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Gold und Silber steigen eben nicht, weil alles gut läuft. Sie steigen, weil Systeme instabil werden und das ist nach wie vor so. Das ist ein harter Schlag ins Gesicht jedes Anlegers, der geglaubt hat, Edelmetalle steigen einfach ruhig und stetig.
Und heute ist klar, Gold und Silber fallen nicht, weil sie obsolet sind, sie fallen, weil zu viele kurzfristig investiert waren. Die Lage ist hochgradig angespannt. Andere gehen sogar weiter und sagen, am diesem Wochenende wird es einen Angriff geben, vielleicht sogar flächendeckende Bombardements.
Heute war einer dieser Tage, die sich einbrennen. Auch gestern war schon einer dieser Tage. Gold ist heute bis um 11:30 Uhr zum Zeitpunkt, wo ich dieses Video aufgenommen habe, bei einem Minus von 5,9%. Wohl gemerkt nach dem All-Time High von 5596$. Laut Intraday Silber ebenfalls heute bis 11:30 Uhr mit einem kranken Minus von 14,5%. Aber ebenfalls anzumerken macht dem Alltime High laut Intraday bei 121 USDollar.
Ich nehme dieses Video heute bewusst um 11:30 Uhr auf, da diese News heute einfach raus müssen. Mich interessiert es auch ehrlich gesagt relativ wenig, ob wir heute Abend bei -20 oder bei -5 oder auch bei 0 liegen, denn das sind absolut keine normalen Bewegungen, das ist kein ein bisschen Volatilität, das ist ein harter Schlag ins Gesicht jedes Anlegers, der geglaubt hat, Edelmetalle steigen einfach ruhig und stetig und ohne eine kleine Korrektur.
Jeder, der sich die Candle hier angeschaut hat, hat sich gedacht, was geht eigentlich ab? Und genau deshalb ist dieser Tag heute so wichtig. Nicht, weil er Angst macht oder Angst machen soll, sondern weil er zeigt, wie das Spiel wirklich funktioniert. Denn eins ist sehr wichtig, wenn Gold und Silber an einem einzigen Tag so stark fallen, dann ist die wichtigste Frage nicht, soll ich jetzt verkaufen, sondern warum passiert das genau jetzt? Was sind die Gründe hierfür?
Fangen wir mal mit dem Offensichtlichen an. Heute ist zumindest bis 11:30 Uhr nichts Positives passiert. Kein Friedensabkommen, kein Frieden in der Ukraine, keine geopolitische Entspannung, keine Schuldenreduktion, keine Kehrtwende der Notenbanken oder keine politische Totalwende von Friedrich März oder auch international. Die Welt ist heute nicht stabiler als gestern. Das Finanzsystem ist heute ebenfalls nicht gesünder als letzte Woche und die Schulden sind heute nicht geringer als vor einem Monat. Außer ich habe irgendwas verpasst. Korrigiert mich gerne. Und trotzdem fallen Gold und Silber brutal. Ebenfalls auch Platin, ebenfalls auch Palladium. Aber wir möchten uns heute mal auf Gold und Silber fokussieren.
Das alleine sollte ja eigentlich jedem klar machen, dieser Preissturz hat absolut nichts mit dem Wert zu tun, denn solche Tage entstehen immer dann, wenn zu viele Marktteilnehmer gleichzeitig auf der falschen Seite stehen. Und in den letzten Wochen waren Gold und vor allem Silber extrem überladen, vor allem eben auch mit spekulativen Positionen und muss ich leider auch sagen mit vielen Glücksrittern. Futures, Optionen, gehebelte ETFs, Margin Trades, all das war vertreten und eben auch ganz normale Kunden, die sagt: "Boah, ich habe in so die ganzen Jahre überlegt, jetzt will ich kaufen, ich habe überhaupt keine Ahnung." Wir hatten Kunden bei uns am Telefon, der hat nicht mal eine Ahnung, was der Spotpreis ist. Der hat nicht mal eine Ahnung, warum was der Sinn von Gold ist, warum man Gold kaufen sollte und was z.B. der Unterschied zwischen Gold und einer Aktie ist oder Gold in einem ETF ist oder was der Unterschied zwischen Papiergold und normalen physischen Gold ist. Sowas mussten wir wirklich auch erklären und Silber ist dabei ja eigentlich der perfekte Kandidat für so ein Crash. Dünner Markt, wenig Liquidität, viel Hebel, extrem emotional und wenn der Markt dann kippt, passiert folgendes. Stop Loss Orders werden ausgelöst. Margin Calls zwingen zum Verkauf, Algorithmen verstärken die Bewegung, dann kommen noch die Medien dazu und dann kommt die FOMO. Das ist eine Kettenreaktion, die da passiert. Und genau deshalb steht Silber heute stand 11:30 Uhr bei -14,5%. Nicht weil Silber plötzlich nutzlos wäre, sondern weil Silber das Ventil ist, über das Druck abgelassen wird.
Und wer glaubt, ein Edelmetallbullenmarkt verläuft ohne solche Tage, der kennt einfach die Geschichte nicht. Lasst uns da mal ein bisschen ausholen. In den 1970er Jahren, dem klassischen Goldbullenmarkt, gab es mehrfache Tagesverluste von 8, 10, teilweise auch 12%. 2008 fiel Gold so massiv, während das Finanzsystem kollabierte und explodierte danach. 2020 wurde Silber regelrecht zerlegt und erreichte danach neue Hochs. Bullenmärkte sind brutal, da sind wir uns einig. Sie sind psychologisch zerstörerisch. Sie werfen die Schwachen raus, bevor sie starke Reich machen. Und ich sage es immer wieder, nicht mal ich bin in der Lage mit meinem Wissen, dass ich mir über die letzten Jahre angeeignet habe, irgendwie auf Silber oder Gold kurzfristig zu traden, auch nicht auf Platin, auch nicht auf Palladium, auch nicht auf den neuen Trend, nämlich Kupfer. Nein, es ist für mich ein langfristiges Investment und deswegen möchte ich noch mal betonen, ist es mir auch gänzlich egal, ob wir heute Abend bei -2% stehen oder ob wir bei plus- 0 wieder stehen.
Jetzt kommen wir zu den Dingen, über die man offiziell überhaupt nicht gerne spricht. Nicht, weil sie bewiesen wären, sondern weil sie als Denkmodell absolut unbequem für die breite Masse sind. Es gibt eine These, die immer dann auftaucht, wenn Edelmetalle extrem steigen. Dann sagt man ja gerne, Märkte dürfen nicht gleichzeitig Angst vor dem System und Misstrauen gegenüber Geld ausdrücken. Gold und Silber sind jedoch keine normalen Assets. Sie sind ein Misstrauensvotum. Sie sagen, ich glaube dem System nicht. Ich glaube auch dem Geldsystem nicht. Ich glaube einfach dem System im großen und ganzen nicht. Und genau deshalb gibt es die These, ich sage bewusst These, denn dass extreme Bewegungen in Gold und Silber nicht nur Marktphänomene sind, sondern politisch und systemisch unerwünscht. Darüber brauchen wir nicht streiten. Nicht verboten, nicht offiziell bekämpft, sondern gedämpft. Das ist das wahre Wort, denn ein explodierender Goldpreis ist kein gutes Signal für Vertrauen, auch kein gutes Signal für das Vertrauen der Eliten und auch nicht für das Vertrauen des Mainstream Systems, denn ein explodierender Silberpreis ist kein gutes Signal für Stabilität.
Jetzt kommt ein weiterer Faktor, der zeitlich extrem auffällig und wichtig ist, die geopolitische Lage rund um den Iran. Seit Tagen verdichten sich Berichte, Analysen und militärische Bewegungen, die komplett bestätigt sind, die zumindest eines nahelegen. Die Lage ist hochgradig angespannt. Andere gehen sogar weiter und sagen, am diesem Wochenende wird es einen Angriff geben, vielleicht sogar flächendeckende Bombardements, denn der Iran ist von zwei Seiten seeseitig eingekesselt. Ja, wirklich eingekesselt. Es gibt Fotos und es gibt auch Karten sozusagen, wo genau steht, wo die verschiedenen Flagschiffe, wo die verschiedenen Militärschiffe, wo alle mögliche, die gesamte Armada, muss man sagen, von Donald Trump und von den USA eben steht und der Iran ist eingekesselt. Ob es tatsächlich zu einem militärischen Schlag kommt, weiß natürlich niemand, aber Märkte handeln nicht nach Fakten, sondern sie handeln nach Wahrscheinlichkeiten. Und genau vor Wochenenden, vor kritischen Zeitfenstern, vor Eskalationsrisiken sehen wir oft dasselbe Muster. Risiko wird reduziert, Positionen werden glattgestellt, Volatilität wird rausgenommen. Gold und Silber sind dabei besonders betroffen, weil sie sowohl als Absicherung, aber eben auch als Spekulationsobjekt bekannt sind.
Und jetzt die These, die viele denken, aber auch wirklich kaum jemand laut sagt. Was wäre denn, wenn Märkte gezielt abgekühlt werden, bevor etwas Größeres passiert? Nicht weil jemand allmächtig ist, sondern weil Liquidität, Positionierung und Timing gestört werden. Z.B. Microsoft gestern ist ja auch um einen zweistelligen Prozentsatz eingebrochen. Nur mal so am Rande, auch der Aktienmarkt hat darunter gelitten. Jetzt kann man sagen, gut, die Rüstung, die dreht wieder auf. Sowas muss man dann mit sich selbst vereinbaren können, ob man da voll in Rüstung reingeht, weil man weiß, dass vielleicht bald ja ähm man muss es leider so sagen, viele Menschen sterben werden. Wir wollen uns mal zumindest an Afghanistan erinnern. So könnte es auch bald im im Iran laufen, leider. Denn wenn Gold und Silber jetzt bereits vor einer Eskalation explodieren, dann fehlt ja später der Überraschungseffekt. Und das müsst ihr euch mal merken, der Überraschungseffekt, das ist ja keine Behauptung, das ist ein Gedankenspiel. Aber eines, das erklärt, warum extreme Bewegungen oft vor Ereignissen stattfinden und nicht eben danach.
Natürlich kommt nach dazu jetzt der Punkt, den viele völlig unterschätzen, China. China hat die Exportbedingungen für Silber extremst verschärft. Viele reden sogar von einem Exportstopp. Nicht aus Zufall, nicht aus Umweltgründen, sondern weil Silber ein strategisches Metall ist. Dort liegen Millionen von uns sind festgesetzt, die eigentlich für die Welt und auch für die USA gedacht werden. Und ohne Silber gibt es keine Solartechnik, keine moderne Elektronik, keine Platinen, keine Energiewende, keine Hochtechnologie. Und wenn China den Export drosselt, dann entsteht physische Knappheit, egal was der Papierpreis heute macht. Und genau deshalb ist der Silbercrash heute so paradox. Der Preis fällt, während das physische Angebot strukturell enger wird. Das ist eigentlich kein Widerspruch. Das ist der Unterschied zwischen Papiermarkt und Realität.
Jetzt setzen wir mal alles zusammen. Massive Tagesverluste, zumindest bis 11:30 Uhr. Technische Marktbereinigungen, geopolitische Eskalationsrisiken, strategische Rohstoffpolitik Chinas, Schulden, Geldmengenausweitung, Digitalisierung des Geldes und so weiter und so fort. Und dann schauen wir auf die großen JP Morgan, Deutsche Bank, UBS, Bank of America, sie bleiben bullisch. Sie sprechen von 5 bis 6000$ Gold je Unze in 2026. Manche beziehen sich auch auf 27. Diese Häuser ändern ihre langfristigen Modelle nicht, weil Silber heute -14% macht oder Gold mal eben was verliert. Auch Jochen Steiger hat an seinem seinem Ziel festgehalten. Vor einer Woche war er bei uns im Webinar und meinte: "Hey, Silber auf jeden Fall über 160$ und Gold auch jenseits 5000$." Ich kenne auch wirklich keinen Experten, der jetzt kurzfristig sagt, ich korrigiere meine meine Prognose. Genau deswegen. Deswegen ist "Buy the Dip" kein Schlachtruf. Es ist eine Denkweise. Es heißt nicht alles kaufen, es heißt verstehen, warum etwas fällt. Ich persönlich habe mir eine Zahl im Kopf gemerkt, zu dieser Zahl werde ich wieder massiv nachkaufen. Und ich meine jetzt nicht von meinen üblichen Käufen zu egal welchem Preis, sondern wo ich sage, jetzt gehe ich noch mal richtig rein.
Und heute ist klar, Gold und Silber fallen nicht, weil sie obsolet sind. Sie fallen, weil zu viele kurzfristig investiert waren. Langfristige Trends ändern sich nicht an einem Tag, aber die Positionierungen sehr wohl und eben auch die Meinungen und die Angst von Amateuren, denn Tage wie heute fühlen sich sehr, sehr schlimm an für viele da draußen, aber sie sind einfach notwendig. Das müssen wir mal ehrlich sagen. Sie sind notwendig. Schaut euch diese Kerze an, bitte. Schaut sie euch einfach mal an. Sie reinigen den Markt, sie verschieben Eigentum, sie trennen Überzeugung von Hoffnung. Gold und Silber sind heute nicht weniger wert. Sie gehören nur anderen. Und bitte, wer von euch da draußen hat geglaubt, dass diese Kerze jetzt weiter hochgeht bis 10.000 US-Dollar? Niemals. Auch bei Silber. Wer bitte hat das ernsthaft geglaubt, dass diese Kerze unaufhaltsam nach oben schießt? Ähm, bitte, also da wollen wir nicht drüber reden.
Gold und Silber steigen eben nicht, weil alles gut läuft. Sie steigen, weil Systeme instabil und das ist nach wie vor so, weil Macht zentralisiert wird und weil Vertrauen schwindet. Und genau deshalb sind Tage wie heute kein Ende, sondern schlicht und weg der Preis dafür, beim nächsten Kapitel dabei zu sein. Und ich möchte es noch mal betonen, es ist letztendlich so, dass es immer Korrekturen gibt. Ich habe euch gerade 1970 zitiert, ich habe euch gerade 2020 zitiert, ich habe euch gerade 2008 zitiert. Ich bin nach wie vor der Meinung, wir werden noch oder ich zumindest in meinen jungen 30 Jahren werde noch erleben, dass wir Gold jenseits der 10.000 US-Dollar mal gesehen werden. Ich bin mir auch sicher, dass wir am Ende des Jahres jenseits der 5000 US-Dollar liegen werden und ich bin mir nach wie vor auch sicher, dass wir bei Silber, ich bin da nicht ganz so unterwegs wie ja die Hardliner, wobei Hardliner das falsche Wort ist, wie die Profianalysten, so muss man sagen. Ich denke, wir werden über 120 US-Dollar liegen, definitiv pro. Also schauen wir mal, wo die Reise hingeht.
Eins ist jedoch klar: Lasst euch keine Angst machen, denn wir werden noch Zeiten sehen, wo wir jetzt darüber reden, wo wir sagen, okay, der Preis, egal ob jetzt 10, 15, 20% runterging, der war der absolute Schnapper. Überlegt euch doch mal, wie der Preis 2018, 2019 vor Corona war. Überlegt euch mal, wo die Preise 2010 waren oder überlegt euch einfach mal nur, wo der Preis letztes Jahr um diese Zeit war, sowohl bei Gold und Silber.
In diesem Sinne wünsche ich euch allen da draußen frohes Investieren und für alle und für alle da draußen, die Angst haben, noch mal lasst euch keine Angst machen. Seht die Investitionen langfristig. Ihr werdet langfristig mit Gold, Silber und ich würde sogar sagen, Platin und Palladium definitiv zu den Gewinnern gehören. In diesem Sinne, wir einen wunderschönen Abend und bis bald.