Verbesserung zum Beispiel auch einsetzen. Ich kann ganz gezielt sagen, jetzt kommt ein Meeting-Marathon und ich habe es diese und jene wirklich zwei anstrengende Tage vor mir, wo ich top fokussiert sein muss, da gehe ich bewusst in die Klose. Das heißt, für solche Dinge kann man das dann auch optimal einsetzen und wirklich einfach mal ausprobieren. Und in Wirklichkeit kann eben nichts nicht stehen. Also, ich denke, da seinen Job Schlusswort: Probieren geht über Studieren. Julia, ganz herzlichen Dank noch mal. Und ich kann also nur empfehlen, sich das Buch zu beschaffen, weil sie einen guten Überblick gibt und eine gute Grundlage, um es dann wirklich auszuprobieren. Noch was vielen Leuten auf ihn. [Musik]