Transcription
Ich habe 60 % meiner Aktien verkauft und mehr Rendite gemacht. Heute verrate ich dir, warum weniger mehr ist.
Servus Leute, herzlich willkommen in einem brandneuen Video auf meinem Kanal. Mein Name ist Mario Lochner und heute lautet das Motto: Weniger ist mehr. Wir haben fünf Kategorien. Die zwei wichtigsten sind natürlich, erstens Aktien, damit starten wir, ETFs und dann auch noch drei andere, wo ich euch das Prinzip näher bringen möchte, warum weniger mehr ist: mehr Rendite, mehr Geld, mehr Erfolg. Vor allem natürlich die Rendite steht heute im Fokus. Ich habe viele, viele Aktien verkauft in den letzten Jahren. Ich werde euch heute auch zeigen, welche, denn es kommen immer wieder die Fragen: „Hast du die Aktie noch? Hast du die Aktie noch?“ Und heute werde ich euch mal sämtliche Aktien zeigen, die ich nicht mehr im Depot habe. Und wenn du Bock hast auf dieses Video, dann lass mir gerne einen Daumen nach oben da und wenn dir meine Videos gefallen, kannst du mir einen großen Gefallen tun und meinen Kanal abonnieren. Und dieses Video wird dir übrigens präsentiert von N26. Das ist mein Banking-Partner und jetzt auch noch für Telekommunikation. Die haben nämlich eine tolle Innovation und ein spannendes Angebot für dich. Das ist wirklich der Hammer. Aber dazu kommen wir gleich.
Kommen wir zur ersten Kategorie, und das sind natürlich Einzelaktien. Viele Anleger denken: „Hm, viel hilft viel. Wenn ich einfach sehr, sehr viele Einzelaktien habe, dann bin ich breit gestreut und dann kann mir nichts passieren.“ Da sollte man sich aber keine Illusionen machen, und da sind wir bei der Illusion der Diversifikation. Breitstreuen ist natürlich grundsätzlich eine sehr, sehr gute Idee. Trotzdem sollte man sich nicht zu sicher fühlen und sollte man sich mal mit den Fakten beschäftigen, denn es gibt genug Studien und Untersuchungen, die zeigen, dass Diversifikation, wie so viele andere Sachen, eben einen Grenznutzen hat. Z.B. eine Analyse des CFA Institute ergab, dass bei Large-Cap-Portfolios der größte Diversifikationseffekt bereits mit etwa 15 Aktien erreicht wird. Bei Small Caps liegt dieser Wert bei etwa 26 Titeln, und auch Ray Dalio hat das eindrucksvoll gezeigt mit seinem heiligen Grail. Vielleicht habt ihr diese Grafik schon mal gesehen. Sieht jetzt kompliziert aus, ich erkläre es euch ganz einfach. Ihr habt sehr schnell Grenzen bei Aktiendiversifikation, denn Aktien korrelieren natürlich schon in gewisser Weise miteinander. Ist ja nicht so, dass die alle komplett unterschiedlich laufen. Und hier seht ihr es: Wenn ihr weiter nach rechts geht und ihr habt eine gewisse Korrelation, ja, dann verringert sich nicht die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Geld verliert. Also, wenn ihr 500 Aktien habt und es gibt einen Crash, z.B., ja, dann werdet ihr trotzdem ziemlich sicher Geld verlieren. Ja, ab einer bestimmten Anzahl von Titeln, da bringt Diversifikation dann nicht mehr wirklich viel. Es wird dann eher sogar zum Problem, wenn ich mit Einzelaktien agiere, denn der typische Anleger betreibt das so ein bisschen wie Briefmarken sammeln. Erst 10 Aktien, dann 20, dann 30, dann 40, dann 50, dann 100, dann vielleicht irgendwann sogar im Extremfall 200. Und dann stelle ich dir die Frage: Weißt du wirklich noch, was bei deinen 100 oder 200 Unternehmen alles los ist? Viel wichtiger: Lerne nein zu sagen, und ich predige immer wieder Sturgeons Gesetz. Theodor Sturgeon war ein erfolgreicher Science-Fiction-Autor und wurde oft kritisiert nach dem Motto: „Ach, Science Fiction, das ist doch alles Schund.“ Und er hat gesagt: „Das ist richtig, sehr viel davon ist Schund, aber eben nicht alles.“ Und er meinte auch, das gelte nicht nur für Science Fiction, sondern für viele andere Dinge. 90 % der Dinge ist eben Schrott. Und das gilt für Business, Bücher und eben auch für Aktien. Wichtig ist: Investieren mit Zweck und Ziel und da immer ans Pareto-Prinzip denken. Mit sehr wenigen Dingen erreicht man oft ja den größten Output. Da gibt es viele schöne Beispiele. Z.B. eine Unternehmensführung: Mit 20 % der Produkte erzielt man gerne 80 % des Umsatzes. Oder beim Marketing, z.B.: Mit 20 % der Marketingkanäle macht man dann auch 80 % des Gewinns oder des Umsatzes. Und bei der Zeile ist sicherlich der ein oder andere erschrocken: 60 % der Aktien verkauft. Sicherlich gibt es heute ein paar Kommentare: „Mensch, der Lochner macht wieder alles falsch und verkauft jetzt seine Aktien.“ Nein, es geht nicht um jetzt, sondern es geht um die letzten Jahre, und ich hatte sehr, sehr viele Aktien – zwischenzeitlich über 30, über 40 – und ich will viel, viel kleiner werden. Ich weiß, es ist schwer. Mir fällt es auch schwer, weil immer wieder natürlich mal spannende Aktien ins Depot wandern. Trotzdem ist eigentlich mein Ziel: Ich will runter unter 20, eigentlich gerne auch Richtung 10. Ich weiß, es ist schwer, aber ich versuche mich da wirklich dran zu halten. Und jetzt schauen wir mal drauf, was habe ich denn in den letzten Jahren alles verkauft? Und das ist eine ganz schön lange Liste. Schauen wir mal drauf. Wichtig, das ist jetzt alles keine Anlageberatung, sondern das dient nur der Information. Das sind Aktien, die ich in den letzten Jahren verkauft habe. Das dient nur der Information. Alles, was du daraus ableiten solltest, machst du auf eigenes Risiko, und weder ich noch der Kanal haften dafür. Da stehen jetzt viele Namen drauf: Walt Disney, Bristol Myers Squibb, Sparta, Nash, Visa, Apple, Adobe, Wirecard, dann 3D Systems, Energiekontor. Ich kann jetzt nicht alle vorlesen, es sind sehr, sehr viele, und ich habe euch mal in Klammern die Fünf-Jahres-Performance gepackt. Und da sieht man, das ist natürlich jetzt ein bisschen verwirrend, weil die Aktien zwischenzeitlich manche sehr gut gelaufen sind, aber ihr seht, auf 5 Jahre sind da wenige dabei, die richtig bombastisch gelaufen sind, und das spricht schon mal dafür, dass Buy and Hold eben nicht bei jeder Einzelaktie so sinnvoll ist. Und ich habe z.B. mit einigen Aktien, die jetzt hier schlecht aussehen, sehr gute Gewinne gemacht. Z.B. mit einer Sparta Nash, die war zwischenzeitlich mal total gehyped, die hat sich dann verdoppelt innerhalb kurzer Zeit. Auf 5 Jahre Performance Katastrophe: 6 %, aber ich habe sie damals ziemlich am Hoch verkauft, z.B., und da konnte man zwischenzeitlich sehr viele gute Renditen machen. Sportsmans Warehouse, die hatte ich damals im Corona-Crash gekauft, die lief wie blöd. Dann bin ich auch raus. Ihr seht's auf 5 Jahre: -78 %. Es gibt auch Aktien, da bereue ich, dass ich verkauft habe. Ja, Friedrich Vorwerk habe ich z.B., die sieht jetzt hier auf 5 Jahre auch nicht so toll aus, aber die läuft zuletzt wie blöd. Da habe ich auch Rendite gemacht, aber ich bin z.B. viel zu früh raus. Aber im großen und ganzen: Nvidia, ja, die habe ich jetzt in den letzten Monaten oder im letzten Jahr immer mal wieder getradet, hat da auch zwischendrin immer Plus gemacht. Da war ich jetzt nie so richtig lang investiert. Ähm, genau wie bei Heidelberg Materials, die habe ich z.B. vor kurzem verkauft, auch mit ca. 30 %. Oder bei Starbucks bin ich letztes Jahr mal im Crash rein, hab sie dann auch mit ordentlich Gewinn verkauft. Ja, danach ist sie wieder schlecht gelaufen. Es gibt ein paar, ja, da bereue ich, dass ich raus bin. Aber unterm Strich sieht man, es sind gar nicht mal so viele. Und wie gesagt, das sind jetzt sehr unterschiedliche Aktien. Bei manchen war ich vielleicht mal ein, zwei Wochen drin. Manche hatte ich wirklich viele, viele Jahre, wie z.B. Walt Disney. Da habe ich mich – ja, ist noch gar nicht so lange her – zum Verkauf entschieden. Da war sie noch bei ja fast 110 €. Danach ist sie auch noch mal abgeruscht, weil da in den letzten Jahren einfach nicht mehr viel ging. Shell ist auch ein schönes Beispiel, das sieht auf 5 Jahre auch schlecht aus. Die lief jetzt auch in den letzten zwei Jahren nicht gut. Ich habe sie damals gekauft, als sie sehr, sehr niedrig war. Habe dann auch fast verdoppelt. Ja, dann lag sie schon längere Zeit rum, da ging dann nicht mehr viel, und dann habe ich mich auch irgendwann davon getrennt.
Weniger ist mehr, wichtig. Ein konzentriertes Portfolio ermöglicht dir natürlich bessere Kontrolle, höhere Überzeugung. Und du kannst dich natürlich mit den Unternehmen viel, viel besser beschäftigen, weißt viel, viel besser Bescheid und natürlich auch eine bessere Performance. Denn wenn ich Aktien aussortiere, die schlecht laufen, ja, dann wird meine Performance besser. Das Motto des Videos lautet: Ja, weniger ist mehr, und es sind vor allem die kleinen Dinge, die mir den Alltag extrem erleichtern. Und da möchte ich euch eine Sache nicht vorenthalten, und zwar die neue N26 SIM. Die meisten von euch kennen N26 natürlich fürs Banking. Viele nutzen es schon dafür. Ich persönlich schon seit 2016, bin sehr zufrieden, und jetzt gibt es noch mal was ganz Neues, nämlich eine Mobilfunklösung von N26. Darf ich vorstellen: die neue N26 SIM. Ihr bekommt Highspeed-Internet, super schnell und vor allem flexibel. Es gibt drei Tarife, alle natürlich übers 5G-Netz von Vodafone: 10 GB für 13,99 €, 30 GB für 19,99 € und 100 GB für 34,99 €. Alles wichtig: monatlich kündbar. Und das Geniale, ihr könnt direkt in der App eure eSIM aktivieren. Kein Papierkram, keine Plastik-SIM. Einfach ein paar Klicks, und ihr seid online. Ja, Leute, weniger ist mehr. Und was ich besonders smart finde: Bei N26 habt ihr alles an einem Ort. Eine Lösung für Banking, Investing und auch Konnektivität, Telekommunikation, alles in einer App, ist wirklich super praktisch. Wenn ihr eh schon bei N26 seid, dann checkt unbedingt mal die neue SIM aus. Und wenn ihr noch nicht dabei seid, dann wird es spannend, denn jetzt lohnt es sich doppelt, denn erstens zur Kontoeröffnung gibt es sowieso schon mal 25 € Startguthaben mit meinem Code „Mario25“, und es gibt noch mal 20 % auf jedem Mobile-Plan, egal welcher, für ein Jahr, mit diesem Code hier: „N26 SIM Mario20“. Und den Link dazu, den packe ich euch natürlich in die Videobeschreibung bzw. in die Shownotes.
Jetzt kommen wir zur zweiten Kategorie: ETFs. Und jetzt die Frage: „Mensch, ist der Lochner ein Zocker? Sagt vorher hier: Diversifikation sollte man nicht übertreiben mit den Einzelaktien?“ Nein, es geht natürlich jetzt konkret um die Einzelaktien, und ich bin kein Fan davon, 100 oder 200 Einzelaktien zu haben, weil ganz ehrlich, dann ist der ETF für mich immer die rationalere Lösung. Im Zweifel wird er besser laufen, im Zweifel hast du keinen Aufwand damit, das ist ganz, ganz wichtig. Und es geht um Zweck und Ziel. Der einfachste und beste Weg für Privatanleger ist im Zweifel immer der ETF. Immer. Da gibt es für mich auch keine Diskussionen. Im Zweifel. Es gibt natürlich Ausnahmen. Klar. Und ich investiere ja auch verdammt viel in ETFs. Das ist mein großer Kern. Und jetzt kommen wir noch mal zur Core-Satellite-Strategie. Einfach noch mal meine Strategie kurz erklärt: Einzelaktien machen bei mir auch schon einiges aus, aber ETFs sind der Kern und sind mit Abstand das größte, und da trade ich auch nicht rum. Da betreibe ich auch kein Market Timing, höchstens mal Rebalancing. Wie sieht das aus? Hier haben wir ja die Marktrendite als Kern. Das ist das größte bei mir, die ETFs. Und dann habe ich eben Satelliten, wenn wir es mal so nennen wollen – man könnte natürlich sagen, meine Einzelaktien, auch Bitcoin. Ethereum habe ich auch, aber ist im Verhältnis zu Bitcoin mittlerweile verdammt wenig. Dann auch noch eben andere Investments, wie z.B. Kupfer, Gold oder Silber. Aber jetzt kommen wir zum Entscheidenden: Auch bei ETFs gilt: Weniger ist mehr, denn da machen Anleger ganz genau die gleichen Fehler. Bitte macht keine Wissenschaft daraus. Kein Mensch braucht 10, 20 oder 30 ETFs, auch wenn es da viele tolle gibt, natürlich. Vor allem die Themen-ETFs, die Länder-ETFs, da gibt es so viele Sachen, und ich kenne den Impuls: Man will irgendwie alles im Depot haben, aber das führt dann oft zu Überschneidungen oder zu irgendwelchen, dass man irgendwelche Hypes im Depot hat, und das macht es dann auch nur kompliziert, ineffizient und unterm Strich macht man damit dann sehr wahrscheinlich eine schlechtere Performance und hat vor allem mehr Stress. Und für alle, die in ETFs investiert sind: Wenn dein ETF-Depot z.B. so aussieht: Du hast z.B. einfach einen ETF schon lange auf den MSCI World, auf den FTSE All-World. Du hast klassisch 70/30, 70 % MSCI World, 30 % Emerging Markets, oder du hast einen anderen Regionalmix, wie z.B. 40 % USA, 30 % Europa, 10 % Japan, 20 % Emerging Markets, oder hier 40 % USA, 40 % international, 20 % Emerging Markets, vielleicht ein bisschen defensiver, dann ist das alles völlig okay. Mach dich nicht verrückt. Oder du hast so ein Weltportfolio: 20 % Europa, 50 % MSCI World, 30 % Emerging Markets, vielleicht dann noch Bitcoin und Gold beigemischt. Ja, dann wird das in Ordnung sein. Dann mach dich bitte nicht verrückt oder lass dich nicht verrückt machen. Denn das größte Problem, und deswegen fangen viele vielleicht auch erst gar nicht an: „Choice Cripples“, Auswahl behindert uns. Auswahl, große Auswahl kann sehr, sehr schwierig sein. Das fängt bei vielen wahrscheinlich beim Studium schon heutzutage an. Das war bei mir damals schon eine Katastrophe, was es da alles an Auswahl gab. Das hindert einen, eine Entscheidung zu treffen, massiv. Ihr kennt vielleicht diese berühmte Studie mit den Marmeladengläsern. Und zwar wurde das in einem kalifornischen Feinkostladen ausprobiert. Da haben Forscher zwei verschiedene Probiertische aufgebaut. Und was ist passiert? Einmal hatten wir 24 Sorten Marmeladen. Ja, das hat zwar 60 % der Kunden angezogen, aber nur 3 % haben am Ende tatsächlich gekauft. Anderes Beispiel, viel weniger Auswahl: sechs Sorten Marmelade, nur 40 % der Kunden angezogen, also etwas weniger, aber 30 % haben gekauft. Also: Weniger ist mehr, weniger Auswahl kann einfach zu viel mehr Abschlüssen führen. Das ist natürlich auch wichtig für jeden, der ein Business hat, z.B.: Macht es bitte nicht zu kompliziert. Bei ETFs, beim Investieren, arbeite dich ein, lerne und bau dir Wissen auf, aber bitte mach keine Wissenschaft daraus. Du brauchst nicht 10 Jahre Theorie, bevor du dann mal anfängst. Und du brauchst auch kein ETF-Sammelalbum. Also, wenn du hier sowas hast – das ist natürlich mal einfach ein Beispiel überspitzt – wenn du hier 10, 20, 30, 40 ETFs hast und dann noch zig Themen-ETFs, es braucht kein Mensch, das ist verrückt, das braucht keiner. Und Themen-ETFs, bitte immer dran denken, die werden natürlich gerne aufgelegt, ja, wenn es gerade ein Hype gibt, z.B.: Argentinien läuft jetzt super, dann gibt es natürlich sehr viele Argentinien-ETFs, oder KI oder vor Jahren Wasserstoff, was auch immer. Das bitte auch beachten.
Kommen wir zur dritten Kategorie: Finanzen. Und du brauchst auch keine zehn Konten, 10 Depots oder 20 Kreditkarten. Du verlierst den Überblick. Wichtig beim Investieren: Erstens fangen wir mal damit an, beim Thema Finanzen. Wenn ich jetzt 10 oder 20 Depots habe, ich habe keinen Überblick mehr über meine Renditen, nicht, auch nicht über meine Cashquoten. Also meine Gesamtperformance, die verschwimmt total. Es kann natürlich sinnvoll sein, dass ich vielleicht zwei Depots habe oder drei, wo ich sage: Hier habe ich jetzt z.B. meine ETFs, da habe ich jetzt vielleicht meine Einzelaktien, hier habe ich Krypto. Das kann man natürlich machen, dass man das auch vielleicht miteinander vergleichen kann. Besser, das ist völlig okay, aber bitte nicht die Kontrolle und den Überblick verlieren. Zweitens: Bei 10, 20 verschiedenen Konten verlierst du auch den Überblick über die Kosten, weil du dann ein Problem hast. Du hast hier ein paar Kosten, hier ein paar Kosten, und das sieht dann alles für sich vielleicht gar nicht so schlimm aus, oder es passiert dann halt einfach. Du hast aber einfach keinen Überblick mehr, und das alles zu regeln und einfach im Überblick zu behalten, ja, das ist auch schierer Wahnsinn. Und da kommt das Problem des Mental Accountings ins Spiel. Was heißt das? Dass wir gewisse Zahlen ganz anders wahrnehmen. Beispiel: Du bekommst eine Steuerrückerstattung von 1000 €. Dann wirkt das für uns, gerne für unser Hirn, wie geschenktes Geld. Das ist quasi so Gratisgeld, was ich kriege. 1000 € Steuerrückerstattung, die haue ich gleich mal auf den Kopf. Wenn ich mir diese 1000 € erarbeiten muss – es sind auch 1000 €, die ich bekomme – dann schmeiße ich mit dem Geld sicher nicht so um mich, weil das in meinem Gehirn mental ganz anders verarbeitet wird. Es ist aber egal. Es sind 1000 €, und es sind 1000 €. Also da bitte aufpassen, denn zig verschiedene Konten, die können auch dazu beitragen, dass dieses Mental Accounting gewaltig durcheinanderkommt und zu schlechten finanziellen Entscheidungen führt. Und dann noch das sogenannte Zinshopping. Darüber beschwert sich ja auch Gerd Kommer gerne. Natürlich kann man mal das Konto wechseln, das ist völlig klar, und es gibt bessere Konditionen oder einfach einen besseren Anbieter, klar, aber pro Monat fünfmal das Konto zu wechseln und Zinshopping zu betreiben für 0,05 % mehr, ja, das kostet Zeit, das kostet Nerven, und bitte beachte die Opportunitätskosten. Also: Kannst du in dieser Zeit nicht was viel, viel Sinnvolleres machen? Kannst du nicht richtig Geld verdienen? Kannst du dich fortbilden? Kannst du dich vielleicht auch einfach mal erholen und das Leben genießen? Also Opportunitätskosten bitte beachten.
Da kommen wir schon zum vierten Punkt, und zwar zum Alltag, Opportunitätskosten Nummer zwei. Ganz wichtig erwähnt: Ich bin ja bei N26 schon tatsächlich seit 2016, und ich bin zufrieden. Und warum soll ich da jetzt jede Woche zehnmal das Konto wechseln? Das ist doch auch eine Frage, die man sich mal stellen muss. Weniger ist mehr. Eine Frage, die mir oft gestellt wird oder in den Kommentaren: „Mensch, der Mario hat ja nur einen Pullover.“ Und die Frage: Ja, das Geheimnis müssen wir heute mal lüften. Was hat es damit auf sich? Ja, hier hängen die Sachen im Studio, und das ist ganz einfach. Wenn ich hierherkomme ins Studio und ein Video drehe, dann hängt das hier, dann ziehe ich mich um, dann ziehe ich die Sachen an und mache da keine große Wissenschaft draus. Weniger ist mehr. Und im Alltag mache ich es generell einfach, z.B. hier im Studio, wenn Stress ist, wenn Druck auf dem Kessel ist und wenig Zeit, ja, dann habe ich hier einfach meinen Standard-Drink im Kühlschrank. Das ist jetzt keine Werbung, sondern das trinke ich wirklich regelmäßig. Es muss schnell gehen, es muss einfach gehen. Ich esse auch ständig dasselbe, z.B. gefrühstückt, da gibt es jeden Tag Raps, Röal, Paprika, einfach jeden Tag dasselbe: Zeit und Nerven sparen. Oder wenn ich auch einkaufen gehe, immer dasselbe. Dann will ich ganz genau wissen, wo etwas ist, damit ich keine Zeit und Nerven verliere. Warum mache ich das jetzt alles? Weil ich faul bin, weil ich bequem bin? Nein, weil weniger mehr ist, und wenn ich mich jeden Tag bei vielen eher unwichtigen Dingen entscheiden muss, wie z.B. morgens: Was ziehe ich an? Kann ich eine Wissenschaft draus machen? Dann: Was esse ich? Das ist alles schön, wenn man eine Auswahl hat, aber es kostet Willenskraft, und da gibt es auch spannende Untersuchungen zu dem Phänomen Willpower, und es gibt die sogenannte Entscheidungsmüdigkeit. Also, wenn ich sehr viele Entscheidungen treffen muss bei unwichtigen Sachen, dann kostet mich das auch Kraft. Kannst du dir ein bisschen wie einen Muskel vorstellen, der dann eben auch schneller ermüdet. Und deswegen gibt es z.B. – spielt auch ein Mark Zuckerberg, der seinen Schrank voll hat mit 100 Mal dem gleichen T-Shirt. Bei gerade erfolgreichen Leuten, ja, die ihre Zeit komprimieren müssen, sieht man das sehr oft, dass sie Sachen sehr einfach gestalten und z.B. immer dasselbe anhaben. Soweit treibe ich es jetzt nicht, aber ich brauche jetzt auch nicht bei jedem Video hier ein anderes Kostüm. Und dann ein kleiner Extra-Tipp dazu: Achte mal drauf, wenn du mit jemandem im Restaurant bist, ob der sich schnell entscheiden kann. Also ich merke das immer wieder: Leute, die es drauf haben, die schauen vielleicht mal ganz kurz in die Karte. Die wissen aber ganz genau, was ihnen schmeckt, was sie wollen. Die gucken da mal kurz rein: Was gibt es? Oder gibt es das, was ich gerne will, was ich jetzt haben will oder was ich generell gerne esse. Die klappen die Karte normalerweise in 10, 20 Sekunden zu. Und dann gibt es Leute, die schauen da 10, 20 Mal rein, und dann wissen sie es immer noch nicht. Also, das ist glaube ich eine spannende Beobachtung, die du unbedingt mal machen solltest.
Jetzt kommen wir zum fünften Punkt, und das habe ich jetzt mal genannt: Qualität, Lebensqualität. Weniger ist mehr. Ihr kennt sicherlich den Spruch: Ja, wer schlecht kauft, der kauft zweimal, oder vielleicht sogar noch viel öfter. Qualität ist wichtig, und ein gewisser Minimalismus ist für mich auch ein Gamechanger gewesen. Man braucht keinen riesen Kleiderschrank. Man braucht generell Sachen, die man nicht benutzt, braucht man nicht. Besitz belastet, vor allem unnötiger Besitz, den ich nicht brauche. Für mich ist das wirklich das Schlimmste. Ja, viele Menschen, die kaufen einfach ein Ding nach dem anderen, verschwindet dann in der Ecke. Das ist wirklich bitter, wenn man Geld dafür ausgibt und Platz dafür verschwendet und auch noch mentale Kapazität. Also im Grunde irgendwie geizig, aber verschwenderisch zugleich. Ich bin lieber großzügig, aber dann eben bestimmt, nicht jeden Tag, sondern eben ab und zu. Und mein Tipp, ich kann es immer nur wieder sagen: Kauft euch lieber zwei Hosen für jeweils 300 €, also 600 €, statt 10 Hosen für jeweils 60 €, denn Qualität hat ihren Preis, und es ist viel besser, wenige Dinge zu haben, die wirklich hohe Qualität haben, als viele Dinge, die unterm Strich dann eher Schrott sind. Und ich nenne das gerne minimalistischen Luxus, und Lebensqualität, der kommt eben dann auch von Qualität. Weniger ist auch hier aus meiner Sicht definitiv mehr.
Leute, ich freue mich sehr auf euer Feedback. Lasst mir gerne einen Daumen nach oben da, wenn es euch gefallen hat, und wenn euch die Videos gefallen, dann könnt ihr mir einen großen Gefallen tun, wenn ihr meinen Kanal abonniert. Und immer dran denken: Weniger ist mehr, jeden Tag ein bisschen. Dieses 1 % besser, 1 % mehr jeden Tag ist viel besser als sich mal hochschießen und Sachen nicht durchzuhalten, dann wieder zusammenzubrechen. Z.B. jeden Tag 10000, 1000 Schritte zu laufen ist viel besser als irgendwie ab und zu sich mal komplett beim Sport zu verausgaben, aber das eben nicht durchziehen zu können. Jeden Tag ein bisschen besser ist viel besser als irgendwelche komischen Sprünge oder Projekte anzufangen und dann ständig wieder abzubrechen. Danke euch fürs Zuschauen. Ich bin jetzt raus. Bis zum nächsten Mal. Ciao.