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Ich habe die letzten 10 Jahre wirklich sehr viele Finanzfehler gemacht. Schlimm wäre das jetzt aber nur, wenn man zweimal denselben Fehler macht; ansonsten sind Fehler zum Lernen da, eine gute Gelegenheit. Jetzt, nach meinem letzten Vermögensmeilenstein, einfach mal zurückzublicken und zu prüfen, was ich besser gemacht hätte und anders. Krallte also ein Käffchen, und ab geht's ins [Musik] Video.
Bevor wir mit dem Video loslegen, an dieser Stelle wie immer der Hinweis, dass alles keine Anlageberatung ist und nur meine persönliche Recherchearbeit. Dafür könnt ihr mir jetzt gerne aber noch ein Abo da lassen und auch die Glocke anmachen, um benachrichtigt zu werden, wenn ich ein neues Video hochgeladen habe. So verpasst du nichts mehr. Vielen Dank. Kommen wir damit gleich zu Punkt Nummer eins, den ich wirklich rückblickend jedem mitgeben möchte aus meiner Erfahrung, und zwar: die Relevanz von Verlusten zu verstehen. Rendite und Risiko sind ja immer im Einklang. Wie sagt man so schön: Rendite kommt von Risiko. Und ich sehe das jetzt nicht schwarz und weiß, nicht entweder oder. Ich habe defensive Anlagen, aber auch aggressive Aktienanlagen. Wichtig ist eher, dass man es selbst richtig einschätzen kann, was das wirklich bedeutet. Wichtig sind hier nämlich vor allem auch die Opportunitätskosten. Das sind jetzt keine wirklichen Kosten, das sind quasi die Vorteile, die man verpasst hat bei der Option B, wenn man sich selbst für Option A entschieden hat. Etwas abstrakt, aber ich erkläre es dir mal an einem Beispiel. Wenn du mich z.B. fragst: „e Finanzbär, wie viel Geld hast du denn mit diesem Investment verloren?", dann sage ich z.B.: „Ich habe in 2017 runde 4000 € mit dieser einen Aktie verloren, weil sie bankrott gegangen ist." Aber halt mal: Wenn ich nicht in diese Aktie investiert hätte, sondern dasselbe Geld zur selben Zeit in einen ETF-Sparplan, dann wäre heute ja sogar viel mehr daraus geworden. Und das ist jetzt übrigens kein „Hätte, hätte, Fahrradkette", wie wenn ich sage: „Ich hätte Bitcoin für 100 € kaufen können." Nein, ein ETF ist nämlich eine Alternative, die man immer hat und die ein komplett anderes Risikolevel hat als ein verpasstes Investment wie z.B. Bitcoin, Nvidia oder Konsorten. Ich habe also so gesehen nicht nur 4000 € verloren in der Theorie, sondern auch etwa 7600 € Opportunitätskosten in Summe, die ein anderes Investment mir bis heute eingebracht hätte. Und jetzt spinn das Ganze mal weiter: Wenn wir die Weltmärkte jetzt noch mal 30 Jahre lang laufen lassen, dann habe ich nicht nur 4000 € verloren, sondern eher so um die 20.000 € verpasst. Ich will euch also mitgeben aus meiner Erfahrung: Macht euch wirklich bewusst, jeder Euro, der permanent weg ist, ist weg und wird nie wieder für euch arbeiten. Und glaubt mir, ich habe hier wirklich einiges durchgemacht. Macht nicht denselben Fehler wie ich. Ich habe kein Problem, hier die Hosen runterzulassen. Stellt mich also um den Pranger, um selbst daraus zu lernen.
Nimm beispielsweise mal Wirecard: Ich habe hier runde 3400 € verloren. Wäre dieselbe Summe woanders reingegangen, habe ich hier Opportunität von knapp 10.000 € verpasst. Es muss aber auch nicht immer im Totalausfall enden. Nehmen wir mal die Kryptowährung IOTA: Ich habe hier vor etlichen Jahren mehrere tausend Euro reininvestiert; bis heute bin ich eher flach gelaufen. Ich sage jetzt nicht, dass ich dasselbe Geld lieber in Bitcoin hätte stecken sollen, denn das konnte jetzt niemand wissen, rückblickend. Aber zumindest in einen ETF oder Tagesgeld, das wäre alles besser gewesen. Und mein persönlicher Peiniger, der mich nachts noch verfolgt, war Katanga aus Afrika. Das Investment war hier auf zwei Arten besonders bescheiden: erstens war es ganz am Anfang meiner Investorenlaufbahn und zweitens leider viel zu hoch am Anteil von meinem gesamten damaligen Vermögen. Die Aktie wurde dann schlussendlich vom Unternehmen Glencore übernommen und mit einem Squeeze-out vom Markt genommen. Damals waren knapp 8000 € weg. Aua! Was das heute wäre oder auch in 20 Jahren, will ich gar nicht rechnen. Ich habe damals ganz auch versucht, in ein Zed-Geschäft einzusteigen, als Grower von Marihuana-Pflanzen als Investment, die dann passives Einkommen abwerfen. Was hätte hier bitte schiefgehen können? Gut, fairerweise habe ich das Ganze auch als Experiment gekauft, aber dennoch erneut Geld in den Sand gesetzt. In Summe schätze ich, habe ich bis heute ungefähr 50.000 € versenkt, vielleicht sogar mehr, auf jeden Fall eine viel zu große Summe. Das wären jetzt einfach mal 350.000 €, die ich bis zum Renteneintritt mit 5 % inflationsbereinigter Rendite bei weltweiten Aktien zu einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit gehabt hätte.
Was sind also meine Lessons Learned, die ich euch mitgeben möchte? Spekulieren und auch mehr Risiko eingehen ist okay, aber man muss einfach darauf achten, dass diese Art von Investments nicht so viel Anteil an der Allocation einnehmen wie bei mir damals. Heute mache ich wirklich 80 % oder vielleicht sogar 85 % ETF-Sparpläne und nur dann gezielte Beimischungen. Zweitens muss man sich einfach bewusst machen, dass ein verlorener Betrag eben nicht nur diesen Betrag verliert, sondern auch die Opportunität auf viele Jahre damit flöten geht. Und damit gehen wir auch gleich schon schön auf den zweiten Punkt über, nämlich: die Relevanz von Gebühren verstehen. Wenn wir uns mal anschauen, wie viel Rendite wir pro Jahr machen können, egal jetzt erstmal mit welcher Assetklasse, dann landen wir wohl bei irgendwo zwischen einem und 10 % pro Jahr. Da ich ja primär Aktien weltweit bespare, nehme ich jetzt einfach mal die 7 % pro Jahr historisch an. Von diesen 7 % wollen jetzt aber verschiedene Themen etwas abhaben und wegfressen. 2 % davon kann man im Schnitt schon mal auf die Inflation abgeben und noch mal einen guten Anteil auf die Kapitalertragsteuer und Soli. Das sind jetzt aber Themen, die man eben nicht beeinflussen kann. Es kommen aber noch weitere Bereiche dazu, die hier mitverdienen möchten, und zwar kommen neben Inflation und Steuer noch die Gebühren für den Kauf von meinem Investment und die laufenden Gebühren pro Jahr dazu. Ich habe z.B. selbst in den ersten Anfangsjahren aktive Fonds bespart, z.B. den DWS Top Dividende, eine der beliebtesten Produkte am Markt. Der hat laufende Kosten von 1,45 % pro Jahr und einen Ausgabeaufschlag von 5 % pro Sparrate, unabhängig davon, dass die Rendite weit hinter dem Weltmarkt hinterherhinkt. Ja, ja, ich weiß, der Fonds will Dividenden machen und gar nicht den Weltmarkt schlagen. Wein, wein, schniff, schniff. Man muss sich einfach mal verdeutlichen, bzw. musste ich mir damals auch verdeutlichen, was diese Gebühren für Auswirkungen haben. Heute haben meine ETFs alle unter 0,25 % TER pro Jahr, und die Auswirkungen sind hier wie gesagt wirklich nicht ohne, egal jetzt welches Produkt oder welcher Ansatz, erstmal genereller Natur. Wir nehmen mal an, 7 % Rendite pro Jahr schafft auch das aktive Produkt genauso wie der ETF. Dann machen wir beim ersten 5,55 % Rendite pro Jahr und beim ETF 6,75 % Rendite pro Jahr, beides nach Gebühren. Nehmen wir mal 500 € Sparrate an jeden Monat bis zur Rente, also ungefähr 40 Jahre lang bei jungen Anlegern, und 2 % gehen an die Inflation, dann kommen wir auf 523.000 € Vermögen beim oberen Produkt und 700.000 € beim unteren Produkt. Verrückt, oder? Dazu noch bei fehlen eben der Ausgabeaufschlag. Das bedeutet, dass pro 500 € Sparrate noch 475 € im Fonds landen und 25 € reine Gebühr sind. Dann komme ich auf nur noch 496.000 € Vermögen, ein gewaltiger Unterschied. Und dazu kommt, wie gesagt, dass kaum ein aktives Produkt es schafft, den Markt zu schlagen, langfristig. Ich selbst hätte also rückblickend lieber direkt auf kostengünstige ETF-Sparpläne gehen sollen und nicht den Umweg über aktive Fonds.
Ein weiteres Thema sind, wie gesagt, erstmal auch die Einstiegskosten, unabhängig vom Produkt. Jetzt erstmal die Frage: Ist hier immer wieder eine normale Bank mit Online-Banking nehmen oder ein moderner Neo-Broker? Ich habe bestimmt in meinem Leben um die 4000 € an Ordergebühren gezahlt. Ich bin zwar selbst noch ein Jungspund, aber selbst bei mir damals in den Anfangsjahren hat der Kauf noch 10 bis 20 € gekostet, und das zieht sich bei manchen Brokern sogar bis heute noch so durch. Eingeredet habe ich mir das immer gerne damals, weil ich dafür ja auch einen viel besseren Support bekomme. Aber ehrlich gesagt, muss ich rückblickend folgendes feststellen: Ich habe wirklich jeden Sonderfall im Finanzkosmos durchgemacht: Kapitalerhöhungen, Pleitegehen einer Aktie, Übernahme einer Aktie, Quellensteuer aus verschiedensten Ländern im Ausland, der Börsengang einer Sparte – you name it. Und ehrlich gesagt, gab es keinen einzigen Fall, wo der jetzt in Anführungszeichen „Premium-Support" von einer normalen Bank wirklich gebraucht worden wäre und auch die Gebühren dafür gerechtfertigt hätte. Viel mehr habe ich das Gefühl, dass sogar in den letzten Jahren die älteren Banken an Support einbüßen. Die müssen ja auch kostengünstiger werden, weil hier noch Filialen und Organisations-Wasserkopf mit dranhängen. Und hier muss man wirklich mal die Lanze brechen für Neo-Broker, was diese alles verändert haben, vor allem auch für meinen der Wahl, Scalable Capital. Hätte es damals schon etwas in der heutigen Form gegeben, wäre das ein Wahnsinnsvorteil für mich gewesen. Ich spare hier aktuell jeden Monat in meine ETFs rein ohne Probleme, und alles ist super modern und komfortabel, das Ganze eben zu solchen Top-Konditionen, dass ich hier wirklich das Optimum aus meiner Sparrate und Geldanlage rausholen kann. Hätte ich damals ja auch schon Einzelaktien, Anleihen und Co kaufen können, hätte ich mir tausende Euro mehr ins Vermögen dazu sparen können, die so einfach nur für Gebühren draufgegangen sind. Da sprechen wir ja noch gar nicht von solchen Themen wie, dass das Geld gut gethabt mit dem aktuellen EZB-Zinssatz weitergegeben wird durch die Partnerbanken und Geldmarktfonds. Alten Banken hat man heute schon Glück, wo man 1 % bekommt. Vor allem junge, neue Investoren haben durch solche Optionen am Markt zu mir persönlich einen sehr großen Startvorteil. Den Link zu Scalable findet ihr, wie gesagt, im Unter dem Video.
Zusammenfassend kann man zu diesem Punkt also sagen: Rückblickend hätte ich noch mehr Fokus darauf legen sollen, die Kosten, egal welcher Art, zu minimieren und vor allem auch Produkte zu besparen, bei denen nicht die Gebühren die Rendite fressen. Alleine meine Kaufkosten für Einzelaktien wären heute, wie gesagt, schon ein kleines Vermögen wert. Das übrigens ETFs und Sparpläne und auch Neo-Broker vielen Beratern im Auge ist, ist klar. Berater verdienen so keine Provisionen mehr, und die Banken verdienen an ETFs viel weniger als in aktiven Produkten. Ich bekomme hier jeden Tag jeglichen Müll meine Timeline gespült, sei es jetzt auf Instagram, LinkedIn und Co. Einen Beitrag von einem Berater muss ich euch jetzt einfach mal zeigen, weil er gerade beim Erstellen vom Video reingeploppt ist und zum Thema einfach auch passt. Ich zitiere: „Gestern sitzt ein Typ neben mir und sagt: ‚Ich will Rendite, aber bitte keine Lebensversicherung, denn ich habe schon einen ETF.‘ Ich grinse: ‚Generation C in der Nussschale! Hihi.‘ Ich frage also: ‚In was investierst du denn?‘ Er antwortet: ‚Ja, in einen MS World. Halt, das ist doch das Beste, oder?‘ Ich lehne mich zurück: ‚Interessiert du dich für Gaming?‘ Sein Gesicht hellt auf: ‚Klar, ich zocke jeden Tag.‘ Warum dann? Erkläre mir doch mal, warum dein Geld in einen Index fließt, in dem Gaming-Unternehmen fast keine Rolle spielen. Es gibt nämlich Fonds, die genau auf Gaming setzen, auf eSport und auf neue Technologien, auf das, was du selbst feierst. Du kannst dein Geld so investieren, dass du nicht nur Rendite machst, sondern auch an dem partizipierst, was dich wirklich interessiert. Es gibt sogar Produkte, bei denen du die Kosten wieder zurückholen kannst. Du investierst smarter und bekommst sogar etwas zurück. Also muss ich nicht mal einen MS World nehmen. Nein, Mann, du kannst dein Investment so aufbauen, dass es wirklich zu dir passt: ETFs, Fonds, Nischenfonds, Gaming, Gesundheit, KI, Wasser und Co, sogar mit steueroptimierten Strukturen.“ Oh man, ich musste echt lachen, als ich das gelesen habe. Dann ist mir bewusst geworden, dass Leute sich durch so etwas wirklich belabern lassen, sonst würden diese Leute das ja auch nicht machen. Wir haben hier einen jungen Investor, der den MS World bespart, weil er, ich zitiere aus dem Beitrag, keine Lust hat auf eine Lebensversicherung mit einem 40-seitigen Vertrag, und der soll jetzt einen aktiven Fonds besparen, um das Thema Gaming als Nischenthema abzudecken, weil er sicher privat damit als Hobby beschäftigt ist. What the hell? Warum er etwas bespart, das nichts mit Gaming zu tun hat, weil das fucking normal keinerlei Relevanz in der Geldanlage haben sollte. Es geht darum, langfristig und nachhaltig Vermögensaufbau möglichst rational aufzubauen. Das hat der Anleger hier auch gemacht, und zudem ist es auch noch komplett falsch gefühlt. Die Hälfte der Top-Holdings im MS World haben etwas mit Gaming zu tun. Microsoft gehört Xbox oder Minecraft und zahlreiche Blockbuster-Games. Nvidia stellt sogar Grafikkarten her. Wenn ihr mich also fragt, wie oft ich noch dieselben Videos zum Thema ETF-Sparpläne und Vermögensaufbau bringen will, solange bis ich so einen Müll nicht mehr sehen muss, danach erst ist mein Bildungsauftrag erfüllt. Okay, genug gerantet.
Der dritte Punkt, den ich rückblickend anders gemacht hätte, ist: wie ich Strategiewechsel durchführe. Wer wirklich, wie ich damals, bei Null Wissen startet und sich immer mehr in Finanzen einarbeitet, bei dem steigen hoffentlich nicht nur die Aktien, sondern irgendwann auch die Lernkurve und das Wissen. So habe ich auf meinem Weg sehr viel ausprobiert und durchgemacht: Aktienweltfonds, aktive Fonds, Optionen, Knockouts, Dividendenstrategien, Anleihen bis hin zu Börsengängen und Immobilien-Fonds. Sogar Daytraded habe ich eine lange Zeit, quasi hin und her gehandelt in kürzesten Zeitabständen. Ich weiß noch, als ich stundenlang hier im Chart-Hokuspokus rumgespielt habe: Fibonacci-Retracement und Co. Oder auch der Cup-Handle war auch geil. Heute trinke ich nur noch Käffchen aus meinem eigenen Cup, aber das ist ja auch klar. Überall hört man Infos, Quellen und Meinung zu verschiedenen Themen. Z.B. hatte ich auch Anleihen gekauft wegen der Börsenweisheit: „100 – Börsenalter = so viel Anleihen solltest du haben." Rückblickend weiß ich es heute besser. Wichtig ist, die erstmal zu verstehen. Im Laufe des Prozesses sind Strategiewechsel okay, und das hat jetzt auch nichts damit zu tun, dass man eine schlechte Strategie lange durchziehen muss und auf keinen Fall verkaufen darf, wenn man ja so nicht langfristig genug denkt und nur Buy and Hold machen darf. Denn heute bin ich der Meinung, wenn man rationale Fakten hat, warum man seine Strategie ändern sollte, dann sollte man das auch machen, egal. Denn hier sieht man auch oft den Fehler, den ich selbst auch gemacht habe, dass wenn man etwas kauft und dann ist man minus, wenn man erst wieder verkaufen und rausgehen aus diesem Investment bzw. Strategie, wenn man wieder bei plus/0 angekommen ist, vorher nicht. Das ist aber auch schm, weil so gesehen ist jeder Tag, an dem ich ein Investment halte, eine neue Kaufentscheidung. Das liegt ja daran, dass ich jederzeit die Möglichkeit habe, das Investment zu verkaufen oder zu behalten. Wichtig ist ja also rückblickend bei mir auch die Geschwindigkeit, mit der man so einen Strategiewechsel durchzieht. Ja, werft mich bitte wieder mit Muse ab. Ich weiß schon seit Jahren, dass Dividenden-Einzelaktien für mich persönlich nicht mehr das Richtige waren, und trotzdem habe ich mehrere Jahre gebraucht, mich hier von den Aktien zu verabschieden und sie in ETFs einzutauschen. Shell habe ich bis heute noch im Depot. Warum? Tja, das weiß ich auch nicht.
Themawechsel, bitte. Passt auch ganz gut zum nächsten Punkt: Einfach machen und weniger ist mehr. Was passiert denn, wenn man sich immer mehr in das Thema Finanzen einarbeitet? Es poppen immer mehr Fragen auf, und man ist teilweise sehr verwirrt und auch unsicherer, ob man wirklich das Richtige macht. Was ich eben nicht passieren lassen darf, ist, dass ich rückblickend wirklich ans Herz legen kann: nicht ewig lange zu warten, bis man endlich mal loslegt. Am Ende des Tages ist nämlich auch vieles Learning by Doing. Theorie ist das eine, aber wirklich lernen und verstehen tut man Dinge am besten, wenn man praktisch loslegt. Also einfach mal 50 € hier investieren, 20 € da und so weiter und schauen, was passiert, bevor man monatelang damit abwartet. Was ihr eben auch mit reinspielt ist: Viel hilft viel. Das habe ich lange Zeit unterschätzt. Ich dachte, wer mehr Zeit im Thema Finanzen investiert, wird am Ende auch die bessere Rendite machen. Das ist aber ein Trugschluss, denn nur wenn man Finanzen als Hobby hat und hier aktiv ist, bringt das am Ende kaum mehr Rendite ein. Es ist fast schon negativ, wenn man sich täglich irgendwelche Börsennews und Schlagzeilen reinzieht. Am Ende des Tages ist ein Anleger, der einmal einen ETF-Sparplan aufsetzt und dann 40 Jahre lang durchzieht und kaum mehr anfässt, mindestens genauso gut dabei, wenn nicht sogar besser als jemand, der stundenlang sich mit dem Thema Börse beschäftigt. Und damit kommen wir auch schon zu einem kleinen Endfazit zum Thema. Ich kann also rückblickend sagen, dass ich die folgenden vier Punkte anders angehen hätte sollen: Die Relevanz von Verlusten verstehen, die Relevanz von Gebühren aller Art verstehen und wie ich Strategiewechsel umsetze und am Ende einfach machen und bewusst sein, dass nicht immer mehr besser ist. Das waren jetzt vier der wichtigsten Punkte, aber klar ist auch, dass ich die letzten 10 Jahre über noch viele, viele weitere Fehler gemacht habe, und das Gute ist: Die werde ich euch im Laufe der Zeit hier alle aufzeigen, ohne dass du dafür selber Geld verbrennen musst. Am Ende des Tages würde ich also rückblickend meine heutige Strategie, die ich jetzt habe, damals seit Minute 1 an schon starten und so durchziehen. Aber gut, damals hatte ich auch nicht das Wissen und die Erfahrung von jetzt. Und am Ende bleibt mir auch nur noch mal zu sagen: Macht euch wirklich eure eigene Meinung. Hört nicht auf mich, hört nicht auf andere. Nutzt das alles nur als Informationsquelle, um euch selbst ein Bild zu machen, was für euch das Richtige ist. In dem Sinne: Haltet die Ohren steif bis zum nächsten Mal. Euer [Musik] Finanzbär FE.