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Bewegung & Biomechanik besser verstehen - MTMT podcast #222

MTMT1:25:45

Transcription

Herzlich willkommen zum MTMT Podcast, der beste deutsche Fitnesspodcast der Welt. Hier sind eure Hosts Andreas Klingsaisen und Christopher Herrmann. Was bringt dir dein 200 Kilo Deadlift oder dein Sixpack, wenn du dich nicht wie ein Mensch bewegen kannst und der am Ende vom Tag eigentlich scheiße geht? Wir geben bessere Antworten auf die Fragen der Fitnessbranche. Was brauchst du? 100 Zertifikate, wenn du keinen Zugang zu deinem Gegenüber findest? Du musst einfach ein Menschenmensch sein. Grundprinzipien sind Systemen einfach immer überlegen. Es geht um Prozessliebe und nicht um Ergebnisse orientiert. Fitness und Gesundheit sind keine Endziele, sondern sich dauerhaft autoregulierte Prozesse. Wir haben zwar keine Ahnung davon, aber wir reden trotzdem darüber. Und damit: herzlich willkommen zum Podcast.

Der Andy ist im Urlaub – verdienten Urlaub. Deswegen habe ich mir heute mal wieder Verstärkung von Basti geholt.

Was sie schönes, dass du da bist.

Schönes, hier sein zu dürfen. Vielen Dank für die Einladung. Und bevor wir zum Thema kommen: Leute, ihr kennt sie bereits – dieser Podcast ist gesponsert von Löwenanteil. Unterstützt eure Gangs und unterstützt uns und alles, was wir machen. Wenn ihr euch Löwenanteil bestellt mit dem Code MT10, kriegt ihr 10% auf alles.

Ja, und jetzt zum Thema. Ich musste gerade ein paar Mal tief durchatmen, bevor wir anfangen, weil das Thema, über das wir heute reden, da bin ich sehr emotional investiert, und ich werde versuchen, heute nicht so viel rumzuschreiben, mich nicht so viel aufzuregen und so weiter, was wahrscheinlich sowieso passieren wird, weil das Thema ein elementar wichtiges Thema ist und alle, die Bewegung, Biomechanik, Training besser verstehen wollen, für die ist das wahrscheinlich der wichtigste Podcast, den wir bis jetzt so aufgenommen haben.

Tatsächlich. Okay, dann bin ich gespannt, was jetzt passiert.

Was sie, mein Lieber, ich würde heute gerne über Modelle mit dir sprechen. Das ist so ein bisschen aus gegebenen Anlass dieses Thema aufgekommen. Ich habe noch ein paar Sessions gehabt und so weiter, und die haben dieses Thema bei mir jetzt noch mal extrem getriggert. Wie fangen wir jetzt an?

Ich glaube, man muss erstmal mit einer absoluten Grundsätzlichkeit anfangen, und zwar: im Verständnis dafür, was Modelle überhaupt sind. Ich habe gerade mal Wikipedia gefragt, also das gegoogelt, etwa. Ich habe es gegoogelt. Also als Modell gilt in der Wissenschaft eine mehr oder minder umfangreiche Abbildung der Wirklichkeit. Weiter muss ich gar nicht reden, und das muss man verstehen und verinnerlichen, diesen Satz, was das bedeutet. Und man muss verstehen, dass wir in unserem Verständnis und in unsere Arbeit, egal ob man Therapeut ist oder Trainer, dass wir immer nur mit Modellen arbeiten. Das heißt, wir wissen nicht tatsächlich, wie Bewegung funktioniert und Biomechanik funktioniert. Wir können das Ganze immer nur in Modellen abbilden, damit wir die Realität vereinfachen können, damit wir irgendwie drüber nachdenken können, damit arbeiten können und so weiter. Und das ist ein Punkt.

So ja, das hört man jetzt vielleicht und denkt sich so: gehört klar, habe ich verstanden. Aber man muss es wirklich, wirklich verstehen und verinnerlichen, dass diese ganzen Darstellungen, so so funktioniert der menschliche Körper und so weiter, das sind Modelle davon, wie der Körper vielleicht funktioniert. Und dann muss ich natürlich auch George Box zitieren, den berühmten Satz: Alle Modelle sind falsch, aber manche sind nützlich. Und auch diesen Satz, den haben bestimmt auch viele, die jetzt gerade zuhören, schon mal gehört, aber man muss ihn mal – man muss es wirklich verinnerlichen. Man muss wirklich checken, was das bedeutet und was das für Auswirkungen hat auf das Lernen von – also über Bewegung und auch was es für Auswirkungen hat wirklich auf die Praxis und so weiter. Weil vielen Leuten – oder vielen Leuten ist glaube ich gar nicht klar, dass sie mit Modellen arbeiten, die halt falsch sind, die auch nützlich sind oder nützlich sein können, aber dass jedes Modell, das wir haben vom menschlichen Körper, erstmal falsch ist und eben nur ein Modell ist. Das ist nicht die Realität, sondern eine mehr oder minder umfangreiche Abbildung der Wirklichkeit.

Ganz genau.

Gemerkt habe. Wirklich krass. Ich bin beeindruckt. Und meistens ist es wahrscheinlich eher eine minder umfangreiche Abbildung der Wirklichkeit, gerade wenn wir von biomechanischen Modellen reden. Und genau deswegen ist das Thema so unfassbar wichtig und liegt mir so am Herzen. Und gerade die letzten Tage, hat sich dann mehr darüber nachgedacht, habe da ist es mir irgendwie noch mal wie Schuppen von den Augen gefallen, wie falsch die Modelle sind, nach denen wir arbeiten und wie das nicht gesehen wird von Menschen. Also wenn halt irgendwer das erklärt, so: ja, so funktioniert das und so weiter, dann ist es halt immer nur ein Modell. Und ganz, ganz viele von diesen Erklärungsansätzen, wie Bewegung funktioniert, sind sehr falsch, und wir können das nicht akzeptieren. Also wir können das nicht als richtig ansehen und hinnehmen. Wir müssen dauernd hinterfragen: Okay, ja, der erzählt mir das, das Modell stellt es so und so da, wie weit ist es denn von der Realität und von der Wirklichkeit entfernt? So, das ist eine absolute Grundsätzlichkeit für mich. Und jetzt könnte man eigentlich auch den Podcast schon wieder beenden, weil darum geht es im Prinzip. Aber natürlich machen wir das nicht, sondern wir reden jetzt erstmal drüber. Was denkst du so über die Modelle, Fragen?

Ich glaube, das war sogar in einem der letzten Podcasts, wo es genau darum ging: Muss man denn immer alles hinterfragen oder nimmt man quasi den easy way out und nimmt Sachen einfach als gegeben hin, quasi, und hinterfragt nicht alles, sondern arbeitet halt nach Rezept quasi. Und ja, genau, jetzt weiß ich, jetzt war der Podcast ähm, wo es dann um wie wir lernen, wie wir studieren quasi ging, und ähm darum, dass man nur die letzten 20 Seiten eines Buches liest, wo einfach drin steht, was man wie machen muss, um irgendwas zu machen, und ähm du dich quasi mit den ersten 20 Seiten eines Buches beschäftigt, wo er darum ähm muss – darum geht – nach – was von Prinzipien quasi die letzten Wochen runtergekocht wurden. Und das ist ja eigentlich die – die Quintessenz ist. Und das geht so – das geht für mich so in die Richtung: sein eigenes Modell immer weiterentwickeln zu wollen und immer hinterfragen zu wollen, warum man denn das Rezept gezogen macht und nicht einfach nur das Rezept so zu machen, wie es da steht, weil es irgendjemand gesagt hat. Und dann habe ich auch neulich, passend zum Thema, noch mal ein Zitat gelesen, dass ich von vor ein paar Jahren mal gelesen habe, und zwar von Tony Robbins. Ich kriege das nicht – aber zusammengefasst ist so, dass die Qualität der Fragen, die man stellt, die Qualität seines Lebens beeinflusst. So, und das ist genau das – das ist genau das. Und ich bin immer beeindruckt von Menschen, die sehr weit denken, so, also die Sachen versuchen zu Ende zu denken. Und das ist wahrscheinlich ein Ding der Unmöglichkeit. Man kann Sachen nicht zu Ende denken, weil wir immer nur quasi ein Abbild von der Realität vor uns haben. Und aber man kann es zumindest versuchen, und man kann halt – man kann sie weiterdenken.

Genau, man kann das, was wir nicht so wirklich viel machen in unserem – versuchen seine Box zu verlassen, in der man denkt: So, ich will jetzt auch gar nicht dieses – auf der Box denken und so weiter, hier so groß sprechen. Aber natürlich ist es lohnenswert, über seinen Horizont hinaus zu schauen. Und das ist super schwer, und ich habe mich oft selber – wie ich auch ähm einfach Dinge der Einfachheit halber hinnehme, vielleicht erstmal und einfach nur irgendwie mache oder zumindest ausprobiere, ob es auch wirklich so funktioniert. Und dann etabliere ich das so ein bisschen in gewisse ähm Prozesse meines Lebens, egal ob jetzt Arbeit ist oder mein – mein Privatleben oder egal – mein Training, in meiner Ernährung so ungefähr. Und dann komme ich irgendwann mal an den Punkt und frage mich: Hey, wieso ist denn das, was funktioniert, oder wieso ist das, was nicht funktioniert? Und ähm dann will ich da natürlich mehr wissen, und dann will ich – dann frage ich mich auch: Okay, deswegen ist das der Grund, warum das funktioniert. So, ganz allgemein gehalten. Und allein durch den Gedanken, den man sieht, oder die Frage, die man sich dann stellt: Warum funktioniert das? Da kriegt man dann so viele Antworten, um Parallelen zu ziehen oder andere – oder warum funktioniert das nicht? Da kann man zu viel Rückschlüsse ziehen und sein eigenes Spektrum so krass erweitern, weil man dann halt parallel sieht, warum gewisse Dinge funktionieren und da hat – andere Möglichkeiten findet, die auch funktionieren können und so weiter. Und dann seine Toolbox oder wie auch immer man es nennen will – der Bezug auf die Arbeit – so krass erweitert, einfach nur indem man versucht, bessere Fragen zu stellen.

So, okay, halt Stopp. Eben musste ich sogar die Augen verdrehen, als du Toolbox gesagt hast. Ich glaube, weil das – das ist ein großes Problem. Du hast gesagt: So, sein eigenes Modell – das ist auch noch mal ein wichtiger Punkt. Jeder von uns hat sein eigenes Modell. Wir haben alle irgendwie eine vereinfachte Vorstellung davon, wie der menschliche Körper funktioniert, wie Bewegung funktioniert, ob jetzt im Krafttraining oder außerhalb vom Krafttraining. Das heißt, jeder hat sein eigenes Modell. Das ist so – viele haben da noch nie drüber nachgedacht: Was ist denn mein Modell? Und natürlich setzt sich das eigene Modell aus externen Modellen zusammen, logischerweise, hoffentlich aus mehreren, bei manchen auch nur aus einem, weil eben manche akzeptieren ein Modell als ihr eigenes und denken nicht weiter. Dadurch schränkst du dich in deinem Verständnis automatisch ein, dadurch bleibst du in deiner Box, in einer sehr, sehr kleinen Box. Und sprich, das Verständnis – das eigene Verständnis weiterzuentwickeln bedeutet, das eigene Modell weiterzuentwickeln. Das ist ganz wichtig, und das sollte unser Ziel sein. Ja, nicht mehr Tools in die Toolbox packen, weil eben – das sind die letzten 20 Seiten auf dem Buch. Das ist irgendwie – ich lerne die Methode, ich lerne diese Progressionen und so weiter – so, das sind Tools. Aber Tools sind nicht wichtig, weil das Wichtige ist, dass du checkst, wie und wann du Tools einsetzt, und das lernst du, indem du dein eigenes Modell weiterentwickelst. Das ist ganz, ganz wichtig, glaube ich. Also auch wieder – das sind so – das sind auch Sachen, so die – die sind für mich inzwischen – die sind voll klar. Natürlich war ich vor einigen Jahren auch noch völlig ahnungslos und habe auch – also hätte ich mir jetzt zugehört vor ein paar Jahren, würde ich wahrscheinlich auch sehr: Okay, was labert der Typ? So, halt’s Maul, ich weiß schon, wie das alles funktioniert. Hier Muskel sieht von danach da, blablabla. Da gehen wir mit Sicherheit gleich noch mehr drauf ein, also so ein bisschen spezifischer: Was ist denn das gängige Modell unserer Branche und warum ist es problematisch? Das ist so – ist aber – ich glaube, so dieser Punkt: Arbeitet an eurem Modell und nicht – und packt euch nicht immer mehr Tools in eure fucking Toolbox, weil genau – sonst seid ihr genau an dem Punkt, den du gerade beschrieben hast. Und nicht einfach nur Tools für die Toolbox sammeln und dann ganz viele Zutaten für seine Rezepte haben, quasi, sondern versuchen sich in die Möglichkeit zu begeben, ortsbeispiel anzusetzen.

Ja, ich glaube, das ist – durch sich – mehr Möglichkeiten zu geben, durch Prinzipien, wie man verstanden hat, durch die Erweiterung seines Modells, weil dann hat man nämlich – also unendlich viele Tools in seiner Box, ohne und du sammeln – du kannst deine eigenen Rezepte basteln. Ja, und dementsprechend auch deine eigenen Tools. Also so konkret bedeutet ja auch so, dass du halt einfach – du bastelst ja halt eine Übung zusammen. So, du musst nicht in deine Toolbox greifen und Übung ah rausnehmen, die du dann mit deinen Leuten irgendwie machst, sondern du siehst den Menschen, du hast ein gutes differenziertes Modell, und ganz dann sagen: Okay, da braucht das – der braucht das – der braucht das, also mache ich halt mit dem diese Bewegung, ohne dass diese bewegen ein spezifisches Tool A oder B aus der Toolbox ist, sondern das entsteht quasi live in Echtzeit durch die Gedanken, die du gemacht – und da eben – dann musst du nicht auf so spezifische Dinge zurückgreifen, sondern dann hast du halt irgendwie – du hast dieses Modell von wegen: Okay, ich will mit dem Blitz Gott machen, und dann kannst du selber quasi aufbauend auf den Grundprinzipien, die du irgendwie verstanden hast, sagen: Okay, ich mache den Split Squad jetzt so und so für diesen Menschen aus diesen Gründen und so weiter. Und das kannst du aber nur, wenn du eben ein offenes Modell hast. Das ist glaube ich wichtig. Also ein offenes Modell, weil eben – das eigene Modell sollte nie fertig sein. Das sollte immer – es sollte immer komplexer werden, weil eben ein Modell versucht, die Komplexität der Realität zu vereinfachen. Und wenn wir mit unserem Modell – wenn wir wollen, dass es weniger falsch ist, dann bedeutet es automatisch für mich, dass das Modell auch immer komplexer werden muss. Und das bedeutet nicht, dass es komplizierter werden muss, aber es muss quasi mehr Faktoren beachten, respektieren, die in der Realität eine Rolle spielen. Ja, und immer weniger Dinge ausklammern, weil das macht man ja auch automatisch so. Man klammert Dinge aus, man ignoriert Sachen, um die reale Welt zu vereinfachen. Und je mehr Faktoren man quasi mit einfließen lässt in seinem Modell, je weniger man ausklammert, desto komplexer wird es, aber desto näher ist es am Ende an der Realität, weil die Realität unfassbar komplex ist. Ja, und das natürlich – was – was erstmal sehr komplex klingt und sehr kompliziert klingt oder abstrakt, aber deswegen sag ich, was mir so wichtig ist, heute über reden ja, und alles ist – alles aber als ich – ich will nur quasi – ich will nur Verständnis zeigen, dass wenn man jetzt zum Beispiel neu bei uns ist oder neu in der Branche ist oder ein angehender Trainer, Sportstudent, Physio ist oder auch jemand, der quasi gerade irgendwie vom Wakening steht und ähm jahrelang irgendwie gearbeitet hat nach seinen Tools und so weiter und nichts in der fragt hat und jetzt an dem Punkt ist und Dinge hinterfragt, so ähnlich wie wir das vor ein paar Jahren waren, dann ist es natürlich erstmal overwheming, und es ist absolut verständlich, und das ist auch okay, so, und das gehört auch dazu, und es ist ein absolut legitimer Weg, finde ich, dass man dann auch gewisse Dinge erst mal – erstmal ausblenden darf oder sich erstmal über das Sammeln von ein paar Tools und das Ausprobieren natürlich auch hier ähm fine down to the round äh umgekehrt [___] around to find out [Musik] sich auch quasi erstmal auf eine gewisse Einfachheit beschränkt und Dinge ausprobiert, Dinge in seine Toolbox sammelt, aber immer mit dem Hintergedanken, dass falsch oder immer – oder unvollständig – das ist unvollständig.

Genau. Nur von wegen so: Jedes Modell ist irgendwie falsch. Dass man vielleicht wäre auch das Zitat irgendwie besser und einleuchtender, wenn man halt nicht sagt: Jedes Modell ist falsch, weil dann denken Leute schon wieder: Oh nein, das ist falsch. Ja, sondern: Jedes Modell ist unvollständig. Ja, aber kann nützlich sein.

Genau. Und für mich ist immer hilfreich, sich immer wieder in den – in den eigenen Kopf zu rufen, wo man gerade auf dieser Welt steht. Also wenn ihr euch so eine Glockenkurve vorstellt – was heißt Glockenkurve auf Deutsch?

Normalverteilung.

Genau. Und wenn man sich mit irgendwas auseinandersetzt [Musik] um sein Modell zu erweitern, quasi, mit irgendeinem Thema – hier könnt ihr irgendwas x-beliebiges einfügen – dann seid ihr erst am Anfang von der Normalverteilung, und da steht erstmal: Zum Placity – also erstmal eine gewisse Einfachheit – nee, vielleicht eine gewisse ähm Reduziertheit. Und dann habt ihr das natürlich im Kopf, wenn ihr das – wenn irgendwas reduziert, einfach ums auch anwenden zu können, um auch irgendwas kochen zu können, quasi, um in der Rezeptanalyse zu bleiben. Und dann wird es aber immer komplizierter, und wie geht die Normalverteilung hoch – sein – dann irgendwann am Pik von dieser Normalverteilung. Und da ist es unfassbar komplex, und da – da lest ihr euch dann irgendwas durch, schaut euch was an, probiert was aus, und es ist verwirrend, und ihr müsst jeden Tag aufs Neue quasi live machen und es wieder verstehen. Und mit der Zeit geht ihr dann – hatten die Normalverteilung wieder nach unten, weil ihr einfach mehr Verständnis anhäuft, eure Modelle erweitert habt und das Ganze auch in eure tägliche Arbeit eingebaut habt, und das Ganze wird wieder einfacher. Also das ist so eine Kurve, und das durchlauft ihr euer ganzes Leben lang so. Das wird immer wieder der Fall sein, so. Es wird immer von einer gewissen Einfachheit wird es komplizierter – oder nicht komplizierter, irgendwie einfach, sondern komplexer, wie du gerade gesagt hast. Und es ist wahrscheinlich auch sehr, sehr kompliziert, und dann könnt ihr das aber einfach wieder leichter runterkochen und einfach verwenden in ähm in eure Arbeit, in eurem Denken, in eurem täglichen Dasein einfach. Und das – das gehört dazu. Das Wichtigste ist nicht so, dass man von Anfang an die Komplexität von allem sofort in seine Gedanken aufnehmen muss und dann [Musik] versuchen, das irgendwie in seine Arbeit umzusetzen, sondern es ist auf jeden Fall hilfreich, das auch so ein bisschen zu reduzieren, aber diese Komplexität immer im Hinterkopf zu behalten. Da gab es ja auch die Folge mit dem – mit der grünen, wabernenden Masse oder so, wenn ich mich recht erinnere.

Also diese Komplexität – halt Unsicherheit auch.

Genau, das ist völlig fein so, weil es ist immer so, dass alles irgendwie nur eine Abbildung der Realität ist, aber niemals die Realität. Zum Glück habe ich vor ein paar Tagen Matrix gesehen, noch mal sehr gut zu dem Thema. Ja, ähm, genau das ist es, glaube ich. Also, und dementsprechend – das habe ich auch in diesem „Wie wir lernen, wie wir uns fortbilden“-Podcast gesagt: Ich glaube, es ist unabdingbar und elementar wichtig, dass man regelmäßig überfordert ist, wenn man versucht, sein eigenes Modell weiterzuentwickeln. Weil eben – die Überforderung bedeutet, du bist quasi auf dieser Normalverteilung dann irgendwie ganz oben, wo du denkst: So [___]. Und eben – das kennt jeder, der sich mit dem wirklich auseinandersetzt, diesen Moment, wo man denkt: Okay, ich checke gar nichts [___]. Aber der Moment – ich checke gar nichts [___], wenn du da halt nicht dich davon abschrecken lässt, nicht aufhörst, dann diesen Punkt, sondern weitermachst, dann würdest du – wirst du irgendwann runtersleiden die Normalverteilung, auf der anderen Seite rauskommen und sagen: So, okay, ich verstehe, wie komplexes ist, aber ich habe es für mich in mein Modell jetzt eingeordnet, und ich kann irgendwie mit dieser Komplexität umgehen, und sie lähmt mich nicht in meine Arbeit und Leben. Bedeutet in unserem Feld: Ich mache so, wie ich schon immer gemacht habe, sondern es bereichert meine Arbeit wirklich und eben nicht durch unnötige Verkomplizierung von Sachen, sondern es gibt dir ein klares Bild auf die Realität. Und dadurch wird unsere Arbeit leichter und besser – natürlich – also besser, zielführender. Wir können unsere Tools besser einsetzen, wir können individueller auf Menschen eingehen, wir haben einfach ein besseres Bild von dem, was wir halt so machen. Und wir können ja jetzt mal ein bisschen konkreter werden und drüber reden, wie das gängige Modell unserer Branche aussieht, weil das ist so – das hat auch diesen Podcast getriggert, das hat ganz viel getriggert bei mir jetzt in der Woche eben. Das ist ja oft so: Da kommt irgendwie – also man hat das Thema irgendwie – ich habe das eben im Kopf, und dann kommt so ein – so ein Case, und dann wird sie aber noch mal so vor Augen geführt, und das ist so [___]. Und das ist mir wie Schuppen von den Augen gefallen, dass unser – also ich habe auch in ein paar Gesprächen gesagt: So, dem technischen Modell, dem 90% unserer Branche folgen – Ärzte, Physios, Trainer – also einfach dem Modell von Bewegung oder Biomechaniker, willst du so – das sieht – das ist – sieht sehr gleich aus für den Großteil unserer Branche, und es ist extrem falsch und extrem veraltet. Wir folgen hauptsächlich einem sehr muskelzentrierten Modell, wenn es um Bewegen geht. Kleines Beispiel: Das ist so – ja – hypothetischer Kunde, der zu mir kommt, ist vielleicht Leichtathlet, hat vielleicht Knieschmerzen. Und dann ist so: Okay, ja, warum hast du Knieschmerzen? Geht zum Arzt, MRT ergibt nichts – geil – kein struktureller Schaden. Ich Knie tut trotzdem weh. So, okay, woran könnte das liegen? Und jetzt kommt das Modell ins Spiel. Jetzt brauchst du – versuchst einen Erklärungsansatz zu finden, warum dieses Knie irgendwie überlastet ist, warum das weh tut. Und wenn man jetzt dem gängigen muskulärzentrierten Modell folgt, dann ist – dann gleich die Frage: Okay, welcher Muskel ist schuld, dass das Knie weh tut? Und das Modell ist – dahinter steckt – und das muss man sich wirklich mal klar machen: Was steckt denn hinter diesem Denken? Und dahinter steckt ein extrem mechanisches, zweidimensionales Modell vom menschlichen Körper, dass wir denken: Okay, wir haben irgendwie Knochen und Gelenke, und dann ziehen irgendwie Muskeln, und der Muskel, der in dem Modell an dem Gelenk zieht, der ist entweder – ist der zu kurz oder er zu lang. Und dann wird oft auch gleichgesetzt mit: Ein langer Muskel ist schwach und ein kurzer Muskel ist stark. Und gleich nochmal auf die – auf die Court vom Anfang zurückzukommen: Ist eine sehr wenig umfangreiche Abbildung der Wirklichkeit, dieses Modell. So, das ist sehr reduziert – eine extrem, extrem falsche Vorstellung, weil unser Körper – weil Muskeln schon mal nicht so funktionieren. Und wenn wir unser gesamtes Modell auf Muskeln aufbauen und dann auch noch ein verfallisches, extrem unvollständiges Verständnis davon haben, wie Muskeln funktionieren, ja, dann ist das ganze Modell schon mal irgendwie – kann nicht so gut sein irgendwie am Ende des Tages. Aber das ist – das ist wirklich, wirklich krass, weil diese Vorstellung von Bewegung so – die teilen halt sehr, sehr, sehr, sehr viele Menschen. Und dann ist eben die Frage, zurück zu meinem hypothetischen Beispiel: Okay, ähm, ich glaube, der Quad bekommt zu viel Zug über den Quad, und deswegen tut es Knie weh. Und dann ist die Konsequenz: Wir hören jetzt auf, die Quads zu trainieren, und wir trainieren mehr die hintere Kette. Und das ist – das ist Blödsinn. So, das ist einfach nicht richtig. Wenn das mein Trainingsansatz ist und ich dann sag: Ja gut, dann schraube ich das Volumen von quaddominanten Übungen runter und schraube das Volumen von Hammy- und Glut-dominanten Übungen hoch, das wäre dann die Konsequenz aus diesem Denken, wenn man eben denkt: So funktioniert der Körper. Und das ist halt auf so vielen Ebenen so falsch. Und führt auch dazu, dass die Interventionen, die wir dann aufbauen auf diesem Modell, eine Menschen geben, höchstwahrscheinlich nicht so gut funktionieren. Und jetzt kleiner Disclaimer: Manchmal funktionieren ja auch dann die Interventionen. Also Interventionen, die du Menschen gibst, können ja auch funktionieren, bloß die funktionieren nicht aus dem Grund, den wir quasi dem zuschreiben. Und das ist auch ganz, ganz wichtig zu verstehen. Oft funktioniert ja irgendwas so: Ja, okay, du trainierst jetzt mal so und so, und es funktioniert so – der Mensch fühlt sich besser. Aber eben nicht aus den Gründen, aus denen du denkst, dass es funktioniert. Ja, daher kommt ja auch so dieser ganze Beef mit: Behaltet Recht – so, dass man das nicht sagen darf. Und da steckt ja auch viel Wahrheit drin, weil du hast natürlich – du hast nicht recht. Du hast nicht recht mit deinem Mechanismus, du hast nicht recht mit deinem Modell, du kannst gar nicht recht haben, weil das Modell halt nie richtig ist.

Genau. Du hast Glück. Und das muss uns klar sein. Also es ist keine – es kann keine Ausrede sein: Mein Modell funktioniert, weil da hat es funktioniert. Weil da muss ich fragen: Ja, und wie oft hat es nicht funktioniert, deine Theorie in der echten Welt? Und eben gerade jetzt bei diesen hypothetischen Leichtathleten, da höre ich dann halt so: Ja, das ist der – der Trainer von denen, der sagt dann halt so: Ja gut, wir haben den Trainingsplan umgestellt. Und dann kommt er zu mir, ich schaue mir an, wie er sich bewegt, weil ich denke mal so: Also bitte, trainiere unbedingt weiter auch deine Quads. Aber allein – allein das – allein das: Trainiere mehr den Muskel, trainiere weniger den Muskel – und so – das ist so – ich denke nicht mehr so über Bewegung nach inzwischen. Das macht für mich einfach – es macht keinen Sinn, so darüber nachzudenken. Also macht wirklich keinen Sinn, weil – weil das Denken und dieses Modell so weit entfernt von der Realität ist, dass unser Körper tatsächlich funktioniert.

Genau. Da denkt jemand nicht auch nur einen Schritt weiter. Also es kommen jetzt gerade erst – und wir haben uns ja die Woche schon ein paar Mal ähm genau über diese Thematik angeschrieben: Wie kommt man – also wieso sollte denn der Quad bei dem Leichtathleten zu stark sein oder zu viel am Knie ziehen? Und überlege gerade – bedeuten – also davon ganz abgehängt – aber weißt du, dass man – man sagt so: Okay, das kann eigentlich nur der – das kann nur deswegen sein, dass der Quad zu sehr – zu stark ist und zu sehr am Knie zieht. Aber dann einfach nur die nächste Frage wäre: Okay, warum ist denn der Quad zu stark? Und dafür gibt’s einfach keinen Grund. Also so – ja, so ist er nicht – so dass die Person beim Leichtathletiktraining ständig Beinstrecker trainiert oder sowas – so – ja, nur Beinstrecker und sonst nichts anderes. Also eben – das ist ja nicht – wenn man es ein bisschen hinterfragt – genau, wie du sagst – einfach nur Meter weiter denkt.

Genau. Dann muss – müssen sich einen Haufen Fragen stellen – einen Haufen Fragen, die der Mensch, der eben sagt: So, das ist meine Erklärung – die dir nicht beantworten kann. Eben – wenn du mit der Frage kannst du selber – ja, weiß ich so – das ist wirklich – unser Körper ist nicht eine Ansammlung an Knochen, an denen einfach irgendwelche Muskeln ziehen und die Muskeln ziehen entweder zu stark oder zu schwach. So, hey Leute, wir haben Nervensystem! Oh [___]! Wir haben fasziales System! Oh [___]! Wir haben extrem komplexes Gelenksystem! Oh [___]! Wir haben muskuläres System! Oh [___]! Und wisst ihr was? Alle diese Systeme sind untrennbar miteinander verbunden, interagieren ständig untereinander. Und allein das – so – das ist ein Fakt – so – das ist – da kann man nicht drüber streiten – ist allein schon so ähm sinnbildlich, finde ich, wenn man sich offene Wunden oder halt Ops oder sowas anschaut, wie – wie ähm vermischt einfach alles ist – in einem Gelenk, in dem Muskel, in – also das – in den Muskeln übergangen und so weiter. Und dieses – das vereinfachte Modellwerk quasi: Okay, du hast die Sehne, die geht dann in den Muskel über, die der – in

Der andere Sehne, die selbst dann im Knochen an und so weiter und das ist irgendwie ein schöner Wechsel und so. Aber das ist, das ist ja alles so, die Übergänge sind ja so krass fließend. Und dann würde schon sagst, dann hängt da irgendwelche Bindegewebeschichten, fast jeden Blutgefäße so, das alles. Und das ist natürlich nicht so leicht zu erklären, natürlich dann nicht zu leicht auch irgendwie in unserer herauszufinden und so weiter. Aber das ist für mich auf jeden Fall auch was, was ähm Augen öffnen war, so das ist halt nicht quasi das gelbe vom Ei, sondern dieses reduzieren. Es gibt Gelenke, es gibt so weiter. Ja, also ich glaube, so die die Vorstellung, die Leute wahrscheinlich eher unterbewusst als bewusst haben für Menschenkörper, ist so, dass wir eine Zusammensetzung aus Hebeln sind und an diesen Hebeln ziehen halt Seile, aka die Muskeln. Und manchmal ist so eins von den Seilen irgendwie ausgeleiert, zu lang, manchmal ist es irgendwie zieht sich so zusammen und es verkürzt oder zu schwach oder zu stark oder so. Und das ist halt, davon müssen wir uns verabschieden, wenn wir unser Bewegungssystem irgendwie besser verstehen wollen. Die wir sind, wir sind keine Maschinen. Und wir sind, so selbst wenn Maschinen sind, sind wir deutlich komplexere Maschinen als eine Ansammlung ein Hebel, an denen irgendwelche Seile ziehen. Das für mich auch noch mal so einen großen, gutes Beispiel, wo das irgendwie erkennt wird. Wieso gibt's noch keine krassen Menschenroboter, die sich genauso gut und geschmeidig bewegen können wie wir Menschen? Ja, weil das hat einfach noch viel zu komplex ist, um das mechanisch zu reproduzieren. Oder wahrscheinlich gibt es noch eine Million andere Gründe, aber das ist glaube ich auf jeden Fall einen Grund so. Natürlich gibt es Roboter, die, aber man sagt ja nicht umsonst zu der Typ bewegt sich wie ein Roboter, wenn man sich halt irgendwie schmeißt und so weiter, sondern irgendwie so mechanisch und ähm eine Ebene quasi nach der anderen durchlaufen im Sinne von Sage Teil frontal. Und wir Menschen können das halt aus einem gewissen Grund geschmeidig machen, weil wir eben nicht diese Ansammlung von Hebeln sind, wie es eine Maschine, ein Roboter ist. Ja, voll und also das lustige ist ja auch so, wenn man dieses diesen Modell folgt von einem sehr mechanischen Hebelmodell, nenne es jetzt einfach mal ähm, dann bewegen sich die Leute tatsächlich auch, also total Fitness und so weiter. Ja, bewusst, dass mittlerweile Roboter gibt, die sich deutlich besser bewegen als manche Menschen so. Also da gibt's wirklich, da gibt's wirklich beängstigende Videos, geschickt als wir auch darüber geredet haben, wo ich auch gesagt habe, okay [__ ] jetzt kriege ich langsam Angst, ja so. Aber egal, es geht um, um das was dahinter steckt und das wirklich, denk mal drüber nach, was ist denn euer Modell? Wie denkt ihr denn über bewegen nach? Und mein, mein Modell am Anfang von meiner Karriere war natürlich auch extrem geprägt von Muskeln, war extrem muskelzentriert, weil du lernst halt Muskeln mit Ansatz, Ursprung und ihrer Funktion. Da ist auch erstmal, das ist ein Teil eines Modells, aber selbst, selbst das ist ja ein Modell, dass du sagst, der Muskel zieht von da nach da und die Funktion ist, dass das ist ein, das ist ein Modell. Und deswegen reden wir auch da nicht von der Funktion von dem Muskel, also wir bei mtmt, sondern wir sagen dazu Aktion. Aktion ist quasi dieses mechanische, was passiert, wenn der Muskel kontrahiert und Ansatz und Ursprung irgendwie zusammengeführt werden. Weil wenn du das dann wirklich in die Funktion des Systems Mensch einbaust, diesen einen Muskel, dann ist es halt deutlich komplexer. Und deswegen ist das, was wir als funktionelle Anatomie bezeichnen, keine funktionelle Chemie, sondern ein extrem vereinfachtes Modell von und nur von Muskeln. Und da auch wieder, denkt dran, Muskeln sind nur ein Bestandteil von unserem Bewegungssystem und selbst die verstehen wir gut. Und dann bauen wir darauf wieder unser gesamtes technisches Modell auf und so weiter. Das ist, das ist problematisch, das ist wirklich problematisch. Weil alleine die Funktion von losgehen so viel komplexer ist als eben Ansatz Ursprung Aktion des Muskels so. Muskeln verändern ihre Aktion dauernd, also je nachdem wo sich das Gelenk gerade befindet im Raum. Also das sind einfach auch da, selbst da klammern wie extrem viele Faktoren aus und wir können uns niemals einbilden, das wäre auch eine annähernd verstehen wir unser Bewegungssystem funktioniert, wenn wir die sogenannte funktionelle Anatomie auswendig gelernt haben und eben Ansetzung ursprünglich verstehen. Und deswegen ich denke auch, ich denke da wirklich auch inzwischen radikal drüber nach so. Müssen wir nicht wirklich, um besseres Verständnis für unser Bewegungssystem zu erlangen, radikale Schritte gehen? Und für mich ist ein Schritt zum Beispiel so, hey, Ansatz und Ursprung von Muskeln kennen ist nicht wichtig für ein gutes Verständnis von Bewegungssystem, ist wirklich nicht wichtig so. Wenn ich das mal wissen will aus irgendeinem Grund, dann google ich das okay. Aber das irgendwie auswendig zu können und so, das ist für Bewegung tatsächlich nicht wichtig, ist es nicht. Es gibt andere Faktoren, die viel wichtiger sind und die ein viel besseren Blick auf die Dinge erlauben als das auswendig, immer wenn du das so ausredet hast, du investiert und so und dann denkst du auch, jetzt habe ich endlich was verstanden und so weiter. Aber du hast halt sehr sehr wenig verstanden, weil das halt in der Öffentlichkeit in der Erfüllung genau dieses Modell ist so die ganze Zeit geschrieben hast. Also in dem relativ zweidimensionalen mechanischen Modell hilft dir natürlich zu verstehen, okay, wo von wo zieht einen Strang eines Muskels, Ursprung Ansatz und was macht er da für eine Funktion? Ich meine, genauso habe ich ja auch oder haben wir in der Uni auch Anatomie gelernt. Wir hatten einen anderen zu mir Atlas und dann weiß ich nicht mehr, wie die Klausur war, aber halt, was ist Ursprung, was ist Ansatz, was ist die Funktion? Okay, Flexion von dem und dem Gelenk, Extension von dem und dem Gelenk, keine Ahnung. Und wenn, wenn man dann mal gecheckt hat, das ist auch sowas schon weit eigentlich so, dass die Handstreams nicht nur die beiden Beuge sind zum Beispiel und das war's dann auch so und mein Gott so. An dem Punkt vielleicht auch fair, weil irgendwie irgendwo fängt man an so, dann muss man sich vielleicht erstmal sowas von den Muskeln anschauen, um es dann im nächsten Schritt anders einordnen zu können. Aber wie du schon sagst, du vielleicht sollte man lieber andere Dinge weglassen, wie wo genau und vor allem auch so, okay, also die Fahrzeuge von dem muss Gesetzen genau hier an an der tuberkulum majoritas und die anderen aber ein bisschen weiter links oder rechts und so weiter. Und das ist so, das Video sagst du, das ist eigentlich, also für uns in unserer Arbeit, es ist wurscht. Für den Arzt irgendwas irgendwo wieder hin an tackern muss, vielleicht was anderes, aber so. Und selbst da, weil weißt du, selbst wenn du einfach nur Ansatz und Ursprung überall aus sind, das was in den Lehrbüchern steht, es auch unvollständig. Ich habe letztens Interview gehört, der ging es um die Hamstrings und weißt du, da steht dann im Lehrbuch, okay, dass die funktioniert, aber weißt du Ursprung und Ansatz so unterscheiden sich auch einfach von Mensch zu Mensch teilweise so manche. Und dann ist so, oh ja, vielleicht also jemand, ich habe jetzt den Namen vergessen leider, aber es waren sehr interessantes Interview und der, das ist halt ein absoluter hamstring Nerd und der hat halt auch so gesagt, hey, der beschäftigt sich nur mit den Helmstrings und wir checken nicht mal nur die Hamster auch nur ansatzweise gemeint so. Ja, aber der hat vielleicht auch noch da einen Ansatzpunkt oder da einen Ansatzpunkt und so weiter, weil der zieht halt auch noch da sind wir dann wieder dabei, das hat alles miteinander verbunden ist so. Der zieht auch noch irgendwie in die Faszien mit rein und die geht dann über in den Muskel und so weiter. Also selbst das ist schon unvollständig und du kannst es auch nicht alles lernen. Also ich sage ja immer so, die tatsächliche Funktion von Muskeln zu verstehen so, das kann niemand, das ist viel viel zu komplex. Weiß ich eben, die Funktion von Muskeln in Bewegung ständig ändert und eben anpasst je nach Gelenkwinkel und so weiter. Also es ist so eben, wenn du sagst, ja, die die Adduktoren reduzieren halt nur als Beispiel reduzieren halt deinen Oberschenkel so, ja okay. Aber es gibt Anteile der Adduktoren, die können die Hüfte strecken, es gibt Anteil Adduktoren, die können die Hüfte flektieren, es gibt Anteile Adduktoren, die können sie nach innen rotieren. Also weißt du so, diese und das ist ja auch wieder so, die Adduktoren sind eine Muskelgruppe so, das ist und auch das, selbst, selbst das geht aber weiter, selbst das, selbst ist an ein Teil in den einzelnen Muskeln, das ist auch nur ein Modell, was wir Menschen erschaffen. Also wir haben gesagt, okay, dieses Stück Fleisch nennen wir jetzt Bizeps für Moritz und wir definieren das als das von da nach da, das ist, das ist ein Modell, das bringt es gut auf den Punkt. Das ist nicht die Realität, die Realität ist, das ist alles miteinander verbunden ist und ein extrem komplexes Netzwerk ist und eben das ist dann so, wenn du jetzt zum Beispiel Faszien System anschaust, da wird er noch oft gesagt so, ja irgendwie eigentlich ist das alles eine Faszien so, du brauchst gar nicht anfangen, das sind einzelne zu unterteilen und so weiter. Und so kann man auch über Muskeln nachdenken, weil eben es macht wahrscheinlich gar keinen Sinn Muskeln und Faszien zu trennen, weil die halt einfach so in der Realität sind die nicht getrennt. Aber wir versuchen das natürlich, wir wollen es ja aufteilen und daher kommt dieses Wissen ja auch, also gerade vom Muskeln reden, das kommt von Kadaver-Studien. Es kommt auch noch dazu so, das ist von, das ist quasi der wird die ähm die die Funktion von Muskeln oder Muskeln werden anhand von einem von einer Leiche erklärt, von dem Kadaver, Toten Schweine im Burger ist so, vielleicht ist das, macht aber alleine das so, das wird nicht am lebenden Objekt irgendwie wurde das nicht untersucht und so weiter. So in dem lebenden Organismus der mit der Schwerkraft interagiert und so weiter. Also alleine das ist schon so, okay, schon mal vereinfacht, noch mal vereinfacht, noch mal vereinfacht, noch mal vereinfacht. Es ist alles nur Vereinfachung, damit wir irgendwie drüber reden können und so weiter. Und ich glaube, es ist sehr sehr wertvoll, wenn man sich dessen sehr bewusst ist. Und dann ist es so, okay, ich checke also eigentlich gar nichts von Muskeln, weil es ist halt so, es gibt Leute, die haben besseres Verständnis von muskulären Systemen und Leute, die haben schlechteres Verständnis, aber niemand hat es verstanden. Und das kannst du auch alles übertragen, wenn es um bewegen geht, niemand hat es verstanden, niemand wird es jemals verstehen so. Wir können nur [Musik] unser Modell immer weiterentwickeln und der Wahrheit näher kommen, aber wir können sie nicht erreichen, das schafft kein Mensch, weil das so komplex ist und muss man ja auch nicht, muss man auch nicht. Genau, man braucht nur ein schlüssiges, halbwegs realistisches Modell, mit dem man arbeiten kann, mit dem man Menschen weiterhelfen kann. Und das fehlt in unserer Branche, weil wenn du eben diesen mechanischen muskulär zentrierten Systeme oder Modell folgst so, dann, dann ist es so weit weg von der Realität, dass jede Erklärung, die du mir lieferst für irgendeine Problematik, ich die von vorne rein eigentlich Abwasch und sagt mir das halt falsch so. Vielleicht steckt irgendwo ein kleines Pünktchen Wahrheit drin, aber es ist halt, es kann, es kann tatsächlich nur falsch sein. Und das ist nicht meine subjektive Meinung, sondern das ist objektiv betrachtet, kann es nur falsch sein. Die Frage ist nur, wie falsch es ist und das ist auch der Fall, wenn dann Modell komplexer weiterentwickelter ist so immer noch. Aber und darum geht es ja auch in unserer Arbeit, darum geht es mal Verständnis von bewegen. Wir wollen weniger falsch liegen, es gibt nicht die Wahrheit, also irgendwie ja schon, jeder zu seine persönliche Wahrheit, aber ja, niemand versteht dieses Bewegungssystem. Es gibt Leute, die verstehen es auf einem hohen Niveau, also halten das sind ja auch so die keine Ahnung, andere Bieners der Welt, die Bill Hardmans der Welt und so weiter. Aber halt nicht der Leichtathletiktrainer, der mir halt sagt so ja, ähm müssen einfach als die wir dürfen die kurz nicht mehr trainieren, weil die ziehen so sehr im Knie und deswegen tut es Knie und so weiter. Das ist halt, also ich hoffe, man versteht es auch, weil das wird auch immer so ein bisschen abstrakt und ich struggle immer so ein bisschen damit, zu diesem Punkt der der Modelle wirklich verständlich weiterzugeben, weil mein Kopf ist das irgendwie alles klar ist, nicht einfach das zu formulieren. Ich meine, sie auch nicht unbedingt die Aufgabe von dieses Problem zu lösen so, weil der, der das soll die Person wahrscheinlich schneller, stärker, höher springender, Ausdauer machen oder je nachdem. Aber es wird zu einem Problem, wenn der dann mit so einem Lösungsvorschlag um die Ecke kommt, dann ist es wiederum außerhalb seiner Kompetenz und nicht unbedingt hilfreich für seinen Sportler in dem Fall [Musik]. Und dann wird die besonders hoffentlich weitergeschickt und dann stehen wir an dem Problem, weil dann sollte da eine Brust ne Personen sein, die Kompetenz sein sollte, dieses Problem zu lösen und nicht dann zu sagen, einer der Leute Trainer gesagt, die kurz sind zu stark, dann weiß ich nicht mal sehen wir die jetzt mal machen bisschen Terror Gang, weiß ich nicht und ähm trainieren in die Hemis trotzdem Agonist hemmen, Antagonist stärken oder umgekehrt halt und dann wird es wiederum zu einem Schuh, ja kleiner Break. Wenn euch gefällt, was wir machen und die uns unterstützen wollt, zeigt uns ein bisschen Liebe, gebt uns Feedback, teilt die Folge, supportet uns auf Patreon. Den Link findet ihr in der Beschreibung und jetzt geht's weiter mit der Folge. Ich finde immer so und das ist ja nicht unsere Welt, aber trotzdem gerade in der in der Physiotherapiewelt, Physiotherapeuten kriegen halt glaube ich sehr wenig beigebracht, wie Bewegung funktioniert. Die haben dann vielleicht so ein Modell von menschlichen Körper, aber sie haben kein Modell von Menschenkörper in Bewegung. Und das ist halt auch ein massives Problem, weil wenn die beste Medizin für solche Probleme ja Bewegung ist und da sehen wir uns ja immer mehr einigen zwischen das halt auch so Physiotherapeuten machen aktive Physiotherapie und so super geil. Aber wenn du halt einfach ein kein Modell von dem menschlichen Körper in Bewegung hast und du versuchst aber mit bewegen zu arbeiten, dann ist es, dann ist das ein Problem so. Das ist wirklich und das ist ein massives Problem, deswegen war ich auch am Anfang so, hey, wahrscheinlich werden wir emotional im Podcast, weil das ist, das ist wirklich, wirklich verdammt wichtig, weil wir so viel besseren Job machen können, egal ob wir Trainer sind oder Physiotherapeuten oder eben auch Ärzte, die irgendwie mit Menschen zu tun haben, die sich bewegen [Musik]. Wenn ich an viele Füße sie in super krasses anatomisches Verständnis haben, ja, die stecken mich alle in die Tasche mit ihrem in Anführungszeichen anatomischen Verständnis ist nur ein anatomisches Verständnis des mechanische Modell füttert so, genau eine atomisches Verständnis für ein Kadaver ist dann sehr sehr hoch. Ja, fair und das ist natürlich auch irgendwie spannend, interessant. Also so ja, das ist ja auch wertvoll, unbedingt falsch, genau falsch. Ich will jetzt auch nicht sagen, ihr sollt euch das nicht mehr anschauen und um den Körper zu verstehen, das ist sogar eine der ersten Anlaufstellen, die ich empfehle, wenn jemand fragt, hey, was, was muss ich machen, damit ich Biomechanik besser verstehe so, guck dir erstmal einen Anatomieatlas an, wichtig. Aber noch wichtiger als das, lerne von und so früh wie möglich, das was du da siehst, gut einzuordnen für dich in deinen Kopf, in dein Modell und das der Schritt fehlt. Und das sind so Sachen, die bei uns auch oder bei mir zumindest irgendwie, es gibt wurden wir haben ja jetzt in den gleich Anatomieatlas rein, in den ich am Anfang vom Studium reingeschaut habe, den halt durch eine komplett andere Brille und die ganze Zeit damals geskippt habe, waren dann also ich habe mir angeschaut, okay, Anatomieatlas geil, ähm Ansatz Ursprung Funktion so in der in irgendeiner Ausgangsposition, wo ich auch nicht mehr in der Fakt habe, was denn das für eine Position ist. Nehmen wir mal an Quadrizeps, okay, Kniestreckung klar, da steht dann noch ein bisschen mehr dabei, aber dann gab es immer noch dann, das war so der der kurze Teil von diesem Kapitel Quadrizeps Anatomie und dann kam noch relativ langer Teil, der das ganze so ein bisschen in Bewegung eingeordnet hat. Also die habe ich es gibt damals nicht so wichtig für nichts anderes dadurch und und das ist eigentlich der relevante Teil, das ist der relevanteste ja, wenn man den dann liest, dann kriegt man keine Antworten, sondern dann haben wir danach einfach noch mehr Fragen so ungefähr. Aber das ist der relevante Teil, den man halt irgendwie versuchen sollte zu verstehen. Ja, voll, ich habe gestern erst, das ist ja auch immer so lustiger sein Denken und immer so ein Thema nacheinander auf einmal tauchten im Instagram viel zu ein Video auf, was genau zu dem Thema passende denkst du so, okay, Universum. Aber da ging es darum, hat jemand darüber gesprochen, auch ein sehr guter Denker, wo ich den Namen gerade auch nicht weiß, aber ich finde lustig, den Typ hat davon gesprochen, dass auch alleine unser Verständnis für das muskuläre System und wie es funktioniert sich halt einfach über die letzten Jahrzehnte nicht weiterentwickelt hat und es ist so. Also deswegen hat der Leichtathletiktrainer immer noch so diesen an diesen Erklärungsansatz für das Problem und so weiter, weil sich das Verständnis und das Modell Zero weiterentwickelt hat. Aber wir wissen und es wissen wir auch nicht erst seit gestern, deshalb kein Muskel in Isolation arbeitet so auch Fax. Das ist so Punkt, darüber lässt sich nicht streiten, trotzdem blenden wir das komplett aus diesen Fakt, wenn wir halt davon reden so, ja, du musst einfach nur den Muskel auftrainieren und dann wird wieder alles gut so. Das wie wir können wir können das nicht machen, das geht nicht, wir müssen unser Verständnis weiterentwickeln, das ist wirklich so. Das muskulär, das Verständnis für unser muskuläres System hängt so krass fest und dann versucht jemand weiter zu entwickeln und damit stößt man natürlich auch einfach auf krasse Widerstände in unserer Branche. Das ist auch immer so hart so, die Resistenz gegen Weiterentwicklung. Also ja, wahrscheinlich ja. Aber und das bringt für mich ganz gut auf den Punkt so, ähm es gibt ja diese Tensegrity Modelle, da habe ich ja auch eins so, diese sind so keine Ahnung, sie aus wieso Spielzeuge, irgendwelche Metallstäbe, die mit Gummibändern verbunden sind und dann kannst du sie irgendwie zusammendrücken und dann poppen sie wieder zurück in die ihre Ausgangsposition und so. Das ist ja, das ist ein Modell, also im wahrsten Sinne des Wortes so, das ist halt so ein physisches Modell, was du in die Hand nehmen kannst. Und dieses Modell ist ein deutlich akkurates Modell wie der menschliche Körper wahrscheinlich funktioniert als ebenso zum Beispiel so ein Strichmännchen Modell. Gibt's ja auch so, wo dann Squad zum Beispiel erklärt wird und dann hast du so die sagittal an oder die die Seitenansicht von einem von einem Menschen, der als Strichmännchen dargestellt ist. Dann kannst du irgendwie die Hebel Fall verändern so von Oberschenkel Länge und so weiter und es sieht natürlich mehr aus wie ein Mensch so, weil es ein Strichmännchen ist, aber es ist deutlich weiter entfernt von der eigentlichen Funktion von unseren Systemen als dieses sehr sehr abstrakte Tensegrity Modell oder also wenn ihr gerade euch denkt so hä, dann googelt einfach mal Tensegrity Modell oder Tensegrity Struktur, dann wirst du mir was bereden und das ist nicht verstehe das, weil natürlich ein Mensch sagt sie enden das Strichmännchen ist natürlich eine viel bessere Repräsentation von einem menschlichen Bewegungsapparat als irgend so ein komischer Quader so hat er eine ganz andere Form. Aber wenn, wenn du das nicht verstehst, dann, dann wünsche ich schwierig keine bessere Erklärung. Es ist einfach nur eine einfache Darstellung, die man halt leichter [Musik] kann ja greifen ja. Also und deswegen ist es, ist echt tricky mit diesen ganzen modernen Zeug, weil du ganz schnell in so abstrakte Gefilde kommst, wo es schwer wird über Sachen nachzudenken. Und das ist ja auch der Grund glaube ich, warum sich das Ganze so langsam oder auch einfach irgendwie gar nicht weiterentwickelt, weil da ist schon finde ich so abstraktes Denken natürlich auch gefragt, Vorstellungskraft, Kreativität. Also das sind Faktoren, die du unbedingt brauchst, wenn du dein Modell, dein eigenes Modell realistischer gestalten willst und weiterentwickeln willst. Und wenn man dann denkt ist okay, das Tensegrity Modell ist irgendwie komplex so, man kann den einfach mal nur versuchen, das was wir sind, zu komplex wie möglich darzustellen und dann ist man halt relativ schnell auf zellulärer Ebene und auf atomarer Ebene und erkennt dann auch wiederum ähnliche Muster zwischen Atomen, wie man jetzt in irgendwie so einem Tensegrity Modell mit der Doppelhelix und so weiter erkennen würde so. Ich will da gar nicht genau darauf eingehen, aber also darf so blau genau, wenn man sich, wenn man sich dann einfach mal vorstellt, okay, wir sind alle irgendwie so hat er Physiker, bin jetzt auch nicht auf atomarer Ebene, gibt Neutronen, Protonen, die sich gegenseitig anziehen und wegschieben und ähm alles immer in Bewegung passiert und das ergibt dann einfach auf rausgesucht Ebene Blutgefäße, Muskeln, Knochen und so weiter. Und wenn ich, wenn ich irgendwie denkt okay, die eine Sache ist irgendwie so und so kompliziert und was du dann versuche ich mich immer dann zu erinnern, wie das noch kleiner oder noch reingezoomte aussieht, weil das dann einfach so unfuckingfassbar krass komplizierter ist als Segel hier einfache Darstellung. Und es hilft mir dann auch mich mit einerseits mit manchen Dingen abzufinden, also und zwar abfinden mit ähm komplizierten Sachen, ähm wo ich also oder das hilft mir mich damit abzufinden, dass Dinge nicht so einfach sind, wie ich das bis dato dachte, sondern viel viel komplizierter. Das meinte so und ähm das hilft mir quasi über diese über diese Weiterentwicklungslokale zu springen und zu sagen, okay, es ist ähm es ist kacke, weißt du, fucking kompliziert ist und es ist unangenehm, aber es ist halt einfach so und ich bin froh, dass ich mich nicht auf moleküler Ebene mit irgend so einer Scheiße einfach sagen kann, okay, mach jetzt die Bewegung und wie welches Molekül in deinem Hamstring gerade schwingt, es mir egal so. Aber ich weiß, es ist irgendwie passiert so, irgendwo muss eine Grenze ziehen ja mit dem Weiterdenken und weiter hinterfragen. Sorry, es hat mich nur gerade drauf gebracht so, weil du halt so irgendwie rein gesucht hast bzw halt rausgesucht hast du, hey, wie funktioniert unser Universum, wie funktioniert Bewegung generell, also nicht nur menschliche bewegen und das ist ja so, da ist ja Bill Hardmans Modell so unfassbar elegant, weil er halt jegliche Bewegung sich angeschaut hat und das dann auch irgendwie übertragen hat aufs menschliche Bewegungssystem und halt sagt so, ja, man kann es als Modell extrem vereinfacht, das Modell runterbrechen in es gibt nur Expansion und Kompression und Dinge bewegen sich immer weg von Kompressionen hin zu Expansion. Es ist so ein schönes, elegantes Modell, es ist natürlich wiederum abstrakt und man braucht ein bisschen Vorstellungskraft und kritisches Denken und das dann irgendwie anzuwenden auf menschliche Bewegung ja. Und da haben die wenigsten Leute Bock drauf, also halt wirklich nachzudenken über Sachen, aber eben das ist so auf der einen Seite extrem vereinfacht, logischerweise, weil du sowas komplex ist wie menschliche Bewegung oder generell bewegen in zwei Dinge aufteilst. Aber das macht dieses Modell so unfassbar gut und elegant und dann kommt natürlich noch dazu, dass so das ist halt die Spitze des Eisbergs sozusagen ja, dann siehst du, das ist alles an andere ist als irgendwie stark vereinfacht und so weiter. Aber die die Grundidee von dem Modell, die ist super geil, vereinfacht und ich finde auch gut zu verstehen so. Also hat mich lange gebraucht um mich irgendwie damit abzufinden, dass alles irgendwie expandieren Kompression ist, was ja wahrscheinlich auf irgendeine die wir vielleicht irgendwann mal verstehen werden auch reduktionistisch, aber es reduziert der Urknall wird der auch irgendwie so erklärt oder weil sie es auch nicht genau, wie gesagt, ich bin kein Physiker, aber da ist irgendwas explodiert, irgendwas ist explodiert und dann waren wir da so, irgendwas experimentiert oder was Evolutionsbiologie, aber so und ist aber also das ist für mich so einfach zu verstehen für so einen unfassbar komplexen Sachverhalt und das finde ich das geil so. Das hilft mir irgendwas hilft, weil ich kann erstmal einfach irgendwie darstellen okay, es Explosion, das kann man aber auch unfassbar komplex in beide Sachen quasi reintauchen oder gemeinsam da reintauchen und sehen okay, ähm was bedeutet denn das für, für andere für eine Schicht runter und noch nicht drunter, bis ich dann wirklich irgendwie da bin, okay, das ist jetzt irgendwie Flexion hier und da und das ist dann wiederum die ganzen Schichten nach oben, Kompression hier und sorgt für Explosion da und das ist wiederum eine sehr sehr hilfreiche [Musik] Abbildung der Wirklichkeit für mich auch in meiner Arbeit so, ich mir ist es ja, ich will es ja nicht irgendwie einfach nur verstehen, weil ich dann irgendwann mal ein Buch drüber schreiben will, wo es ganz kompliziert erklärt, sondern ich will er da was davon haben in der täglichen Arbeiten mit den Menschen, die ich quasi betreue so. Und das hilft mir halt ja so, also eben das ist auch reduktionistisch, das Modell ist auch falsch, aber es ist halt sehr sehr nützlich und nützlich bedeutet halt dann in unserem Fall immer nützlich für die Arbeit mit echten Menschen in der echten Welt. Auch, auch eine ganz eigenes Thema also, von wem kommt das Modell, dass der halt irgendwie beibringen will so, ist das überhaupt erprobt in der echten Welt, in der Praxis, im Training, in der Therapie und so weiter. Aber ja egal, ich würde mal so, weil eben so dieses Schichten so, weißt du, das halt immer noch eine Schicht von der Zwiebel abschält und die die

Nächste anschaust, so dass, wenn man die Schichten vom vom Menschen mal nach und nach abzieht, dann bist du am Ende beim Skelett angekommen. Und es ist auch so mit der Grund, warum unser Modell eher ein skelettzentriertes Modell als muskulärzentriert ist. Das ist die richtige Frage, die wir noch quasi erklären, ähm, sollten: Wenn das muskelorientierte Modell so unfassbar falsch ist, was ist ein besseres? Also genau ja, für uns ist es schon mal, weil eben so: Du kannst in einem Modell nicht alles auf einmal beachten. Deswegen gibt es ja auch so eben Camps, die sagen, das fasziale System ist der Shit, und danach richte ich quasi meine Trainingsintervention aus. Und andere sagen: Ja, das muskuläre System ist mein Jam, und danach richte ich richtig mein Training und mein Modell aus. Und andere sagen so: Ja, das Skelettsystem ist eigentlich das Wichtige, und danach richte ich alles aus. Und irgendwie musst du alles, glaube ich, so ein bisschen beachten, aber du brauchst natürlich auch einen Anhaltspunkt. Und für uns ist der Anhaltspunkt inzwischen auf jeden Fall das Skelett.

Ich weiß noch, mein erstes Modell vom Skelett, vom Gelenksystem, war der Joint by Joint Approach. Und das war für lange Zeit für mich das Modell, wo ich dachte: Okay, jetzt habe ich verstanden, wie unser Gelenksystem funktioniert. Und über die letzten Jahre muss ich halt einsehen, dass ist ein extrem schlechtes Modell von unserem Gelenksystem, ist von unseren Knochen, von unserem Skelett und so weiter. Weil eben das, das ist das perfekte Beispiel für Modell. Ich sag so: Okay, wir haben hier ein Skelett, irgendwie muss ich das verständlich machen, wie das funktioniert. Also gehe ich her und teile einfach jedes Gelenk im Körper ein in entweder stabil oder beweglich. Und dann wechseln die sich irgendwie auch noch ab und so. Das hat sich irgendwer ausgedacht, so. Das ist nicht, das hat keine, das hat kein Fundament unbedingt in der Realität, dieses Modell. Das hat sich irgendwer so ausgedacht. Und da steckt ja auch, steckt ja auch gute Gedanken dahinter und irgendwie vielleicht auch eine logische Herangehensweise. Aber das, was dabei rauskommt, ist halt trotzdem realitätsfern und ziemlich falsch. Ist ja auch die Frage, ist ja auch, ähm, die Person, die sie dies ausgedacht hat, ja vielleicht einfach mal versucht, das Ganze irgendwie einfach darzustellen, so. Genau, genau. Lesen und völlig legitimer Punkt. Oder die erste Schicht, die wir darstellen könnten, wäre, wenn wir das erstmal so aufteilen. So ist es komplett, ist es stimmt überall so? Nee, aber wir können das erstmal so darstellen lassen und von da dann weiter schauen. So wahrscheinlich ist das, wie das, ja, ich kenne das Geschichten nicht. Und dann kam das, was wir daraus gemacht haben, ja. Und und auch, also selbst in dieser Einteilung, ich teile Gelenk in, ich sagte, das ist entweder stabil oder beweglich, selbst die Begriffe stabil und beweglich sind auch wieder falsche Modelle.

Und wir haben eine extrem limitierte Vorstellung davon, was Stabilität in der echten Welt wirklich bedeutet. Und um uns zu vereinfachen, sagen wir: Stabilität bedeutet einfach, irgendwas bewegt sich nicht. Das ist aber nicht richtig. Das ist nicht Stabilität. So funktioniert Stabilität nicht in unserem Körper. Und alleine die Begriffe Stabilität und Beweglichkeit quasi voneinander zu trennen ist auch schon falsch. Also zu sagen, Gelenk ist entweder das oder das, ist natürlich absoluter Blödsinn. Und man könnte, und wenn du sagst so: Okay, ich verfeinere das Ganze, und ich sag, ein Modell hat unterschiedliche Ausprägungen von Stabilität und Beweglichkeit, so, das ist ein bisschen differenziert, aber es ist immer noch super falsch. Weil allein die Begrifflichkeiten Beweglichkeiten, Stabilität halt in sich falsche Modelle sind, die wir benutzen, um die Realität zu vereinfachen. So, das ist auch so. Also es gibt einfach gewisse Begriffe, die ich auch erst bewusst, aber inzwischen auch gar nicht mehr bewusst einfach auch nicht verwende, weil sie, weil sie nicht nützlich sind. Und Stabilität ist so ein Wort. So, ich würde es verwenden, wenn alle besseres Verständnis davon hätten, was es denn bedeutet. Aber ich benutze es sehr, sehr wenig, also gerade, wenn ich jetzt irgendwie, ähm, Vortrag halte oder eine Präsentation mache oder so, weil die Leute hören Stabilität und haben ein Bild davon in ihrem Kopf, in ihrem eigenen persönlichen Modell, und das ist sehr, sehr falsch. Deswegen sage ich: Okay, dann kann ich das Wort glaube ich nicht verwenden, weil es nur zu vielen Missverständnissen führt. Okay, wieder zurück zum Joint by Joint Approach. Das war so eben, ich habe das gelernt, und es war sehr, sehr einfach und schon auch nützlich für meine Arbeit, weil es mir Struktur und Sicherheit gegeben hat. Und das macht es ja automatisch nützlich. Aber ja, da muss ich dann irgendwann erkennen, das ist halt irgendwie Blödsinn ist. Und inzwischen orientiere ich mich halt, also ich orientiere mich immer noch am Skelett und an Gelenken. Und es ist, glaube ich, sonst würden wir es ja auch nicht machen bei dem Team, die ist es irgendwie nützlicher für uns. Es ist z.B. für mich nützlicher zu sagen so, ähm, der hat eine Bewegungseinschränkung in einem Gelenkomplex, ähm, z.B. so: Du bist da sehr, sehr eingeschränkt in deine Innenrotation. Weil warum das so nützlich ist, ist, das macht mehr Sinn als zu sagen, der Muskel, der auch an diesem Gelenkomplex irgendwie beteiligt ist, ist zu schwach. Weil eben sehr, sehr isoliert. Und wenn ich jetzt sage, dass die Innenrotation eingeschränkt ist, dann beinhaltet das ja auch ganz, ganz viele Muskeln, die an diesem, also die sind automatisch irgendwie mit drin, weißt du, was ich meine? Ja, so. Und dann muss ich auch gar nicht wissen, welcher Muskel jetzt genau da vielleicht zu kurz oder nennst konzentrisch ausgerichtet oder wie auch immer du es nennen willst, ist so. Darüber musst du dir gar nicht so viele Gedanken machen.

Und es ist ja auch so das Ding, warum ich inzwischen so: Hey, Muskeln sind mir wirklich inzwischen sehr, sehr egal. Weil wenn unser Skelett sich gut bewegt, so, dann machen auch alle Muskeln das, was sie halt machen sollen. Position diktiert Funktion. Und runtergebrochen, ja, genau. Also, unter anderem, das sind ganz wichtiger Punkt, wie du gesagt hast, wegen [Musik] auch viele Leute dann über Jahrzehnte Probleme mit irgendwas haben, bei ihm nicht geholfen werden kann. Weil wenn man da sagt: Okay, der Muskel ist Schuld in deinem Beispiel jetzt, und man stärkt dann den Muskel, der vermeintlich zu schwach war, aber der Wasser dann am Ende gar nicht, dann hat sich geholfen, und dann steht man da so: Wir haben das nicht, dann macht man das nächste so. Und wenn man aber das war der Muskel, aber die Übung, die du verschrieben hast, um diesen Muskel zu trainieren, trainiert diesen Muskel gar nicht, weil der muskuläres Verständnis halt zufällig ist so toll geworden hast und sagt: Okay, der fehlt hier irgendwie in Rotationen, sondern die Befehle die fehlt hier wirklich Bewegung in einem Segment, dann hast du viel mehr Optionen, das ganze Problem anzugehen und viel mehr Lösungsmöglichkeiten quasi bzw. [Musik] ja, viel mehr Wege quasi das Problem zu lösen. Und ja, ich weiß auch nicht, du gehst das automatisch irgendwie ein richtiger oder besser an, einfach nur, wenn du da auch bessere Fragen stellst. Das sind wir wieder bei, ähm, man muss bessere Fragen stellen, auch an ein System Mensch, das ein Problem hat. Nicht so: Na, du lieber Muskel, bist du das Problem, lass dich mal dehnen oder lass dich mal kräftigen, sondern: Liebes dynamisches komplexes System Mensch [Musik], beweg dich mal und zeig mir, wo du Limitierungen in deiner Bewegungsoption hast, und dann versuchen wir die dort wieder herzustellen. Und Wasser am Ende genau dafür verantwortlich ist, dass du dann wieder oder welche Muskeln dafür verantwortlich sind, dass du dort wieder mehr Bewegungsoption kriegst, ist mir erstmal wurscht, weil das ist wahrscheinlich, es sind wahrscheinlich ganz, ganz viele Muskeln, die irgendwie zusammenspielen. Ist nicht nur wahrscheinlich, das ist so Punkt. Und das ist auch die, das Zusammenspiel dieser Muskeln mit deinen Bändern und mit deinem Nervensystem und mit all dem überlegen und runterlegen und, ähm, und ganz, ganz wichtig ist, es ist wahrscheinlich auch und nee, nicht wahrscheinlich, es ist zu 100 % auch die Position deiner Knochen, die berücksichtigen muss. Ja, ich, ähm, ja, letztes Mal auf dem Podcast, und da war so: Ja, ähm, inzwischen denkt man ja zum Glück nicht mehr so in isolierten Muskeln, sondern man denkt ja in Muskelketten, also oder Schlingen oder wie immer, also da war, was war der Begriff Ketten, und dann so, also wurde dann quasi von mir erwartet, so dass ich sag so: Ja, stimmt, so denke ich auch über es muskuläres System sein. Und ich war so: Ja, in Muskelketten zu denken ist schon mal realistischer und besser als in Einzelmuskel zu denken, aber es ist immer noch falsch. Und dann habe ich so gedacht so: Wie denke ich denn eigentlich darüber nach? Vielleicht gesagt so: Ja, für mich ist es halt irgendwie einfach ein Netzwerk, so Netzwerk, weil Netzwerk hat keinen, hat keinen Anfang und Ende, was so eine Kette so suggeriert für mich schon wieder, das ist, dass dieses Ding deinen Anfang und Ende hat, aber eben unser Bewegungssystem, also eben mit allen das Teilsystem, die dazugehören, ist ein kompliziertes Netzwerk, in dem alles miteinander verbunden ist. Und genau deswegen Modell auch eine realistische Abbildung von menschlichen Körper als irgendwie eine Ansammlung, also es ist jetzt letzte sofort gesagt so: Wir haben mit dem komplexesten System, das wir kennen im Universum zu tun, nämlich uns Menschen. Wenn wir mit Menschen arbeiten, und man kann die Komplexität willentlich reduzieren, was ein hilfreiches Tool sein kann, oder wir müssen das tun, aber wie sehr du das reduzierst, das ist eine aktive Entscheidung, die wir alle treffen können. Ja, wir können uns zufrieden geben mit einem extrem falschen und reduktionistischen Modell. Ich will es nicht, weil ich auch, aber da kann man auch über so viele Themen noch sprechen. Also wir können dieses komplexe System, und wir müssen es auch reduzieren, damit wir damit arbeiten können, damit wir vielleicht ein gewisses Verständnis haben muss, aber wir dürfen niemals an den Punkt kommen, so ignorant zu sein und zu sagen: Okay, so ist es jetzt, und es reicht mir der so. Und diese Ignoranz, dieser leider irgendwie sehr weit verbreitet, und, ähm, dadurch dass irgendeinerin ist, dadurch limitiert man sich dann selbst und sein Modell, sein System, wie auch immer krass. Und das kann ja ein hilfreiches Mittel zum Zweck sein, dieses komplexe, das muss so, das geht ja gar nicht, kannst du nicht einfach sagen: Okay, alles ist, alles ist egal, was wir machen, das wird schon irgendwie passt. Genau, nicht vom Bewegen ist Nichtilismus, was ja auch gerade einfach eine Epidemie ist in unserer Branche, dass man sagt: Okay, das ist so komplex, also ja, passt schon, ich bin ich nämlich jetzt Bewegungsoptimist und tu so, als wenn Biomechanik halt nicht existiert oder nicht wichtig ist oder so. Das ist wirklich, das ist das eine, sich zufrieden geben mit einem reduktionistischen Modell, und das ist eigentlich das gleiche, weil der Bewegen Sie hier ist gibt sich auch zu, aber der wird sich dann eher zufrieden mit gar keinen Modell, und das ist das, ist eigentlich noch schlimmer, das ist eigentlich noch viel verwerflicher. Und dann, da muss ich, ich verstehe auch gar nicht, wie das alles so entstehen kann, weil man hat ja ein Ziel, also eigentlich ist Wissen, dass man irgendwie ansammelt, so, das macht man ja um irgendwas damit zu tun, hoffentlich, und nicht einfach nur rein das Ansammeln das Wissen zwecks. Und dann will ich ja davon auch was haben, und dann ist es, wie gesagt, ein hilfreiches Mittel zum Zweck und das Ganze zu vereinfachen, damit ich mein Ziel erreiche. Und wenn das dann aber wiederum nicht ausreicht, dann erweiter ich meinen Horizont wieder, um mir mehr Komplexität zu geben, die mir wiederum hilft, mein Ziel zu erreichen. So, und das Ziel kann natürlich jetzt sein, irgendeine Menschen mehr Muskeln zu verpassen, irgendeine Menschen beim Abnehmen zu helfen oder eine Menschen ein [Musik] muskuläres szenenproblematisches Knochen wie auch immer Probleme zu lösen. Und ja, so da kommt man doch nie an den Punkt und zu sagen so: Wie mich eine ist egal, brauche ich nicht drüber nachdenken, oder ich kann jetzt nur noch pass auf, wir müssen jetzt nur noch deine Biomechanik in Betracht ziehen, und dürfen alles andere ist erstmal nicht wichtig, so. Das ich verstehe es auch nicht, ja. Also es geht, deswegen bin ich ja da auch immer so frustriert und emotional, weil einfach es geht halt nicht in mein Hirn rein so: Ja, also ja egal. Und es ist übrigens auch so, dass was ich mit allen meinen, also ich persönlich mit den Sachen, die ich vermittelt, aber auch wir als MTMT als als Team, was wir in allen Fortbildungen und Weiterbildungen, worum es am Ende eigentlich geht, also wenn du unser Gruppenmembership mitmachst, mir geht's darum, dass du nach dem Gruppenunterschip ein besseres persönliches Modell hast. Und Modell beinhaltet ja nicht nur Biomechanik, das beinhaltet ja alles, das bitte bitte haltet ja auch ein Modell für Trainingsplanung haben und so weiter. Also da gehört eben alles zusammen. Und wenn du halt z.B., das ist auch so ein auch so ein wichtiger Satz, der so viel bedeutet und über die man nachdenken, wenn wir den Menschen als das dynamische System akzeptieren und respektieren, der der Menschheit ist, dass der Menschheit ist, das ist das, ist das ist die Basis. Wenn du das nicht machst, da hast du keine Chance, so. So müssen wir erstmal starten, das muss erstmal die Grundlage sein, und es wird auch die Grundlage sein von der MT-Methode, so an der ich gerade arbeite, so. Das ist die Grundlage, das kommt ganz am Anfang von allem anderen so, und dann kannst du darauf aufbauen, weil das ist eben das, ist so ein, das ist halt ein Modell, so deine Entwicklungstheorie und so weiter ist auch wieder ein Modell, aber halten sehr simples Modell, sehr elegantes Modell, sehr gutes Modell, was halt irgendwie alles beinhaltet, und da steckt dann auch so dieser große und wichtige Punkt von Selbstorganisation zum Beispiel mit drin und so weiter. Und wenn man das auch, wenn man das irgendwie akzeptiert, dass unser System sich in Bewegung selbst organisiert, auch das beeinflusst alles massiv. Also man muss mal darüber nachdenken, was es wirklich für eine Bedeutung hat, wenn man das quasi so akzeptiert für sich und sagt so: Okay, gut, das habe ich verstanden, und das sehe ich auch so, dann muss man sich die Frage stellen so: Was bedeutet das für dein Verständnis für Bewegung? Was bedeutet für Training und so weiter? Und das hat halt so ultimativ weitreichende, alles überschattende Folgen für alles am Ende des Tages. Das ist schon echt crazy. Also es ist wirklich so, das ist halt Blutpille, ja, und oder wieder an die halt sagt eben: Du bist entweder ein Flatterer, oder du glaubst zumindest mal daran, dass die Erde rund ist. Aber so viele Leute fressen jeden Tag die blaue Pille, und auch das so: Ich kann es nicht verstehen, weil ich mich immer Fragen zu spüren, diese Menschen nicht die gleiche Verantwortung wie ich, die ich meinen Kunden gegenüber habe, mich weiter zu entwickeln, besseren Job mit ihnen zu machen. Aber gut, das ist ein eigenes Thema dabei und in mein viele Handeln natürlich da draußen auch nach bestem Gewissen und wieder Widerspruch ist ein bisschen und Gewissen so. Aber es gibt mehr da draußen, es gibt so viel mehr, man muss wirklich, man muss halt auch einfach bescheiden sein, man muss halt checken, was man halt alles nicht weiß und nicht versteht, so, das muss einem bewusst sein und nicht so Bewusstsein, dass es ein Lebend, was muss einem einfach bewusst sein, ja so. Und nicht und da sind so, oder du bist ganz schön, ganz schön überzeugt von deinem Modell, so, wie geht denn das überhaupt? Wie kannst du so überzeugt von dem sein, was du vermeintlich weißt? So lässt tief blicken meiner Meinung nach, und dann lässt auch tief blicken, wenn du halt ein Modell oder ein System halt einfach als dein, deine, dein eines System akzeptierst, als deine Gottheit und so weiter. Aber gut, das ist auch ein, das ist halt ein natürliches menschliches Verhalten am Ende des Tages, klar ist halt auch so, also viel das Bilden von Tribes, und, ähm, man will Schutz, Sicherheit, genau alles, was dazu [Musik] ja, schön. Wir haben irgendwie bis jetzt auch nur an der Oberfläche gekratzt, aber gut, vielleicht können wir noch mal so ein bisschen, wenn wir jetzt langsam zum Schluss kommen, irgendwie noch so ein paar, was kann man konkret machen noch da irgendwie ein bisschen Input liefern. Weil ich finde, was man konkret machen kann, ist besser verstehen, wie sich Gelenke bewegen. Das ist ein absoluter Game Changer. Nicht so sehr auf Muskeln gucken, mehr schauen: Was machen denn unsere körpereigenen Strukturen so? Hier schau, dort, ja, waren ja gestern halt zu mir hinkommt, als ich meine, ähm, meine Rose gemacht habe, meine Schwester: Ja, machst du dir jetzt in dem Winkel, weil du eher so den Fokus auf deinen oberen Rücken legen willst? Und absolut legitime Frage, versteh mich falsch, aber trotzdem sah ich halt so: Ist mir scheißegal, ob ich mein oberen Rücken trainiere oder die mittleren Fasern vom Blatt oder die unteren Fasern von dazu, ich denke da nicht drüber nach, weil es passiert sowieso so. Ja, ich werde mit der Variante eher meinen oberen Rücken trainieren, was auch immer das heißt, als wenn ich in mehr Schulterflexion gehe und da oder so. Ja, das ist so, aber es kratzt mich nicht, es spielt keine Rolle in meinem gedanklichen Prozess, warum ich diese Übung mache und warum ich die Übung mache, so wie ich sie, so wie ich sie mache so. Und das ist das, ist inzwischen so, ja, also zwischen denke ich da einfach wirklich, weil es auch egal ist, so ist es wirklich einfach egal. Das einzige, wo das vielleicht eine Rolle spielt, ist, wenn irgendwer sagt: Oh ja, ich will genau an der Stelle Muskeln aufbauen. Aber das ist auch so, wer hat diese Probleme? Menschen wollen doch einfach nur Muskeln aufbauen, Punkt so generell halt oder unbedingt. Und es wird auch passieren, wenn du halt einfach ein gutes Training machst und, ähm, progressiv trainierst und schwer genug trainierst und genug schläfst und genug ist. Und alleine deswegen ist es so halt einfach nicht so wertvoll, sich so Gedanken darüber zu machen, wo jetzt welche Muskeln oder welche Muskelgruppe arbeitet. Soll das macht vielleicht viel mehr Sinn darüber nachzudenken: Hey, wie bewegt sich denn, wie bewegt sich denn in dem Setup mein Brustkorb? Wie bewegt sich da mein Schulterblatt? Wie bewegt sich da mein Humerus relativ gesehen zu meinem Schulterblatt? Wie bewegt sich meine Schulterblatt relativ gesehen zu meinem Thorax? Was ist die Form von meinem Thorax, die ich quasi habe in dieser Übung, und was macht das mit meinem Bewegungssystem? Weil eben Muskeln sind sowieso nur Sklaven ihrer Position, und Muskeln machen das, was die Knochen ihnen vorgeben. Und alleine auch wieder so, wenn man vielleicht eher dieses Modell für sich akzeptiert, für das ja auch automatisch dazu, dass du mehr Wert darauf legst, was denn Gelenke machen und wie sie sich bewegen. Ja, und dir dann halt so denkst: Du ja, keine Ahnung, muss wir machen dann halt so ihr Ding. Und übrigens, die Muskeln halt, alles andere, alle wirklich alles andere um die Knochen rum ist auch wieder, es ist wieder so einfach gedacht so: Die Muskeln, ja, das Mühe fasziale System, das Nervensystem, jedes System, alles so, wir sind so, so komplexe Wesen, so komplexe Organismen, also eben alleine von allein, das ist ja auch schon wieder falsch sozusagen. Ja, ich trainiere die Muskeln mit der Bewegen ist schon wieder so: Ja, schon, aber wenn da könnte man dann jetzt auch noch über quasi Trainingsziele sprechen. Und natürlich ist ein sehr relevantes Trainingsziel für viele Menschen Muskeln aufzubauen. Und da genau entstand ja quasi dieser ganze Hype um: Okay, wir machen jetzt ein bisschen Traps anstatt Glatt, oder wir machen ein bisschen mehr Glatt anstatt, da kommt ja auch das muskulärzentrierte Modell, den wir irgendwie alle bewusst oder Folgen ja. Aber so, die die Grundgedanken, die man sich bei der Übungsauswahl machen sollte, auch da ist es halt viel zu kompliziert eigentlich, versuchen irgendwie Faserverläufe aufzuteilen auf einzelne Muskelteile und so weiter. Weil wie du schon sagst: Du alter, trainier halt einfach mal gescheit so, trainiere dann bewegendes System gut, trainieren halt auch in guten Positionen und so weiter, damit du, wenn du jetzt drei Jahre voll drauf gehst, davon nicht Probleme kriegst. Du das ist ja so, weil natürlich musst du voll drauf gehen, um die Österreicher zu zitieren. Und das ist natürlich wichtig und, ähm, auch geil und das macht Spaß und da kommt man irgendwann rein und so weiter so. Aber es soll ja auch langfristig geil sein für dich so, und du sollst dich auch nicht verkaufen wegen Sachen, die am Ende wahrscheinlich keinen großen Unterschied machen. Ja, also ich eben, wir stagnieren so krass, was unsere Modelle von Bewegen angeht, und eben Leute kommen zu mir mit Problemen und erzählen mir dann halt was von: Ja, wahrscheinlich liegt am Hüftbeuger und so weiter. Und das ist auch nicht, bin wirklich so: Hier kann ich mir die Haare ausreißen, es kann doch nicht sein, es kann doch nicht sein, Mann, so, dass ich das einfach nur weiterentwickelt und eben, wenn wir halt, wenn noch irgendwer kommt und mir sagt so: Ja, wahrscheinlich ist mein Hüftbeuger dran schuld, dass ich Rückenschmerzen habe und so weiter, das ist halt so: Leute, komm on, nein, so. Vielleicht hat der Hüftbeuger irgendwas zu tun mit den Rückenschmerzen, also nicht nur wahrscheinlich, nicht nur vielleicht, sondern definitiv hatte irgendwas damit zu tun, so, irgendwas, ja, aber zu sagen so: Der ist zu kurz, denen deine Rückenschmerzen, so, wie oft hat es schon funktioniert? Wieso hat überhaupt noch irgendwer Schmerzen, wenn es funktioniert? Wieso hat noch irgendwelche Schmerzen, wenn das Modell was Liebscher und Bracht haben, beide way, die Folgen genau diesem Modell und die Folgen dem gleichen Modell, also runtergebrochen wie die allermeisten Trainer und Physios in diesem Land, also die werden gehatet und gebasht von Physios und Tränen, die eigentlich dem gleichen mechanischen technischen Modellfolgen wie sie, das musst du dir auch mal auf der Zunge zergehen lassen, so. Diese auf der Zunge gehen lassen, aber ja, crazy, das ist kurz dieses lang, das muss man denen, das so würde kürzer werden, anfängt ihn mehr zu trainieren, und ja, also Muskel hast du annähernd verstanden, wie Muskel funktioniert? Nein, offensichtlich nicht, aber du, man hat meiner, meiner Tanja, meine Oma, die, die, ähm, dann helfen die Videos voll, ja, klar. Aber auch da weißt du, wenn du besseres Modell hast, dann kannst du dir auch erklären, warum Sachen helfen, aber du kannst auch erklären, warum sie nicht helfen. Und es ist halt meistens nicht wegen der Begründung, die halt da gepusht wird. Also hier beim Beispiel so, was noch viel mehr helfen würde, so, wofür hilft es denn? Sie fühlt sich irgendwie besser dabei, ob sie sind da nicht mehr so verspannt oder wie auch immer, vielleicht haben sie auch den ein oder anderen Schmerz mal wegbekommen. Aber so, imagine, was passieren würde, wenn eure Tante oder Oma oder wie auch immer halt mein in besseren Positionen trainieren würden oder sich bewegen würden. Wie viele, ich will ja gar nicht von Training sprechen, so, das ist so mein Blowing, ja. So, auch da, es geht ja nicht, also natürlich geht es um den gewissen Status Quo zu erhalten, aber jetzt das beste Beispiel: Ich habe eine Kundin dieses seit einem Jahr oder so bei uns, und so, die ist, ich weiß nicht genau, ich Anfang 70, und die trainierte das wirklich und so, klar, wenn wir, wenn jemand sein Leben einfach nicht so viel Sport gemacht hat, so, und dann macht man ab und zu ein paar Übungen und so weiter und denkt so: Oh ja, das habe ich was gutes für mich getan, so. Und am Anfang machen wir natürlich das Ganze langsam angehen müssen und zu schauen: Okay, hey, wer tanzen ist langsam vor, es gab nicht Schmerzen im unteren Rücken und so weiter und so. Und dann in den letzten zwei, drei Monaten hat den Sprung gemacht, und die sind nicht nur bei mir, also dass ich sag das nicht auch irgendwie um zu flexen, sondern die letzten zwei Wochen so: Ich trainiere wirklich mit der, also so im Sinne von leistungsorientiert. Und es ist leistungsorientiert, wenn man quasi betrachtet, dass die Person Anfang 70 ist, und so, ich, also gehen konnte, als sie reingelaufen ist, also sie konnte ja gerade so gehen, als sie ja schon bekommen. Und ich wünsche mir, dass ich mit Anfang 70 genauso trainiere, also was auch immer es ist, welche Art von Training in dem Fitnessstudio, in einem Wald oder keine Ahnung, okay, aber ich wünsche mir, dass ich erstmal die gleiche Motivation habe und auch die gleiche Power, weil es richtig, absolut so richtig, ich bin so, das so, ich weiß nicht, was ich sagen soll, ich war so begeistert von von den letzten Sessions. Und das ist crazy, und das ist halt auch so, das kann man auch haben so, und da kommst du nicht hin in dem du einfach irgendwie einen Muskel dehnst und irgendwie BBS Movie Sachen macht. Sie natürlich irgendwie gut tun, weil alles, was ich aus deiner alltäglichen Position raus bringt, dir irgendwie auf erstmal sehr gut tun, selbst, weißt du, selbst wenn du nur auf irgendeiner Rolle rumrollst, dann bewegt sich ja irgendwas in deinem System, und dann bewegt sich da mehr als wenn du stattdessen nur auf deinem fucking Arsch sitzt, so ja. Und da sind wir wieder bei dem Thema so: Ja, es hilft, aber nicht aus den Gründen, die du angibst, so. Ja, also genauso wie halt eine Faszienrolle Jack Shit mit deinem Faszien macht, aber halt andere Effekte auf dein System hatte, die kannst du sogar auch sinnvoll nutzen und so weiter. Das ist wieder so dieses, das falsche Erklärungsmodelle auch haben für Dinge schön. Also Leute, das ist, wie gesagt, ich bin felsenfest davon überzeugt, dass das der wichtigste Podcast ist für alle Leute, die ihn besseres Verständnis für Menschen, für Bewegen, für Biomechanik entwickeln wollen. Euch muss klar sein, was Modelle sind und dass wir all das, alles nur in Modellen irgendwie kommuniziert wird, dass wir nur in Modellen denken, und das ist alles nur ein Abbild, eine Vereinfachung, eine Reduktion der Realität ist das ist und das, wenn das um die präsent ist, wenn

Man, das verinnerlicht hat und nicht nur einfach so oberflächlich versteht, dann ist das ein krasser Gamechanger. Und noch viel krasserer Gamechanger ist, wenn du aktiv an deinem persönlichen Modell arbeitest und dich eben mit ja, besseren Inhalten beschäftigt, als wir es bis jetzt tun. Ja, das war so ein schönes Schlusswort. Ich will eigentlich gar nichts mehr sagen, außer dass das erste limitierte Modell, das wir alle gemeinsam angehen müssen, das zu krass muskelorientierte, muskelorientierte Modell ist, es in der Fitnessbranche gibt. Das ist ein wichtiger Schritt. Da müsst ihr uns auf jeden Fall helfen, sonst ist es dieser bekannte Kampf gegen Windmühlen, ist es der, sagt man das, oder ist auch deine Stein, den man im Berg hochrollt und der immer wieder runterkommt. Und dann rollt man ihn wieder nach oben. Also helft uns, seid nicht der Stein, der die Veränderung immer wieder runterrollen lässt. Seid einer von den Menschen, die jeden Stein den Berg mit hochschieben, das irgendwann oben bleibt oder auf der anderen Seite runterfällt, dann einfach verschwindet.

Und natürlich müssen wir jetzt zum Abschluss auch noch was planen. Wir machen noch einmal das Gruppencoaching dieses Jahr. Es geht am 17.05. los. Es gibt glaube ich immer noch den Early-Bird-Rabatt. Ähm, wenn ihr jetzt euch denkt so, ja okay, und jetzt ja, wir reden nicht nur darüber, wie scheiße die Modelle von allen Menschen unserer Branche sind, sondern wir tun tatsächlich auch was, dass sich die Modelle von Menschen in unserer Branche weiterentwickeln. Macht dann Gruppencoaching mit. Es ist äh, das letzte Mal, dass ihr die Chance habt, da in der Form zu machen. Also, wir wissen, wie unfassbar ähm schwierig und anstrengend es sein kann, sein Modell allein schon zu hinterfragen und dann zu verändern. So, wir machen das seit ein paar Jahren, zu 7 ungefähr, und das Gruppencoaching ist auf jeden Fall eine gute Möglichkeit dazu, da an die Hand genommen zu werden und zumindest bis zu einem gewissen Punkt Schritt für Schritt quasi geguided zu werden, um dann auch wahrscheinlich noch mehr eigene Schritte danach gehen zu müssen in der Erweiterung eines Modells. Aber man wurde in die richtige Richtung geschubst.

Da hast du noch mal was ganz wichtiges gesagt, wo ich jetzt doch noch mal drauf eingehen muss. Ebenso dieses: Ich habe jetzt die Ausbildung gemacht, ich habe dieses System gelernt, ich habe dieses Zertifikat, jetzt ist es abgeschlossen. So, nehmen wir unsere Gruppe und jede Ausbildung, die ich in der Zukunft geben werde und will, wird immer nur ein Anstoß sein, und alle Leute, die sich das reinziehen, müssen danach selber die Arbeit machen, das Gelernte in ihr eigenes Modell zu integrieren und so weiter. Und da werde ich auch einfach so nervig bleiben in der Zukunft und Leute halt einfach Leuten das vor Augen führen. Das ist halt, es kann nur so funktionieren. Du kannst nur so besser werden, wenn du selber das vermeintlich Gelernte sinnstiftend in dein eigenes Modell einbaust und dein eigenes Modell ständig weiterentwickelt. Okay. Bei